Rezept
Handtellergrosse Schweine- oder Pouletwürfel in Zitronen-Oregano-Marinade, auf Spiessli gespiesst und scharf gegrillt: Souvlaki ist das einfachste griechische Grillgericht und schmeckt aus heimischer Küche wie am Meer.

Für Souvlaki Schweinenacken oder entbeinte Pouletschenkel in 2,5 cm grosse Würfel schneiden und mindestens 2 Stunden in einer Marinade aus Olivenöl, Zitrone, Oregano und Knoblauch ziehen lassen. Auf Spiessli stecken und bei starker Hitze 8 bis 10 Minuten grillieren, regelmässig wenden. Schwein braucht 62 bis 68 °C, Poulet 74 °C Kerntemperatur. Mit Zaziki, Pita und Zitronenkehrli servieren.
Portionen
4 Personen
Vorbereitung
plus 2 h Marinieren
Zubereitung
10 Min.
Fleisch würfeln und marinieren
Fleisch in gleichmässige 2,5 cm Würfel schneiden: zu klein trocknet es aus, zu gross bräunt es ungleichmässig. Alle Marinadezutaten verrühren, die Würfel darin zugedeckt mindestens 2 Stunden, besser über Nacht, im Kühlschrank marinieren.

Spiessli vorbereiten und Zaziki machen
Holzspiessli 30 Minuten in Wasser einweichen, damit sie auf dem Grill nicht verbrennen. Für das Zaziki die Gurke schälen, entkernen, grob reiben, mit 1 TL Salz 15 Minuten entwässern, auspressen und mit Joghurt, gepresstem Knoblauch, Öl und Dill verrühren.

Spiessli stecken
Die marinierten Würfel dicht an dicht auf die Spiessli stecken, etwa 5 bis 6 Stück pro Spiessli. Überschüssige Marinade abtropfen lassen; ein Rest im Fleisch bräunt besser als tropfnasse Stücke.

Grill einheizen
Den Grill auf stärkste Hitze bringen und den Rost sauber und geölt vorbereiten, damit die Würfel nicht ankleben. Bei Gas- oder Kohlegrill eine direkte Zone von mindestens 250 °C anpeilen.

Souvlaki grillieren
Die Spiessli bei starker direkter Hitze 8 bis 10 Minuten grillieren und alle 2 Minuten eine Vierteldrehung wenden, bis alle Seiten scharf gebräunt sind. Schwein fertig garen auf 62 bis 68 °C, Poulet auf 74 °C Kerntemperatur.

Kurz ruhen lassen und servieren
Die Spiessli 2 bis 3 Minuten ruhen lassen, dann mit warmen Pitas, Zaziki, Zwiebelringen, Tomaten und Zitronenkehrli servieren. Wer mag, bestreut alles mit Oregano und einer Prise Fleur de Sel.

| Stück | Kerntemperatur | Hinweis |
|---|---|---|
| Schweinenacken (Kamm) | 62 bis 68 °C | klassisch, saftig durch feine Marmorierung |
| Pouletschenkel, entbeint | 74 °C | bleibt saftiger als Pouletbrust |
| Pouletbrust | 74 °C | mager, Garzeit genau kontrollieren |
| Lammschulter oder Lammhuft | 56 bis 58 °C für rosa | heller geschmort, griechisch sehr beliebt |
Für Kinder und Ungeduldige lieber 2 cm kleine Würfel schneiden und die Grillzeit auf 6 bis 8 Minuten kürzen.
| Methode | Hitze | Zeit |
|---|---|---|
| Kohlegrill, direkte Zone | 250 °C und heisser | 8 bis 10 Minuten |
| Gasgrill, direkte Zone | maximale Hitze | 8 bis 10 Minuten |
| Grillpfanne oder Bratpfanne | mittlere bis hohe Hitze | 10 bis 12 Minuten |
| Ofen mit Grillfunktion | Grillstufe, Blechmitte | 12 bis 15 Minuten, wenden |
Souvlaki sind in Griechenland die alltäglichen Fleischspiessli vom Strassengrill: mundgrosse Würfel, mariniert und direkt über der Glut gegrillt. In Athen isst man sie im Pita eingewickelt mit Zaziki, Tomate und Zwiebel oder als Teller mit Pommes.
Der Unterschied zu Gyros liegt in der Form: Souvlaki bleibt am Spiessli und wird einzeln gegrillt, Gyros wird als grosser Schichtspiess gebraten und lagenweise abgeschnitten. Die Marinade ist dieselbe Familie aus Zitrone, Oregano, Knoblauch und Olivenöl.
Für Schweine-Souvlaki ist der Nacken die erste Wahl: seine Marmorierung hält die Würfel auch bei starker Hitze saftig. Wer es in der Schweiz kauft, bestellt beim Metzger unparierten Schweinskamm oder nimmt Schweinsschulter.
Für Poulet-Souvlaki entbeinte Schenkel nehmen statt Brust: sie verzeihen die starke Hitze besser und bleiben auch nach dem vollen Durchgaren auf 74 °C saftig. Lammschulter ergibt die feinste Variante und darf bei 56 bis 58 °C rosa serviert werden.
Drei Fehler trocknen die Würfel aus: zu kleine Stücke, zu wenig Hitze und zu langes Grillieren. Bei 2,5 cm Würfeln und maximaler direkter Hitze sind 8 bis 10 Minuten genau richtig, das Thermometer gibt die Sicherheit.
Die Marinade hilft: Öl schützt die Oberfläche, Zitrone und Salz würzen tief. Wer ganz sichergehen will, schiebt die gegrillten Spiessli noch 2 Minuten in die indirekte Zone, statt sie länger scharf zu lassen.
Klassisch kommen warmes Pita, Zaziki, rohe rote Zwiebelringe, Tomatenspalten und Pommes auf den Teller. In Griechenland werden Pommes oft direkt ins Pita gelegt, das funktioniert zu Hause genauso gut.
Eine frische Beilage rundet ab: griechischer Salat mit Feta, ein einfacher Kraut- oder Gurkensalat oder gegrillte Peperoni. Zum Abschluss reicht Oregano und ein Spritzer Zitrone über den Spiessli.
Die Würfel lassen sich am Morgen marinieren und die Spiessli einige Stunden vor dem Grillieren gesteckt zugedeckt kalt stellen. Zaziki hält verschlossen einen Tag und sollte erst kurz vor dem Servieren mit Dill versehen werden.
Gegrillte Reste halten 2 bis 3 Tage im Kühlschrank und schmecken kalt im Pita oder auf Salat. Zum Aufwärmen 4 bis 5 Minuten bei 180 °C in den Ofen geben, damit sie nicht austrocknen.

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In Griechenland dominiert Schwein, gefolgt von Poulet und Lamm. Zu Hause schmecken entbeinte Pouletschenkel fast genauso gut und sind eine beliebte, etwas leichtere Alternative.
Etwa 2,5 cm: gross genug für saftige Kerne, klein genug für 8 bis 10 Minuten Grillzeit. Bei 3 cm und mehr muss man die Hitze reduzieren und 12 bis 15 Minuten grillieren.
Holzspiessli unbedingt 30 Minuten in Wasser einweichen, sonst verbrennen sie auf dem Grill. Metallspiessli brauchen das nicht, werden aber heiss: beim Wenden Zange oder Handschuh benutzen.
Ja: auf einem Blech bei 220 °C Ober-/Unterhitze 12 bis 15 Minuten garen und nach der Hälfte wenden. Für mehr Bräune die letzten 3 Minuten Grillfunktion zuschalten.
Sicherste Methode ist das Thermometer: Schwein 62 bis 68 °C, Poulet 74 °C, Lamm rosa 56 bis 58 °C. Ohne Thermometer: ein Würfel anschneiden, der Saft muss klar laufen und das Fleisch durchgegart sein.