Rezept
Dünn geschnitten, in Kurkuma und Zitronengras mariniert und über hoher Hitze gegrillt: Satay-Spiesse sind das Streetfood Südostasiens, zu Hause mit einer cremigen Erdnuss-Sauce perfekt nachzumachen.

Für Satay-Spiesse 600 g Rindshuft oder Flank in 5 mm dünne, 10 cm lange Streifen schneiden und mindestens 2 Stunden in einer Marinade aus Zitronengras, Kurkuma, Sojasauce und Palmzucker ziehen lassen. Auf Holzspiesschen ziehen, über starker Hitze 2 bis 3 Minuten pro Seite grillen und mit Erdnuss-Sauce servieren.
Portionen
4 Personen
Vorbereitung
plus Marinieren
Zubereitung
15 Min.
Fleisch schneiden
Das Huft oder Flank quer zur Faser in 5 mm dünne, etwa 10 cm lange Streifen schneiden. Wer will, friert das Fleisch vorher 30 Minuten an, dann schneidet es sich besonders sauber. Holzspiesschen in Wasser einweichen, damit sie nicht verbrennen.

Marinade ansetzen
Zitronengras, Schalotten, Knoblauch, Ingwer, Kurkuma und Koriander im Mörser oder mit dem Pürierstab 2 bis 3 Minuten zu einer groben Paste arbeiten. Sojasauce, Fischsauce, Palmzucker und Öl einrühren.

Marinieren und aufspiessen
Die Fleischstreifen gründlich in der Marinade wenden und mindestens 2, besser 6 bis 24 Stunden kühl ziehen lassen. Jeden Streifen in Wellen auf ein Spiesschen aufziehen: etwa 3 Stück pro Spiess.

Erdnuss-Sauce kochen
Für die Sauce 100 ml der dicken Kokoscreme mit der roten Currypaste 2 bis 3 Minuten anrösten. Erdnussbutter, restliche Kokosmilch, Tamarinde und Fischsauce einrühren und 5 Minuten bei kleiner Hitze sämig einkochen.

Grillieren und servieren
Die Spiesse über starker direkter Hitze (220 bis 260 °C, Grill mit geöffnetem Deckel) 2 bis 3 Minuten pro Seite grillen, bis sie an den Rändern leicht charred sind und eine Kerntemperatur von 56 bis 60 °C erreichen. Mit Erdnuss-Sauce, gehackten Erdnüssen, Reis und Gurkensalat servieren.

Satay verlangt zartes Fleisch in dünnen Streifen, das über starker Hitze in Sekunden gart.
| Stück | Charakter | Hinweis |
|---|---|---|
| Huft | zart, mild, schneidet sauber | quer zur Faser in 5-mm-Streifen |
| Flank Steak | intensiver, leicht fasrig | 30 Minuten anfrieren für dünne Scheiben |
| Filetspitze | extrem zart, edle Variante | teurer, weniger Marinade nötig |
| Hohrücken | mager, saftig bei kurzer Hitze | nicht länger als 3 Minuten pro Seite |
Dicke Stücke vom Schmorbraten (Hals, Schulter) sind ungeeignet: sie bleiben bei kurzer Hitze zäh.
| Methode | Hitze | Ergebnis |
|---|---|---|
| Holzkohle-Grill | 250 °C+, offen | das klassische rauchige Ergebnis |
| Gasgrill | hoch, Deckel offen | sehr gut, fast so gut wie Kohle |
| Grillpfanne | hoch, gut lüften | funktioniert, aber ohne Rauchnote |
| Ofen-Grill | 250 °C, oberste Schiene | akzeptabel, 4 bis 5 Minuten gesamt |
Satay ist das bekannteste Streetfood Südostasiens: dünne Fleischstreifen auf Spiesschen, mariniert in Kurkuma, Zitronengras und Gewürzen und über glühender Kohle gegrillt. In Indonesien, Malaysia und Thailand wird es auf Märkten rund um die Uhr verkauft.
Bo Satay ist die Rindfleisch-Variante. Dazu gehört fast immer eine cremige Erdnuss-Sauce, die mit Kokosmilch sämig gekocht wird und mit Tamarinde eine säuerliche Note bekommt.
Satay ist für die schnelle Hitze gedacht: die Streifen sind 5 mm dünn und garen in 2 bis 3 Minuten pro Seite durch. So bleibt das Fleisch saftig, während die Marinade leicht ancharrt.
Grosse Würfel bräuchten viel mehr Zeit und würden aussen trocken, bevor sie innen gar sind. Die Wellenform beim Aufspiessen sorgt ausserdem für maximalen Kontakt mit der Glut.
Sehr: sie gibt nicht nur Geschmack, sondern schützt das dünne Fleisch vor dem Austrocknen. Kurkuma bringt Farbe, Zitronengras die Frische, Soja- und Fischsauce die Würze.
Mindestens 2 Stunden, besser über Nacht. Die Marinade kann man im Voraus machen und bis zu 2 Tage im Kühlschrank lagern.
Die Sauce ist mehr als Dip: sie wird mit Kokosmilch gekocht und mit Currypaste, Tamarinde und Fischsauce abgeschmeckt, dadurch wird sie sämig und hat Umami statt nur Erdnussgeschmack.
Wer Zeit sparen will, kann eine gute gekaufte Erdnuss-Sauce mit Kokosmilch und Limette verfeinern. Für Gäste lohnt sich die selbstgekochte Version.
Klassisch Reis und ein schneller Gurkensalat mit Reisessig und Zucker, der die fettige Sauce ausgleicht. In Thailand werden oft auch kleine Toast- oder Roti-Stücke dazu gereicht.
Satay eignet sich hervorragend als Vorspeise, Party-Food oder als Teil eines asiatischen Buffets zusammen mit Frühlingsrollen und Salat.

Marinade für Rindsspiesse
Rind, Peperoni und Zwiebel brutzeln dicht nebeneinander, aber nicht zusammengedrückt. Eine ausgewogene Marinade haftet…

Schaschlik richtig grillen
Schaschlik ist das Grillgericht des Kaukasus und Russlands: marinierte Fleischwürfel auf Spiesse, über offener…

Bulgogi Bowl
Waferdünn mariniertes Rindfleisch aus der heissen Pfanne auf Reis, mit Kimchi, Gemüse und einem Spiegelei: die Bulgogi…

Rindshuft im Detail
Zart, mager und voller Geschmack: das Stück zwischen Rücken und Stotzen, das in den USA Sirloin heisst.

Rind teilen
CHF 199.00
Jeden Monat ziehen wir unter allen Abonnentinnen und Abonnenten ein Fleischpaket. Dazu melden wir uns, sobald das nächste Rind geteilt wird.
Mitmachen ist gratis, ohne Kauf.
Die Gewinnerinnen und Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Teilnahmebedingungen
2 bis 3 Minuten pro Seite über starker Hitze, bis die Kerntemperatur 56 bis 60 °C beträgt. Die dünnen Streifen garen sehr schnell.
Ja, das Fleisch kann bis zu 24 Stunden mariniert und die Spiesse aufgezogen im Kühlschrank bereitstehen. Die Erdnuss-Sauce hält 3 bis 4 Tage.
Eine heisse Grillpfanne oder der Ofengrill bei 250 °C auf der obersten Schiene funktionieren, ohne Raucharoma aber weniger authentisch.
Mandel- oder Cashewmus ersetzt Erdnussbutter fast eins zu eins. Für eine nussfreie Version geht Sesampaste (Tahini), dann mit etwas Zucker ausgleichen.
30 Minuten in Wasser verhindern, dass die Holzenden über der heissen Glut anbrennen oder brechen.