Rezept
Die grobe Waadtländer Saucisson pochiert in heissem Wasser und liegt auf einem süssen, herbstlichen Linsen-Kürbis-Gemüse: das Wohlfühlessen des Kantons Waadt.

Die Saucisson 30 Minuten bei 75 °C in heissem Wasser pochieren, ohne einzustechen. Parallel Lauch andünsten, Kürbiswürfel, Thymian und Linsen zugeben und in Bouillon 35 Minuten garen. Die Wurst in Scheiben schneiden und auf dem Gemüse anrichten.
Portionen
4 Personen
Vorbereitung
15 Min.
Zubereitung
45 Min.
Gemüse rüsten
Kürbis schälen, entkernen und in 2-cm-Würfel schneiden. Lauch längs halbieren, gut waschen und in 1 cm feine Streifen schneiden.

Saucisson pochieren
Eine grosse Pfanne mit Wasser auf 75 °C erhitzen und die Saucissons einlegen. Bei milder Hitze 30 Minuten garen, ohne einzustechen und ohne das Wasser kochen zu lassen.

Linsen-Kürbis-Gemüse andünsten
In 2 EL Olivenöl den Lauch glasig dünsten. Kürbis, Thymian und Linsen zugeben und 2 bis 3 Minuten mitdünsten. Mit 6 dl Bouillon auffüllen.

Gemüse garen
Alles zugedeckt bei milder Hitze 35 Minuten garen, bis die Linsen weich und der Kürbis fast zerfallen ist. Gelegentlich umrühren und nach Bedarf etwas vom Saucisson-Garfond zugeben.

Anrichten
Saucissons aus dem Wasser nehmen, abtropfen lassen und in 1 cm dicke Scheiben schneiden. Auf dem Linsen-Kürbis-Gemüse anrichten und servieren.

| Parameter | Wert | Warum |
|---|---|---|
| Temperatur | 75 °C, nie kochen | kochendes Wasser platzt die Haut |
| Zeit | ca. 30 Min. | reicht für eine 250-g-Saucisson |
| Einstechen | während dem Garen verboten | der Saft läuft aus, Wurst wird trocken |
| Danach | einstechen und Fett ablaufen lassen | beim Anrichten weniger fettig |
| Variante | Zutaten | Ergebnis |
|---|---|---|
| Klassisch | Lauch, Kürbis, Thymian | das Original aus dem Waadtland |
| Papet-Style | plus Kartoffeln statt Linsen | das eigentliche Papet vaudois |
| Herbiger | plus Lauch und Petersilienwurzel | erdiger, weniger süss |
Die Waadtländer Saucisson ist die grobe Schweinswurst aus dem Kanton Waadt, aus grob gewolftem Schweinefleisch und Speck. Sie wird traditionell nicht gebraten, sondern pochiert und zu Gemüse serviert.
Das bekannteste Gericht damit ist das Papet vaudois, bei dem die Wurst auf gekochtem Lauch und Kartoffeln liegt. Die Linsen-Kürbis-Variante ist der herbstliche, etwas edlere Bruder.
Die Saucisson wird gesiedet, nicht gebraten: die Haut soll intakt bleiben, damit die Wurst saftig bleibt. Einstechen während des Garens lässt den Saft und das Fett auslaufen.
Erst nach dem Garen darf man sie einstechen und das überschüssige Fett ablaufen lassen, damit die Wurst auf dem Teller weniger fettig ist.
Ja, Rüebli, Knollensellerie oder Pastinaken funktionieren genauso gut. Wichtig ist eine süssliche, weich gekochte Gemüsekomponente, die den erdigen Linsen und der würzigen Wurst Kontrast gibt.
Das klassische Papet vaudois verwendet Lauch und Kartoffeln statt Linsen und Kürbis.
Das Gemüse kann direkt in der Bouillon mitgekocht werden, ohne es separat anzudünsten, die Zubereitung dauert dann nur 40 Minuten und wird ein einfaches One-Pot-Gericht.
Für mehr Geschmack kann man die Saucissons im Gemüse die letzten 10 Minuten mitgaren statt separat, dann muss man nur den Sud aufkochen.

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Die grobe Schweinswurst aus dem Waadtland, die pochiert und zu Gemüse serviert wird, nicht gebraten. Hauptzutat beim Papet vaudois.
Bei 75 °C in heissem, nicht kochendem Wasser etwa 30 Minuten. Kochen lässt die Haut platzen und die Wurst wird trocken.
Das klassische Waadtländer Gericht: Saucisson auf Lauch und Kartoffeln. Die Linsen-Kürbis-Variante ist eine herbstliche Alternative.
Ja, das Linsengemüse hält sich 1 bis 2 Tage im Kühlschrank und lässt sich aufwärmen. Die Saucisson erst frisch pochieren.