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Rezept

Schweinsnierstück aus dem Ofen auf Apfel-Süsskartoffel-Gemüse

Ein Blech, ein Ofen: das Nierstück gart über einem Bett aus Süsskartoffeln, Äpfeln und Zwiebeln, die den Bratensaft aufnehmen und zu einer Beilage von selbst werden.

Gebratenes Schweinsnierstück auf einem Blech mit Süsskartoffeln, Apfelspalten und Zwiebeln
  1. Ofen180 °C
  2. Kerntemperatur68 bis 72 °C
Das Nierstück gart auf dem Gemüse und gibt ihm den Bratensaft zurück.

Kurz erklärt

Das Nierstück salzen, pfeffern und in heissem Öl rundum 2 Minuten pro Seite anbraten. Süsskartoffeln, Äpfel und Zwiebeln in Stücken mit Olivenöl, Salz und Thymian mischen und auf einem Blech verteilen, das Fleisch darauflegen und bei 180 °C 45 bis 55 Minuten garen, bis die Kerntemperatur 68 bis 72 °C erreicht. 10 Minuten ruhen, dann aufschneiden.

  • Kerntemperatur beim Nierstück
  • Gemüsevarianten für das Blech

Portionen

4 Personen

Vorbereitung

plus 30 Minuten Temperieren

Zubereitung

55 Min.

Zutaten

  • 800 gSchweinsnierstück, pariert
  • 600 gSüsskartoffeln, in 2 cm Stücken
  • 2grosse säuerliche Äpfel, in Spalten
  • 2rote Zwiebeln, in Achteln
  • 3 ELOlivenöl
  • 2 ZweigeThymian oder 1 TL getrockneter
  • 1 TLSalz
  • 1/2 TLschwarzer Pfeffer
  • 1 ELHonig oder Ahornsirup
  • 2 ELRapsöl zum Anbraten
  • Peterli zum Servieren

Zubereitung

  1. 1

    Fleisch vorbereiten

    Das Nierstück 30 Minuten vor dem Garen temperieren lassen, trocken tupfen und rundum mit Salz und Pfeffer würzen. Den Ofen auf 180 °C Umluft vorheizen.

    Fleisch vorbereiten
  2. 2

    Gemüse auf das Blech

    Süsskartoffeln, Apfelspalten und Zwiebelachtel auf einem Blech mit 3 EL Olivenöl, Thymian, Salz und Honig mischen. Gleichmässig verteilen, sodass das Gemüse in einer Schicht liegt.

    Gemüse auf das Blech
  3. 3

    Nierstück anbraten

    2 EL Rapsöl in einer Pfanne stark erhitzen und das Nierstück rundum je 2 Minuten anbraten, bis es Farbe hat. Dieser Schritt ist für das Röstaroma, nicht für das Garen.

    Nierstück anbraten
  4. 4

    Im Ofen garen

    Das angebratene Nierstück auf das Gemüse legen und bei 180 °C 40 bis 50 Minuten garen. Nach 25 Minuten das Gemüse einmal wenden; fertig ist das Fleisch bei einer Kerntemperatur von 68 bis 72 °C.

    Im Ofen garen
  5. 5

    Ruhen und aufschneiden

    Das Nierstück aus dem Ofen nehmen und 10 Minuten lose mit Folie bedeckt ruhen lassen; die Kerntemperatur steigt noch um 2 °C. Quer zur Faser in 1 cm dicke Scheiben schneiden und auf dem Gemüse anrichten.

    Ruhen und aufschneiden
Für
4 Personen
800 g Nierstück plus Gemüse
Ofen
180 °C
45 bis 55 Minuten
Kerntemperatur
68 bis 72 °C
durch, aber saftig
Blech
eines
Fleisch und Beilage zusammen

Kerntemperatur beim Nierstück

Das Nierstück ist das feinste Stück vom Schwein, aber auch das magerste: es verzeiht keine Überhitzung.

GarpunktKerntemperaturErgebnis
Saftig (empfohlen)68 bis 72 °Cvollständig durch, saftig
Mit Spielraum72 bis 75 °Cfester, immer noch fein
Übergartab 76 °Ctrocken und krümelig

Das Thermometer quer zur Faser in die Mitte einstechen. Beim Ruhen steigt der Kern um 1 bis 2 °C.

Gemüsevarianten für das Blech

GemüseMengeHinweis
Kartoffeln statt Süsskartoffeln700 g, in Vierteln50 bis 60 Minuten, festere Textur
Kürbis mit den Äpfeln500 g, in 3 cm Stückensüsser, weicher
Rüebli und Pastinaken600 g, in Stäbchenherber, weniger süss
Fenchel mit den Äpfeln1 Knolle in Achtelnanisartig, passt stark zum Schwein

Was macht das Nierstück besonders?

Das Nierstück ist das feinste und magerste Teilstück des Schweins: keine Sehnen, wenig Fett, gleichmässige Form. Das macht es zart, aber anfällig für Trockenheit.

Seine Lage unter dem Rückenfett erklärt den Namen: es schmeckt feiner als Schulter oder Hals und gart schneller, muss aber auf die Kerntemperatur geachtet werden.

Warum gart das Fleisch auf dem Gemüse?

Das Gemüsebett hebt das Nierstück vom heissen Blechboden ab und verhindert, dass die Unterseite austrocknet. Gleichzeitig tropft Bratensaft und Fett auf die Süsskartoffeln und Äpfel, die dadurch zu einer eigenen Beilage werden.

Das Ergebnis ist ein komplettes Blechgericht: Fleisch, Sättigung und Gemüse garen zusammen, nur eine Pfanne zum Anbraten kommt dazu.

Kann ich das Nierstück ohne Anbraten garen?

Ja, aber der Geschmack verliert: ohne die 8 Minuten Anbraten fehlen die Röststoffe, und die Oberfläche bleibt blass. Wer die Pfanne sparen will, streicht das Stück mit Öl und Gewürzen ein und backt es bei 200 °C.

Das Anbraten dauert nur 8 Minuten und ist der Unterschied zwischen 'aus dem Ofen' und 'wie vom Braten'.

Welche Äpfel passen zum Ofengemüse?

Säuerliche Sorten wie Boskoop oder Gravensteiner halten die Form und schneiden durch die Süsse der Kartoffeln und den Honig. Süsse Sorten zerfallen zu Mus.

Die Apfelspalten nicht zu dünn schneiden, etwa 1 cm: sie sollen weich, nicht zerkocht aus dem Ofen kommen.

Wie verwerte ich Reste vom Blech?

Das kalte Nierstück in feinen Scheiben ist ein guter Belag für Brot oder ein Salatblatt. Das Gemüse lässt sich zu Suppe pürieren oder als Beilage für ein zweites Essen aufwärmen.

Reste halten abgedeckt 2 bis 3 Tage im Kühlschrank. Beim Aufwärmen das Fleisch mit Folie bedeckt bei 160 °C 10 Minuten erwärmen, damit es nicht austrocknet.

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Häufige Fragen

Welche Temperatur braucht das Nierstück im Ofen?

Bei 180 °C Umluft 45 bis 55 Minuten für 800 g. Fertig ist es bei einer Kerntemperatur von 68 bis 72 °C, danach 10 Minuten ruhen.

Ist das Nierstück dasselbe wie das Schweinsfilet?

Fast: das Nierstück ist das hintere Teilstück der Lende und etwas kräftiger als das innere Filet. Beide sind mager und garen gleich, das Filet braucht etwas weniger Zeit.

Kann ich das Rezept ohne Ofen machen?

Das Blechgericht geht auch im geschlossenen Grill bei indirekter Hitze von 180 °C; die Zeiten bleiben gleich.

Warum ist mein Nierstück trocken geworden?

Meist zu heiss oder zu lange gegart: über 75 °C Kerntemperatur verliert das magere Fleisch spürbar Saft. Thermometer nutzen und ab 68 °C kontrollieren.

Kann ich das Gericht vorbereiten?

Das Gemüse lässt sich 4 bis 6 Stunden vorher schneiden und würzen. Das Fleisch sollte frisch gebraten und gegart werden; im Nachhinein verliert es Saft.