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Technik

Schnitzel richtig klopfen

Geklopft wird jedes Schnitzel gleich dick und zart. Wie man das Fleisch platteiert, ohne es zu zerreissen, und warum die Folie darüberliegt.

Hand klopft ein Kalbsschnitzel zwischen Klarsichtfolie mit einem Fleischklopfer
  1. Dicke3–4 mm
  2. WerkzeugPlattiereisen
Von der Mitte zum Rand klopfen, nie bohren: so wird das Schnitzel gleichmässig dünn ohne Löcher.

Kurz erklärt

Schnitzel klopft man zwischen zwei Lagen Klarsichtfolie mit einem Fleischklopfer oder dem flachen Boden einer kleinen Pfanne. Man arbeitet von der Mitte zum Rand und klopft das Fleisch auf 3 bis 4 mm Dicke, ohne Löcher zu schlagen. Die Folie verhindert Zerreissen und klebt das Fleisch nicht am Klopfer. Danach salzen und sofort panieren oder anbraten.

  • Dicke und Zeit je nach Schnitzelart
  • Fehler beim Schnitzelklopfen

Portionen

4 Personen

Vorbereitung

10 Min.

Zubereitung

0 Min.

Zutaten

  • 4 Stück à 120 bis 150 gSchnitzel vom Kalb oder Schwein (Nuss oder Kotelett)
  • 1 StückKlarsichtfolie oder Gefrierbeutel
  • 1Fleischklopfer (Plattiereisen) oder kleine Pfanne
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung

  1. 1

    Schnitzel vorbereiten

    Schnitzel auf ein grosses Brett legen, äussere Haut und sichtbare Sehnen am Rand einschneiden, damit sich das Fleisch beim Braten nicht zusammenzieht. Mit Klarsichtfolie abdecken oder in einen aufgeschnittenen Gefrierbeutel legen.

    Schnitzel vorbereiten
  2. 2

    Von der Mitte zum Rand klopfen

    Mit der flachen Seite des Fleischklopfers von der Mitte nach aussen klopfen, jede Stelle nur ein bis zweimal treffen. Nicht bohren und nicht am Rand ziehen, sonst reisst das Fleisch. Ziel sind 3 bis 4 mm gleichmässige Dicke.

    Von der Mitte zum Rand klopfen
  3. 3

    Wenden und nivellieren

    Schnitzel einmal vorsichtig wenden und auf der zweiten Seite nacharbeiten: dicke Stellen ausgleichen, Ränder gleichmässig dünn machen. Das fertige Schnitzel soll wie eine grosse, dünne Platte aussehen, nicht wie ein Lappen.

    Wenden und nivellieren
  4. 4

    Salzen und sofort weiterverarbeiten

    Folie abziehen, Schnitzel leicht salzen und pfeffern und direkt weiterverarbeiten: panieren oder in der Pfanne 1 bis 2 Minuten pro Seite anbraten. Geklopftes Fleisch liegt nicht lange, es verliert Saft.

    Salzen und sofort weiterverarbeiten
Dicke
3–4 mm
gleichmässig, ohne Löcher
Folie
immer dazwischen
gegen Zerreissen und Kleben
Technik
Mitte zu Rand
in einem Zug arbeiten
Danach
sofort weiter
salzen und panieren oder braten

Dicke und Zeit je nach Schnitzelart

SchnitzelDicke nach dem KlopfenBratzeit pro Seite
Kalbsschnitzel (Wiener Art)3–4 mm1,5 bis 2 Minuten
Schweineschnitzel4–5 mm2 bis 3 Minuten
Pouletschnitzel4–5 mm2 bis 3 Minuten
Plätzli, Geschnetzeltes5–8 mm1 bis 2 Minuten

Kalbfleisch gibt es saisonal im Shop. Alternativ funktioniert die Technik mit Schweineschnitzel oder dünnen Rindsschnitzeln.

Fehler beim Schnitzelklopfen

FehlerFolgeRichtig
Ohne Folie klopfenFleisch klebt und reisstimmer Folie oder Beutel dazwischen
Zu stark geklopftLöcher und trockene Rändernur bis 3 bis 4 mm, von der Mitte arbeiten
Rand nicht eingeschnittenSchnitzel krümmt sich in der PfanneRandhaut 2 bis 3 mal einkerben
Zu früh geklopftSaftverlust beim Liegendirekt vor dem Braten klopfen

Warum klopft man Schnitzel?

Durch das Klopfen werden die Muskelfasern gelockert und das Schnitzel wird gleichmässig dünn. Das Ergebnis: es gart in 1 bis 2 Minuten pro Seite durch, bleibt zart und bekommt eine gleichmässige Panade ohne dicke und dünne Stellen.

Ein ungeklopftes Schnitzel bräunt an der dünnen Stelle schon dunkel, während die dicke Stelle innen noch roh ist. Die Klopferei ist also keine Show, sondern Physik.

Womit klopft man am besten?

Klassisch mit der flachen Seite des Fleischklopfers, dem sogenannten Plattiereisen. Die gezahnte Seite verwendet man für zähere Stücke, beim Schnitzel reicht die glatte.

Kein Klopfer im Haus? Der flache Boden einer kleinen, schweren Pfanne funktioniert genauso gut. Auch ein schweres Schneidebrett oder eine leere Weinflasche mit flachem Boden tut es im Notfall.

Warum liegt Folie über dem Schnitzel?

Die Folie verhindert zwei Dinge: das Fleisch klebt nicht am Klopfer, und es reisst nicht, weil der Schlag über die Folie gleichmässig verteilt wird.

Ein aufgeschnittener Gefrierbeutel funktioniert sogar besser als dünne Folie, weil er robuster ist und nicht falzt.

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Klopft man auch panierte Schnitzel?

Geklopft wird immer vor dem Panieren, nie danach. Die Reihenfolge ist: parieren, klopfen, salzen, panieren, sofort braten.

Die Panade wird erst nach dem Klopfen aufgelegt. Auf einem geklopften, gleichmässigen Schnitzel haftet sie besser und bildet die bekannte Wellenstruktur, wenn sie sich souffliert.

Was ist der Unterschied zwischen Schnitzel und Plätzli?

Beide werden geklopft, aber in verschiedene Dicken: das Schnitzel auf 3 bis 4 mm für die Panade, das Plätzli auf 5 bis 8 mm und es bleibt un-paniert.

Kalbfleisch gibt es saisonal im Shop. Für Plätzli und Geschnetzeltes funktioniert auch Schweineschnitzel oder dünnes Rindsschnitzel genauso.

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Häufige Fragen

Wie dick klopft man ein Schnitzel?

Auf 3 bis 4 mm gleichmässige Dicke, von der Mitte zum Rand. Nicht dünner, sonst wird es trocken und reisst.

Muss man beim Schnitzelklopfen Folie verwenden?

Ja, unbedingt. Ohne Folie klebt das Fleisch am Klopfer und reisst. Ein aufgeschnittener Gefrierbeutel funktioniert am besten.

Kann man Schnitzel ohne Fleischklopfer klopfen?

Ja, mit dem flachen Boden einer kleinen, schweren Pfanne oder einem schweren Schneidebrett.

Warum zieht sich das Schnitzel in der Pfanne zusammen?

Weil die Randhaut nicht eingeschnitten wurde. Die äussere Haut am Rand 2 bis 3 mal einkerben, dann bleibt das Schnitzel flach.

Wann klopft man das Schnitzel?

Direkt vor dem Panieren oder Anbraten. Geklopftes Fleisch verliert beim Liegen Saft und wird trocken.