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Rezept

Saftplätzli vom Rind mit Muskatnuss und Zitrone

Das Schweizer Wirtshausgericht schlechthin: kleine, rosa gebratene Fleischstücke in einer leichten Jus-Sauce, gewürzt mit Muskatnuss und einem hellen Zitronen-Finish.

Saftplätzli vom Rind in heller Jus-Sauce, angerichtet mit Petersilie und Zitrone
  1. Braten60–90 Sek/Seite
  2. Saucehelle Jus
Saftplätzli bleiben innen rosa: nur kurz braten und in der Sauce ziehen lassen.

Kurz erklärt

600 g zartes Rindfleisch (Huft, Filet oder Nierstück) in 3 cm grosse, 1 cm dicke Plätzli schneiden und portionsweise in heissem Öl je Seite 60 bis 90 Sekunden scharf anbraten. Bratensatz mit 200 ml Bouillon und 1 dl Rahm ablöschen, mit Muskatnuss und Zitronenzesten abschmecken, Plätzli 2 Minuten in der Sauce ziehen lassen.

  • Welches Fleisch für Saftplätzli?
  • Beilagen zu Saftplätzli
  • Saftplätzli: typische Probleme

Portionen

4 Personen

Vorbereitung

15 Min.

Zubereitung

15 Min.

Zutaten

  • 600 gzartes Rindfleisch: Huft, Filet oder Nierstück
  • 2 ELÖl zum Braten
  • 1Schalotte, fein gewürfelt
  • 200 mlRindsbouillon
  • 1 dlRahm
  • 1 TLSpeisestärke, in kaltem Wasser angerührt
  • 1/2 TLfrisch geriebene Muskatnuss
  • 1Biozitrone, Zesten plus 1 TL Saft
  • Salz und weisser Pfeffer
  • 1 ELgehackte Peterli

Zubereitung

  1. 1

    Plätzli schneiden

    600 g Rindfleisch quer zur Faser in etwa 3 cm grosse und 1 cm dicke Plätzli schneiden. Leicht mit Salz und weissem Pfeffer würzen und bei Raumtemperatur bereitstellen.

    Plätzli schneiden
  2. 2

    Scharf anbraten

    2 EL Öl in einer grossen Pfanne stark erhitzen, bis es schimmert. Die Plätzli portionsweise je Seite 60 bis 90 Sekunden anbraten, bis sie aussen braun und innen noch rosa sind. Herausnehmen und warm stellen.

    Scharf anbraten
  3. 3

    Sauce ansetzen

    Schalotte im Bratensatz 1 Minute andünsten, mit 200 ml Bouillon ablöschen und auf die Hälfte einkochen. 1 dl Rahm zugiessen und mit der angerührten Speisestärke leicht binden.

    Sauce ansetzen
  4. 4

    Mit Muskat und Zitrone abschmecken

    Die Sauce mit 1/2 TL frisch geriebener Muskatnuss, den Zitronenzesten und 1 TL Zitronensaft würzen. Mit Salz und weissem Pfeffer abschmecken: sie soll hell und fein würzig schmecken, nicht schwer.

    Mit Muskat und Zitrone abschmecken
  5. 5

    Plätzli ziehen lassen

    Die angebratenen Plätzli mit dem austretenden Fleischsaft in die Sauce geben und bei kleinster Hitze 2 Minuten ziehen lassen, bis sie durchgewärmt und rosa sind. Mit Peterli bestreuen und sofort servieren.

    Plätzli ziehen lassen
Bratzeit
2–3 Min
rosa Kern
Fleisch
Huft, Filet, Nierstück
zarte Stücke
Würze
Muskat & Zitrone
klassisch Schweizer
Total
25 Min
schneller Wirtshausklassiker

Welches Fleisch für Saftplätzli?

StückCharakterHinweis
Huftzart, mild, klassischdie erste Wahl, quer zur Faser schneiden
Filetam zartesten, edelteuerster Weg, sehr kurz braten
Nierstückschlank, feinfaseriggut für feine, gleichmässige Plätzli
Entrecôtemarmoriert, saftigetwas kerniger im Biss

Kein Schmor- oder Siedfleisch nehmen: Saftplätzli braten nur 2 bis 3 Minuten und brauchen ein zartes Stück.

Beilagen zu Saftplätzli

BeilageStilHinweis
Reisklassischnimmt die helle Sauce auf
Spätzli oder Nudelnwirtshausdas Original im Restaurant
Röstideftiggut für die Sauce
Butterspätzli und Marktgemüseleichtfür ein feineres Gericht

Saftplätzli: typische Probleme

ProblemUrsacheLösung
Fleisch grau und trockenzu lange gebraten oder ziehen lassenje Seite 60 bis 90 Sekunden, in der Sauce nur 2 Minuten wärmen
Sauce zu dünnnicht genug eingekochtoffen reduzieren oder 1 TL Speisestärke einrühren
Sauce flocktRahm zu heiss gekochtnur leise köcheln, nicht aufkochen
Fleisch zähfalsches Stück oder mit der Faser geschnittenzartes Stück nehmen und quer zur Faser schneiden

Was sind Saftplätzli?

Saftplätzli sind ein Schweizer Wirtshausklassiker: kleine, flache Fleischstücke vom Rind, die sehr kurz scharf angebraten und in einer hellen Jus-Sauce serviert werden. Der Name sagt es: sie sollen saftig bleiben, innen rosa.

In der Deutschschweiz stehen sie auf jeder gut bürgerlichen Karte, oft mit Reis oder Spätzli. Der Charakter ist feiner als ein Geschnetzeltes: weniger Sauce, mehr Fleisch.

Warum Muskatnuss und Zitrone?

Muskatnuss ist die klassische Würze der Schweizer hellen Fleischsaucen: sie gibt Tiefe, ohne die Sauce dunkel oder schwer zu machen. Frisch gerieben schmeckt sie deutlich feiner als Pulver aus dem Glas.

Die Zitrone bringt die Frische, die eine helle Rahmjus braucht. Nur die Zesten und ein Teelöffel Saft: zu viel Säure würde die Rahm-Sauce ausflocken lassen.

Woran erkenne ich, dass die Plätzli rosa bleiben?

An der Zeit: 60 bis 90 Sekunden pro Seite bei 1 cm Dicke reicht. Wer länger brät, zieht den Saft aus dem Fleisch.

In der Sauce wärmen sie in 2 Minuten bei kleinster Hitze durch, ohne nachzugaren. Der Kern soll rosa bleiben, das ist das ganze Konzept.

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Was unterscheidet Saftplätzli von Geschnetzeltem?

Beim Geschnetzeltem wird das Fleisch in feine Streifen geschnitten und vollständig in einer Rahmsauce gekocht. Saftplätzli bleiben als ganze Stücke sichtbar und werden nur angebraten und kurz in einer hellen Jus gewärmt.

Saftplätzli brauchen besseres Fleisch, weil sie kaum garen: Huft, Filet oder Nierstück statt Geschnetzeltes aus der Hufte.

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Häufige Fragen

Welches Fleisch brauche ich für Saftplätzli?

Ein zartes Stück: Huft, Filet oder Nierstück vom Rind. Kein Schmorfleisch, weil die Plätzli nur 2 bis 3 Minuten braten.

Wie bleiben die Plätzli saftig?

Nur 60 bis 90 Sekunden pro Seite scharf anbraten und danach in der heissen Sauce maximal 2 Minuten ziehen lassen. Innen sollen sie rosa bleiben.

Geht das Rezept auch mit Schwein oder Poulet?

Ja: Schweinsfilet oder Pouletbrust funktionieren gleich, aber die Bratzeit steigt auf 2 bis 3 Minuten pro Seite und das Fleisch soll ganz durch sein.

Warum flockt meine Sauce?

Zu viel Säure oder zu hohe Hitze: nur Zesten und wenig Zitronensaft verwenden und die Sauce nie sprudelnd kochen lassen.

Kann ich Saftplätzli vorbereiten?

Kaum: die Plätzli werden beim Aufwärmen grau. Besser alle Zutaten bereitlegen und in 25 Minuten frisch kochen.