Rezept
Russische Frikadellen, bei uns auch Buletten oder Fleischküchlein genannt: die saftigste Art, Hackfleisch zu einem Familiengericht zu machen.

Für russische Frikadellen wird Hackfleisch (gemischt oder Rind) mit eingeweichtem Brot, Ei, fein gewürfelter Zwiebel, Senf und Petersilie verknetet, zu Küchlein geformt und in der Pfanne je Seite 4 bis 5 Minuten gebraten. Das eingeweichte Brot macht sie besonders saftig.
Portionen
4 Personen (ca. 12 Küchlein)
Vorbereitung
20 Min.
Zubereitung
15 Min.
Brot einweichen
Das Brot in Milch einweichen, 10 Minuten ziehen lassen und gut ausdrücken.

Masse kneten
Hackfleisch mit Brot, Ei, Zwiebel, Senf, Petersilie und Gewürzen gut verkneten, bis die Masse geschmeidig ist.

Formen
Mit feuchten Händen Küchlein von rund 70 g formen und leicht flach drücken.

Braten
In heissem Öl oder Butterschmalz je Seite 4 bis 5 Minuten bei mittlerer Hitze braten, bis die Küchlein braun und durch sind (72 °C).

Servieren
Klassisch mit Kartoffelsalat, Rösti oder aufs Brot. Auch kalt sehr gut.

| Name | Besonderheit | Herkunft |
|---|---|---|
| Russische Frikadelle | eingeweichtes Brot, Zwiebel, Senf | Osteuropa / Schweiz |
| Bulette | wie die russische Frikadelle, oft grösser | Berlin |
| Hacktätschli | klein und flach, mit Rahmsauce | Schweiz |
| Köttbullar | klein, mit Rahmsauce und Preiselbeeren | Schweden |
| Fleischküchlein | mit Ei und Semmel, mild gewürzt | Süddeutschland |
Die Schweizer Version heisst Hacktätschli: kleiner, flacher, oft mit Rahmsauce serviert. Das Rezept bleibt dasselbe.
Das eingeweichte Brot bindet Feuchtigkeit in der Masse und verhindert, dass das Fleischeiweiss beim Braten eine feste Kruste bildet. So bleiben die Küchlein innen weich und saftig.
Paniermehl funktioniert auch, macht die Küchlein aber etwas fester. Wer ein fluffiges Ergebnis will, weicht Brot in Milch ein.
Die Begriffe sind regional verschieden, das Gericht dasselbe: Hackfleisch mit Einlage aus Brot, Ei und Zwiebel, flach geformt und gebraten.
In der Schweiz heisst das kleine Flache Hacktätschli, in Berlin Bulette, in Russland Kotlety. Die russische Variante wird oft etwas dicker und saftiger gemacht.
Drei Regeln: genug Fett im Hackfleisch (mindestens 15 %), eingeweichtes Brot statt trockenem Paniermehl und nicht zu lange braten.
Wer die Masse eine halbe Stunde ruhen lässt, formt leichter, weil das Brot die Feuchtigkeit verteilt.
Ja, gebratene Frikadellen lassen sich gut einfrieren und halten sich rund 3 Monate. Zum Aufwärmen im Ofen bei 150 °C oder in der Sauce erwärmen.
Roh eingefroren geht auch: Die geformten Küchlein einzeln anfrieren, dann gemeinsam verpacken. Vor dem Braten auftauen.

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Gemischt Rind/Schwein ist der Klassiker. Nur Rind geht auch, wird etwas trockener.
Je Seite 4 bis 5 Minuten bei mittlerer Hitze, Kerntemperatur 72 °C.
Zu wenig Bindung: Mehr Brot oder ein zweites Ei hilft. Auch zu wenig Kneten ist ein Grund.
Ja, mit Haferflocken, Reis oder Zucchini. Die Konsistenz wird etwas fester.