Rezept
Die Suppe, die in jeder Schweizer Küche gehört: ein Sud aus Suppenfleisch und Knochen, serviert mit der Einlage deiner Wahl, von Flädli bis Griesklösschen.

Für eine kräftige Rindfleischsuppe 800 g Suppenfleisch mit 500 g Knochen in 2,5 l Wasser kalt ansetzen, aufkochen, abschäumen und 2,5 Stunden sanft sieden, das Suppengemüse die letzte Stunde mitgeben. Abseihen, entfetten, mit Salz abschmecken und mit einer Einlage servieren: Flädlistreifen, Griesklösschen, Suppennudeln oder das klein gewürfelte Suppengemüse.
Portionen
4 bis 6 Personen
Vorbereitung
20 Min.
Zubereitung
2 Std. 30 Min.
Kalt ansetzen
Fleisch und Knochen in einen grossen Topf legen und mit 2,5 l kaltem Wasser bedecken. Langsam aufkochen und in den ersten 10 bis 15 Minuten den Schaum sorgfältig abschöpfen. Der kalte Ansatz macht die Suppe klar und kräftig.

Zwiebel rösten für die Farbe
Die halbierte Zwiebel mit der Schnittfläche in einer trockenen Pfanne 4 bis 5 Minuten dunkelbraun rösten und in den Sud geben. Mit Pfefferkörnern, Lorbeer, Nelken und Peterli-Stielen würzen. Offen bei kleiner Hitze 1,5 Stunden sieden.

Suppengemüse mitgeben
Rüebli, Sellerie und Lauch in den Topf geben und weitere 1 Stunde sieden. Die Suppe darf nur sanft köcheln, dann bleibt sie klar und das Gemüse hält die Form.

Abseihen und abschmecken
Die Suppe durch ein feines Sieb giessen. Fleisch herausnehmen, für einen Fleischsalat oder zum Würfeln beiseitestellen. Das Gemüse kann klein gewürfelt als Teil der Einlage zurück in die Suppe. Jetzt erst mit Salz und Muskatnuss abschmecken.

Einlage garen und servieren
Die Einlage separat zubereiten: Suppennudeln in Salzwasser 6 bis 8 Minuten garen, Flädli in Streifen schneiden, Griesklösschen nach Packungsangabe in Brühe ziehen lassen. In tiefen Tellern anrichten, die heisse Suppe darübergiessen und mit Schnittlauch bestreuen.

| Einlage | Zubereitung | Charakter |
|---|---|---|
| Flädlistreifen | Pfannkuchen aus 1 Ei, 2 EL Mehl, 4 EL Milch, in Streifen | die Schweizer Art, schnell gemacht |
| Suppennudeln | 6 bis 8 Minuten in Salzwasser | bei Kindern beliebt |
| Griesklösschen | Gries mit Butter und Ei, 15 Minuten ziehen lassen | fein und sämig, österreichische Schule |
| Gemüsewürfel | das Suppengemüse aus dem Sud, klein geschnitten | die ehrlichste Einlage |
Einlagen immer separat garen und erst im Teller mit der Suppe übergiessen, sonst trüben sie die Bouillon.
| Problem | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Suppe ist trüb | zu stark gekocht oder nicht geschöpft | nächstes Mal langsamer sieden, heute: durch ein Tuch seihen |
| Suppe schmeckt dünn | zu wenig Knochen oder zu kurz gesiedet | mit einem Schuss eingekochtem Sud oder Fond verstärken |
| Suppe zu fett | Fett nicht abgenommen | kalt stellen und die Fettschicht abheben oder mit Küchenpapier von der Oberfläche ziehen |
Im Schweizer Sprachgebrauch ist die Bouillon der klare Sud, die Brühe dasselbe Wort auf Deutsch. Die Suppe ist das angerichtete Gericht: Bouillon plus Einlage.
Für eine kräftige Suppe nimmst du Fleisch und Knochen zusammen: das Fleisch gibt den Geschmack, die Knochen die Gelatine und den Körper.
Eine heisse, klare Fleischsuppe wärmt und stärkt ohne schwer zu machen. In der Schweizer Hausküche ist sie das traditionelle Vorspeisen-Gericht an Feiertagen und der Start für den Sonntagstisch.
Gleichzeitig liefert der Ansatz automatisch Siedfleisch für den Hauptgang oder einen Salat am nächsten Tag. Aus einem Topf werden zwei Mahlzeiten.
Die drei Regeln: kalt ansetzen, Schaum in den ersten 15 Minuten abschöpfen und danach nur sanft sieden, nie kochen. Ein Tuch im Sieb macht die Suppe zusätzlich klar.
Die Profi-Methode ist das Klären mit Eiweiss und Hackfleisch (Clarification), das lohnt sich aber nur für festliche Anlässe.
Das ausgelöste Fleisch hat noch genug Geschmack für einen zweiten Auftritt: klein gewürfelt als Einlage zurück in die Suppe, als Siedfleischsalat oder in Bouletten weiterverarbeitet.
Wer mag, isst es klassisch als Hauptgang mit Meerrettich und Gschwellti direkt aus dem Sud.
Ja, sie ist sogar besser aufgewärmt. Abgedeckt hält sie sich 3 bis 4 Tage im Kühlschrank, und die erkaltete Fettschicht schützt sie zusätzlich.
Einlegen immer frisch dazugeben. Die Suppe selbst lässt sich portionsweise 3 Monate einfrieren.

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Mitmachen ist gratis, ohne Kauf.
Die Gewinnerinnen und Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Teilnahmebedingungen
Mindestens 2,5 Stunden bei kleiner Hitze. Für noch mehr Kraft 3 bis 4 Stunden oder mit mehr Knochen arbeiten.
Der Schweizer Klassiker sind Flädlistreifen. Griesklösschen sind feiner, Suppennudeln die Familienversion. Immer separat garen.
Für den schnellen Alltag ja, aber sie ersetzt nicht die Tiefe eines selbst angesetzten Suds. Mit Suppengemüse und Fleisch 30 Minuten aufgießen wird sie deutlich besser.
Zu viel Wasser, zu wenig Fleisch und Knochen oder zu kurze Zeit. Für 2,5 l Wasser mindestens 800 g Fleisch und 500 g Knochen einrechnen.
Sehr gut: abseihen, abkühlen und portionsweise einfrieren. Die Einlage immer frisch zugeben, Nudeln in der gefrorenen Suppe werden matschig.