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Beim Metzger fragst du diesmal nicht nach dem Filet, sondern nach einem Stück für den Sonntagsbraten und Knochen für kräftige Bouillon. Nose to Tail macht aus weniger bekannten Stücken neue Lieblingsgerichte.

Nose to Tail heisst auf Deutsch sinngemäss «vom Schnörli bis zum Schwänzli». In der Küche meint es, verschiedene genusstaugliche Stücke eines Tieres zu verwenden, nicht buchstäblich jedes Teil. Frage die Metzgerei nach Zuschnitt, Lagerung und einer passenden Garmethode.
| Stückgruppe | Beispiele | Passende Methode |
|---|---|---|
| Schmorstücke | Schulter, Federstück, Haxe | Langsam schmoren |
| Siedfleisch | Brust, Zunge | Sanft in Bouillon garen |
| Innereien | Leber, Herz | Je nach Stück kurz braten oder schmoren |
| Knochen | Markbein, Suppenknochen | Rösten oder für Bouillon auskochen |
Nur genusstaugliche und fachgerecht verarbeitete Teile gehören in die Küche.
| Stück | Einstieg | Richtzeit | Garprobe |
|---|---|---|---|
| Rindsvoressen aus Schulter | Anbraten und zugedeckt schmoren | 2,5 bis 3 Stunden | Mit der Gabel leicht teilbar |
| Rinderzunge | Sanft in Bouillon garen | Etwa 2 bis 3 Stunden | Haut lässt sich nach dem Garen lösen |
| Rindsleber | In gleichmässige Scheiben schneiden und kurz braten | Etwa 2 bis 3 Minuten pro Seite | Innen saftig, zum Schluss salzen |
| Mark- oder Suppenknochen | Rösten und für Bouillon auskochen | 45 Minuten rösten, danach mehrere Stunden köcheln | Kräftige Brühe, Knochen nicht verzehren |
Zeiten sind Richtwerte und hängen von Stückgrösse und Zuschnitt ab. Bei Innereien Lagerhinweise und Verbrauchsdatum beachten.
Nose to Tail heisst wörtlich «von der Nase bis zum Schwanz» und wird in der Schweiz oft als «vom Schnörli bis zum Schwänzli» wiedergegeben. Gemeint ist, möglichst viele genusstaugliche Teile eines Tieres in der Küche zu nutzen.
Das ist kein Auftrag, jedes Gewebe zu essen. Nur fachgerecht verarbeitete und zugelassene Lebensmittel gehören auf den Teller; Hygiene und sichere Lagerung bleiben Voraussetzung.
Der praktische Schritt ist, neben Filet und Entrecôte auch Schmorstücke, Knochen oder Innereien in Betracht zu ziehen. Die Metzgerei kann erklären, wie ein weniger vertrauter Zuschnitt vorbereitet wird.
Die verschiedenen Teile schmecken und fühlen sich unterschiedlich an: Knochen geben einer Bouillon Körper, Schulter wird beim Schmoren mürbe, und Leber bringt ein kräftiges Aroma. Dadurch kann ein Menü abwechslungsreicher werden als mit lauter kurz gebratenen Steaks.
Beliebte Edelstücke sind nur ein Teil des Tieres. Wer auch Suppen-, Schmor- und Nebenstücke nachfragt, hilft, die Auswahl breiter zu nutzen, statt nur wenige Zuschnitte einzuplanen.
Für den ersten Versuch reicht eine kleine Menge. Serviere sie mit vertrauten Beilagen wie Rösti oder Kartoffeln, damit ein neues Aroma den Teller ergänzt und nicht das ganze Essen bestimmt.
Wähle ein vertrautes Gericht und tausche nicht gleichzeitig Rezept und Zuschnitt aus. Rindsvoressen aus Schulterwürfeln oder eine Knochenbouillon lassen sich mit einer bekannten Kochweise beginnen.
Bitte die Metzgerei um den genauen Namen des Stücks, einen passenden Zuschnitt und eine Garprobe. In der Tabelle stehen Einstiege für Voressen, Zunge, Leber und Knochen; die angegebenen Zeiten sind Richtwerte, keine Ersatzprobe.
Wenn du ein Tier teilst, plane die Verteilung vor der Bestellung: Wie viele Braten, Steaks, Schmorstücke und Knochen passen in Kühlschrank und Tiefkühler? So lässt sich die Auswahl besser nutzen, als erst nach der Lieferung Platz zu suchen.
Innereien rasch kühlen, abgedeckt getrennt von verzehrfertigen Lebensmitteln aufbewahren und das Verbrauchsdatum beachten. Verwende ein eigenes Brett und reinige Hände, Messer und Arbeitsfläche nach dem Kontakt mit roher Ware.
Wenn du sie nicht zeitnah verarbeitest, portioniere Innereien und Knochen, verpacke sie luftdicht und beschrifte Inhalt und Datum. Taue gefrorene Innereien langsam im Kühlschrank auf und bereite sie danach zeitnah zu.
Roh aufgetaute Innereien nicht erneut einfrieren. Bei beschädigter Verpackung, überschrittenem Verbrauchsdatum oder unklarer Lagerung frag die Metzgerei, statt die Sicherheit nur nach dem Geruch zu beurteilen.
Baue das Menü um eine vertraute Hauptspeise und ergänze ein neues Teilstück in kleiner Menge. Eine kräftige Knochenbouillon kann den Auftakt bilden, danach passt ein langsam geschmortes Schulterstück mit Polenta oder Kartoffeln.
Für einen Apéro eignen sich Markbein auf geröstetem Brot oder eine kleine Portion Leber mit Zwiebeln. Das bringt verschiedene Texturen auf den Tisch, ohne dass Gäste gleich ein ganzes Gericht aus einem ungewohnten Stück essen müssen.
Bereite Brühe und Schmorgericht früher zu; empfindliche Innereien garst du erst kurz vor dem Servieren. So bleibt der Ablauf übersichtlich und jede Zutat kommt mit passender Textur auf den Teller.

Innereien vom Rind
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Markbein im Ofen
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Rindsvoressen Rezept
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Knochenbrühe selber machen
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Rind teilen
CHF 199.00
Jeden Monat ziehen wir unter allen Abonnentinnen und Abonnenten ein Fleischpaket. Dazu melden wir uns, sobald das nächste Rind geteilt wird.
Mitmachen ist gratis, ohne Kauf.
Die Gewinnerinnen und Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Teilnahmebedingungen
Sinngemäss «vom Schnörli bis zum Schwänzli»: möglichst viele genusstaugliche Teile eines Tieres verwenden.
Nein. Auch Schmorstücke, Siedfleisch, Abschnitte und Knochen gehören zu den möglichen Zuschnitten.
Rindsvoressen aus Schulterwürfeln nutzt eine vertraute Schmorweise und passt zu Kartoffeln oder Polenta.
Nein. Nur zugelassene und fachgerecht verarbeitete Lebensmittel gehören in die Küche.
Ja, portionsweise und luftdicht verpackt; nach dem Auftauen im Kühlschrank zeitnah verarbeiten.
Schneide sie gleichmässig und brate sie kurz; salze erst am Schluss.
Röste Mark- oder Suppenknochen und koche daraus eine kräftige Bouillon.
Sie sollten rasch gekühlt und zeitnah nach Verbrauchsdatum und Metzgerei-Angaben verarbeitet werden.