Rezept
Die Lasagne alla Romagnola ist die üppige Schwester der Bolognese: kleine Hackbällchen, Erbsen und gekochte Eier zwischen den Schichten.

Die Lasagne alla Romagnola wird mit einem einfachen Ragù, winzigen gebratenen Hackbällchen, Erbsen, gekochten Eiern und Béchamel geschichtet und bei 180 °C rund 30 Minuten gebacken. Sie ist fester und üppiger als die klassische Bolognese und ein typisches Festtagsgericht der Romagna.
Portionen
6 Personen
Vorbereitung
45 Min.
Zubereitung
1 Std. 30 Min.
Ragù
Gemüse in Öl weich dünsten, 250 g Hackfleisch krümelig braten, mit Rotwein ablöschen. Tomaten und Bouillon angiessen, 1 bis 1,5 Stunden schmoren. Erbsen am Schluss dazugeben.

Hackbällchen
Restliches Hackfleisch mit Ei, Brösel, Petersilie, Salz und Pfeffer verkneten. Haselnussgrosse Bällchen formen und in der Pfanne rundum anbraten.

Béchamel
Butter schmelzen, Mehl einrühren, Milch nach und nach einrühren, bis die Sauce glatt ist. Mit Salz und Muskatnuss abschmecken.

Schichten
Abwechselnd Béchamel, Nudelplatte, Ragù, einige Hackbällchen, Erbsen, gewürfelte Eier und Parmesan schichten. Zuoberst Béchamel und Parmesan.

Backen
Bei 180 °C 30 bis 35 Minuten backen. 10 Minuten ruhen lassen vor dem Servieren.

| Punkt | Bolognese | Romagnola |
|---|---|---|
| Fleisch | eine Ragù-Sauce | Ragù plus kleine Hackbällchen |
| Extras | keine | Erbsen und gekochte Eier |
| Charakter | elegant und sämig | üppig und festlich |
| Region | Bologna | Romagna (Rimini, Forlì) |
In der Romagna gehört die Lasagne zum Familienfest und zum Sonntagstisch. Die Version mit Bällchen ist dort die Regel, nicht die Ausnahme.
Die kleinen Bällchen aus gewürztem Hackfleisch sind das Markenzeichen der Romagnola. Sie bleiben saftig und geben der Lasagne eine zweite Fleischtextur neben dem Ragù.
Wichtig: die Bällchen klein halten (haselnussgross), sonst zerfallen sie beim Schichten.
Beides gehört zur Tradition der Romagna und macht die Lasagne üppiger. Die Erbsen bringen Süsse, das Ei Bindung und ein feines Sättigungsgefühl.
Wer mag, lässt die Eier weg. Die Erbsen sollten aber bleiben, sie sind Teil des Charakters.
Die Romagnola ist von Natur aus fester als die Bolognese, weil sie mehr Einlagen enthält und weniger Sauce pro Schicht braucht.
Trotzdem gilt: nach dem Backen 10 Minuten ruhen lassen, dann schneiden. Vorbereiten kann man sie einen Tag vorher.
Die Romagna ist die südliche Nachbarregion der Emilia, in der Bologna liegt. Dort wurde die Lasagne ländlicher und üppiger, mit Zutaten, die jeder Hof hatte: Hackfleisch, Erbsen, Eier.
In der Schweiz passt die Romagnola zum Familienessen und zum Festtagsessen, weil sie sich gut vorbereiten lässt und satt macht.

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Eine Lasagne aus der Romagna mit Ragù, kleinen Hackbällchen, Erbsen, gekochten Eiern und Béchamel.
Haselnussgross, ca. 2 cm, damit sie zwischen den Schichten nicht zerfallen.
Ja, ungebacken hält sie einen Tag im Kühlschrank. Vor dem Servieren backen.
Die Romagnola hat Hackbällchen, Erbsen und Ei als Einlage; die Bolognese nur Ragù und Béchamel.