Rezept
Die echte Lasagne alla Bolognese besteht aus grünen Nudelplatten, langsam gekochtem Ragù und Béchamel. Ganz anders als die bekannte Auflauf-Variante.

Die echte Lasagne alla Bolognese enthält ein Ragù aus Hackfleisch, Pancetta, Gemüse, Weisswein und Milch, das 2 bis 3 Stunden simmern muss. Es wird mit Béchamel und dünnen, traditionell grünen Nudelplatten geschichtet und bei 180 °C rund 30 Minuten gebacken.
Portionen
6 Personen
Vorbereitung
30 Min.
Zubereitung
2 Std. 30 Min.
Ragù ansetzen
Pancetta auslassen, Gemüse 10 Minuten weich dünsten. Hackfleisch dazugeben und krümelig braten.

Ablöschen
Mit Weisswein ablöschen, einkochen lassen. Milch dazugeben und wieder einkochen.

Schmoren
Tomaten und Bouillon angiessen, aufkochen und 2 bis 3 Stunden auf kleinster Stufe offen simmern, bis das Ragù sämig ist. Salzen und pfeffern.

Béchamel
Butter schmelzen, Mehl einrühren und kurz anschwitzen. Milch nach und nach einrühren, bis eine glatte Sauce entsteht. Mit Salz und Muskatnuss abschmecken.

Schichten
Form leicht buttern. Abwechselnd dünn Béchamel, Nudelplatte, Ragù, Parmesan schichten, 5 bis 6 Lagen. Zuoberst Béchamel und Parmesan.

Backen
Bei 180 °C Ober-/Unterhitze 30 bis 35 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun ist. 10 Minuten ruhen lassen vor dem Anschneiden.

| Variante | Unterschied | |
|---|---|---|
| Original Bologna | grüne Nudeln (mit Spinat), Ragù mit Milch, wenig Tomate, Béchamel statt Käsesauce | |
| Schweizer Familienversion | weisse Nudeln, kräftigere Tomatensauce, oft mehr Käse obendrauf | |
| Romagnola | mit kleinen Hackbällchen, Erbsen und Ei | siehe eigenes Rezept |
In Bologna schützt die Handelskammer das Original seit 1982: das Ragù enthält Milch statt viel Tomate und wird 2 bis 3 Stunden geschmort.
Die Milch mildert die Säure der Tomaten und des Weins und macht das Ragù cremiger. Das ist der grosse Unterschied zur schweizerischen Version, die oft tomatiger und kräftiger ist.
Traditionell wird die Milch nach dem Wein zugegeben und eingekocht, bevor die Tomaten dazukommen.
In Bologna wird der Nudelteig mit Spinat gefärbt. Die grünen Plättli sind ein Zeichen der Originalversion; sie schmecken etwas erdiger und halten die Sauce besser.
Weisse Plättli sind in der Schweiz üblicher und schmecken genauso gut. Wichtig ist nur, dass sie dünn sind und die Sauce aufnehmen können.
Bei frischen oder dünnen getrockneten Plättli: nein. Die Feuchtigkeit aus Ragù und Béchamel reicht zum Garen, wenn die Schichten nicht zu trocken sind.
Wer auf Nummer sicher geht oder dicke Plättli benutzt, blanchiert sie 2 Minuten in Salzwasser und lässt sie auf einem Tuch abtropfen.
Frisch aus dem Ofen ist die Lasagne flüssig: Beim Schneiden läuft sie auseinander. Zehn Minuten Ruhe lassen die Saucen binden und die Schichten setzen.
Lasagne lässt sich gut vorbereiten: ungebacken im Kühlschrank hält sie einen Tag, gebacken sogar zwei.

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Grüne Nudelplatten, Ragù mit Milch und wenig Tomate, Béchamel, Parmesan. Keine Käsesauce, kein Mozzarella.
Mindestens 2 Stunden, besser 3, bei kleinster Hitze.
Ja, ungebacken oder gebacken. Ungebacken direkt aus dem Tiefkühler mit ca. 15 Minuten mehr Zeit backen.
Original: trockener Weisswein. Rotwein ist die häufige Variante, schmeckt kräftiger.