Rezept

Gewürfelter Schweinsbraten im Eintopf

Das ideale Restegericht: kalter Schweinsbraten vom Vortag wird gewürfelt und in einem herzhaften Eintopf mit Kartoffeln, Gemüse und Bratensauce ein zweites Mal heiss gemacht.

Eintopf mit gewürfeltem Schweinsbraten, Kartoffeln und Suppengemüse in dunkler Sauce
  1. Schmoren25 Min
  2. Fleischnur wärmen
Der Braten ist schon gar: er wird nur noch heiss gezogen, nicht weitergar.

Kurz erklärt

500 g kalten Schweinsbraten in 2 cm Würfel schneiden. Zwiebel, Rüebli, Sellerie und 500 g Kartoffelwürfel in Bratensatz oder Öl anschwitzen, mit 800 ml Bouillon oder Bratenjus ablöschen und 15 Minuten schmoren. Fleischwürfel und Wirz zugeben, 10 Minuten heiss ziehen lassen und mit Senf, Salz und Pfeffer abschmecken.

Portionen

4 Personen

Vorbereitung

15 Min.

Zubereitung

25 Min.

Zutaten

  • 500 gkalter Schweinsbraten vom Vortag, in 2 cm Würfeln
  • 1 ELÖl oder Bratensatz vom Braten
  • 1Zwiebel, in Halbringen
  • 2Rüebli, in Würfeln
  • 100 gKnollensellerie, in Würfeln
  • 500 gfestkochende Kartoffeln, in 2 cm Würfeln
  • 1 ELTomatenpüree
  • 800 mlBouillon oder aufgefangener Bratenjus
  • 200 gWirz oder Weisskabis, in Streifen
  • 1 ELSenf, mittelscharf
  • 1 TLMajoran oder Thymian
  • Salz und schwarzer Pfeffer
  • 1 ELgehackte Peterli zum Servieren

Zubereitung

  1. 1

    Braten würfeln

    500 g kalten Schweinsbraten aus dem Kühlschrank nehmen und in saubere 2 cm Würfel schneiden. Kalt schneidet er sich am saubersten. Beiseitestellen: er kommt erst am Schluss in den Topf.

    Braten würfeln
  2. 2

    Gemüse anschwitzen

    Zwiebel, Rüebli und Sellerie in 1 EL Öl oder aufgefangenem Bratensatz 5 Minuten anschwitzen. Tomatenpüree einrühren und 2 Minuten rösten, bis es dunkel duftet.

    Gemüse anschwitzen
  3. 3

    Kartoffeln schmoren

    Kartoffelwürfel zugeben, mit 800 ml Bouillon oder Bratenjus ablöschen und zugedeckt 15 Minuten köcheln, bis die Kartoffeln weich sind.

    Kartoffeln schmoren
  4. 4

    Fleisch und Wirz zugeben

    Bratenwürfel und Wirzstreifen einrühren und bei kleinster Hitze 10 Minuten heiss ziehen lassen. Nicht mehr kochen: das gare Fleisch wird sonst trocken und faserig.

    Fleisch und Wirz zugeben
  5. 5

    Abschmecken und servieren

    Mit 1 EL Senf, Majoran, Salz und Pfeffer abschmecken. Der Senf bindet die Sauce leicht und gibt ihr Tiefe. Mit Peterli und dunklem Brot servieren.

    Abschmecken und servieren
Total
35 Min
Reste werden zum Essen
Fleisch
nur wärmen
10 Min ziehen lassen
Basis
Bratenjus oder Bouillon
Reste vom Vortag
Vorteil
kein Fleisch trocken
nicht nochmal kochen

Reste verwerten: was passt in den Eintopf?

RestEinsatzHinweis
Schweinsbratengewürfelt, 10 Min ziehen lassender Klassiker dieser Seite
Rindsbratengewürfelt, 10 Min ziehen lassenkräftiger, mehr Sauce nötig
Bratenjus oder Bratensauceals Bouillon-Ersatzgibt dem Eintopf seine Tiefe
Siedfleisch-Restegewürfelt, 10 Min ziehen lassenmilder, gut mit Meerrettich
Knochen vom Bratenim Sud mitkochengibt Gelatine ab, danach entfernen

Bereits gares Fleisch nie wieder kochen, nur im heissen Sud ziehen lassen. Sonst wird es trocken.

Welches Gemüse passt?

GemüseGarzeitCharakter
Kartoffeln, Rüebli, Sellerie15 bis 20 Minutendas Fundament, macht satt
Wirz, Kabis, Spinat5 bis 10 MinutenBlattgemüse am Schluss
Peperoni, Zucchetti8 bis 10 Minutenmediterrane Richtung
Sauerkraut10 Minutendeftig, gut mit Senf

Warum ist gewürfelter Braten das perfekte Restegericht?

Kalter Braten lässt sich sauber würfeln und wird im heissen Sud in 10 Minuten wieder heiss, ohne weiter zu garen. So wird aus einem Trockenbraten-Risiko ein saftiger Eintopf.

Der Eintopf nimmt auf, was da ist: Restjus, Gemüsereste, ein letztes Stück Speck. Er ist die flexibelste Art, einen Sonntagsbraten zu einem zweiten Essen zu machen.

Funktioniert das auch mit frischem Fleisch?

Ja: frisches Schweinefleisch aus Schulter oder Hals in Würfeln kräftig anbraten und dann wie ein Ragout 45 bis 60 Minuten schmoren. Dann wird es ein richtiges Schmorgericht statt Resteküche.

Der Vorteil der Reste-Variante ist die Zeit: in 35 Minuten steht ein komplettes Essen auf dem Tisch, weil die Garzeit des Fleisches schon erledigt ist.

Wie wird der Eintopf zur richtigen Sauce?

Die Kartoffeln geben beim Weichkochen Stärke ab und binden die Flüssigkeit. Wer es sämiger will, zerdrückt ein paar Kartoffelwürfel oder rührt einen Esslöffel Speisestärke in kaltem Wasser ein.

Bratenjus vom Vortag ist der beste Geschmacksgeber. Kein Jus mehr da, funktioniert Bouillon mit einem Teelöffel Senf und einem Spritzer Worcestersauce fast genauso gut.

Welche Varianten gibt es in anderen Küchen?

In Frankreich wird aus Bratenresten der Hachis Parmentier, ein Kartoffel-Fleisch-Gratin. In Deutschland der Sonntagstopf oder Restegulasch.

Das Prinzip ist überall gleich: gares Fleisch nur wärmen, nicht kochen. Wer die Fleischreste 30 Minuten köchelt, holt sich trockene Würfel zurück.

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Häufige Fragen

Wie lange hält sich kalter Braten?

Zugedeckt im Kühlschrank 3 bis 4 Tage. Kalt lässt er sich sauberer würfeln als warm.

Warum wird mein Bratenwürfel trocken?

Weil er gekocht statt nur erwärmt wurde. Gares Fleisch nur 10 Minuten im heissen Sud ziehen lassen, nicht köcheln.

Kann ich frisches Schweinefleisch statt Reste nehmen?

Ja: Schulter oder Hals in Würfeln anbraten und 45 bis 60 Minuten schmoren. Dann ist es ein Schmorgericht, kein Restegericht mehr.

Was mache ich ohne Bratenjus?

Bouillon plus 1 TL Senf, ein Spritzer Worcestersauce und etwas Tomatenpüree geben eine ähnliche Tiefe.

Kann ich den Eintopf einfrieren?

Ja, bis 3 Monate. Die Kartoffeln werden beim Einfrieren etwas mehlig, das stört in einem Eintopf kaum.