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Beim Fleischfondue in Bouillon entscheidet das Stück, ob die hauchdünnen Plätzli zart auf der Gabel bleiben oder zäh werden. Hier steht, welche Stücke sich für welche Fleischsorte eignen und wie viel du pro Person einrechnest.

Für Fondue Chinoise eignen sich zarte, magere Kurzbratstücke: vom Rind Huft, Filet oder runder Mocken, vom Schwein Filet oder Nierstück, vom Poulet die Brust und vom Kalb Nuss oder Filet. Das Fleisch wird quer zur Faser in 3 bis 4 mm dünne Scheiben geschnitten, am besten leicht angefroren. Pro Person rechnest du 200 bis 250 g Fleisch.
Alle Sorten haben gemeinsam: mageres, feinfaseriges Fleisch aus Kurzbratstücken, das in der heissen Bouillon in unter einer Minute gart.
| Tier | Geeignete Stücke | Charakter |
|---|---|---|
| Rind | Huft, Filet, runder Mocken, Nuss | kräftiger Eigengeschmack, bleibt rosa-zart |
| Kalb | Nuss, Filet, runder Mocken | mild und sehr fein, klassische Chinoise-Qualität |
| Schwein | Filet, Nierstück | saftig-mild, nimmt die Bouillon gut auf |
| Poulet | Brust, Schenkelfilet | mager, immer ganz durchgaren |
| Lamm | Nierstück, Filet | aromatisch-kräftig, für kleinere Anteile auf der Platte |
Kalb gibt es saisonal im Shop; wer keins findet, greift zur Nuss oder zum Mocken vom Rind, das Ergebnis bleibt genauso zart.
| Zusammensetzung | Menge pro Person | Hinweis |
|---|---|---|
| Nur Fleisch, wenig Beilagen | 250 bis 300 g | klassische Variante mit Brot und Saucen |
| Mit Beilagen und Gemüse | 200 bis 250 g | Kartoffeln, Salat und eingelegtes Gemüse dazu |
| Gemischte Platte | 60 bis 80 g pro Sorte | zwei bis drei Sorten sind ideal |
| Kinder | 100 bis 150 g | je nach Alter und Appetit |
Vom Rind funktionieren alle zarten Kurzbratstücke: Huft ist der Klassiker mit gutem Eigengeschmack und feiner Marmorierung, Filet ist das zarteste und teuerste Stück, runder Mocken und Nuss sind die feinfaserigen, günstigeren Alternativen aus dem Hinterviertel.
Wichtig ist, was nicht passt: marmorierte Schmorstücke wie Schulter, Falsches Filet oder Brustkern enthalten Sehnen und Bindegewebe, die in der kurzen Garzeit nicht weich werden. Auch stark durchzogenes Fleisch mit groben Fettäderchen ist ungeeignet, weil das Fett in der Bouillon nicht schmilzt.
Dry-aged Rindfleisch bringt einen zusätzlichen Vorteil: nach mindestens 26 Tagen Reifung am Knochen hat das Fleisch weniger Oberflächenfeuchtigkeit, die Scheiben bleiben auf der Platte schön getrennt und der Geschmack ist konzentrierter.
Die entscheidende Regel ist quer zur Faser: die Scheiben liegen quer zu den Muskelfasern, dadurch werden die Fasern kurz und das Fleisch zart. Schnittdicke 3 bis 4 mm, dünner zerfällt es auf der Gabel, dicker braucht es zu lange in der Bouillon.
Der einfachste Trick fürs Selberschneiden: das parierte Stück 60 bis 90 Minuten in den Tiefkühler legen, bis die Oberfläche fest, aber der Kern noch schneidbar ist. Mit einem scharfen, langen Messer oder der elektrischen Aufschnittmaschine entstehen so gleichmässig dünne Scheiben.
Wer es noch einfacher haben will: gekühltes Fleisch dem Metzger mitgeben oder gleich aufgeschnitten bestellen. Zu Hause aufgeschnittene Scheiben zwischen Folie oder Trennblätter legen, abgedeckt kühlen und erst vor dem Essen auf die Platte legen.
Frisches Fleisch vom Metzger schmeckt am besten, ist aber nicht Pflicht. Tiefgekühltes Fonduefleisch funktioniert gut, wenn es schonend aufgetaut wurde: 24 Stunden im Kühlschrank, nie bei Raumtemperatur und nie in der Mikrowelle.
Andersherum gilt: bereits einmal aufgetautes Fleisch nicht wieder einfrieren. Und beim Servieren hat Hygiene oberste Priorität, rohes Fleisch gehört auf eine eigene Platte und wird mit der Fonduegabel, nicht mit dem Essbesteck, genommen.
Ja, eine Platte mit zwei bis drei Sorten ist die beliebteste Variante: etwa Rindshuft und Pouletbrust, dazu Schweinsfilet oder Lammnierstück. Jede Sorte bekommt auf der Platte einen eigenen Bereich, damit sich rohes Poulet und rotes Fleisch nicht berühren.
Rechne pro Sorte 60 bis 80 g pro Person. Für eine Runde mit unterschiedlichen Vorlieben deckt eine Mischung aus mildem Poulet, kräftigem Rind und zartem Schwein fast jeden Geschmack ab.
Gutes Chinoise-Fleisch erkennst du an feiner Faser und gleichmässiger Farbe ohne graue Stellen. Beim Rind stehen auf der Verpackung idealerweise die Bezeichnungen Huft, Filet oder Mocken; beim Schwein Filet oder Nierstück.
Schweizer Fleisch ist beim Fondue Chinoise die sichere Wahl: kurze Transportwege und kontrollierte Qualität. Wer mag, greift zu Fleisch aus Mutterkuhhaltung oder Weidehaltung, der Geschmack ist markanter und die Haltung artgerechter.

Fondue Chinoise Bouillon
Eine aromatische Bouillon ist die Grundlage für Fondue Chinoise und lässt sich gut am Vortag kochen.

Fondue Chinoise Saucen
Drei hausgemachte Saucen machen aus Fondue Chinoise einen Abend, an dem alle gern noch ein Stück probieren.

Fondue Chinoise Beilagen
An Weihnachten zieht der Duft von Bouillon oder heissem Öl durch die Stube, die Grosseltern sitzen neben den Kindern…

Huft vom Rind
Zart, mager und voller Geschmack: das Stück zwischen Rücken und Stotzen, das in den USA Sirloin heisst.

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Rindshuft ist der Klassiker: zart, fein marmoriert und mit gutem Eigengeschmack. Für die feinste Variante nimmst du Filet, als günstige Alternative runden Mocken oder Nuss.
3 bis 4 mm quer zur Faser. Leicht angefrorenes Fleisch (60 bis 90 Minuten im Tiefkühler) lässt sich viel gleichmässiger schneiden.
200 bis 250 g mit Beilagen, 250 bis 300 g wenn das Fleisch im Zentrum steht. Kinder rechnest du mit 100 bis 150 g.
Ja, am selben Tag oder am Vorabend. Die Scheiben zwischen Trennblätter legen, abgedeckt im Kühlschrank lagern und erst vor dem Servieren anrichten.
Ja, aber Pouletbrust muss immer vollständig durchgaren (mindestens 74 °C Kerntemperatur) und darf roh nie mit anderem Fleisch auf derselben Platte liegen.