Technik
Die fünf Minuten zwischen Pfanne und Messer entscheiden über saftig oder trocken: warum Fleisch nach dem Garen ruhen muss und wie man es richtig macht.

Fleisch ruht man nach dem Braten 3 bis 15 Minuten, je nach Grösse: ein Steak 3 bis 5 Minuten, ein Braten 10 bis 15. In der Ruhe entspannen sich die Muskelfasern, und der Saft verteilt sich gleichmässig statt beim ersten Schnitt auszulaufen. Locker mit Folie abgedeckt auf einer warmen Platte ruhen lassen, dabei steigt die Kerntemperatur noch um 1 bis 3 °C nach.
Portionen
Grundtechnik
Vorbereitung
5 Min.
Zubereitung
0 Min.
Von der Hitze nehmen
Das Fleisch aus der Pfanne oder vom Grill nehmen, sobald die Zieltemperatur erreicht ist, bei dicken Stücken 2 bis 3 °C früher, weil es nachzieht. Nicht in der noch heissen Pfanne liegen lassen, sie gibt weiter Hitze ab.

Auf eine warme Unterlage legen
Das Stück auf eine warme Platte oder ein Brett legen. Kaltes Porzellan kühlt die Unterseite aus, eine mit warmem Wasser vorgeheizte Platte hält das Fleisch heiss, ohne es weiter zu garen.

Locker abdecken
Alufolie locker wie ein Zelt über das Fleisch legen, nicht fest einwickeln. Die Folie hält die Wärme, ohne den Dampf einzuschliessen, der die Kruste weich machen würde.

Nach Grösse ruhen lassen
Steak und Kotelett 3 bis 5 Minuten, Schnitzel und Plätzli nur 2 bis 3 Minuten, ein Braten von 1 bis 2 kg 10 bis 15 Minuten. Faustregel: pro Zentimeter Dicke etwa 1 Minute Ruhezeit, Minimum 3.

Tranchieren und servieren
Nach der Ruhe quer zur Faser aufschneiden und sofort servieren. Der auf dem Brett austretende Jus gehört über die Scheiben, das ist konzentrierter Geschmack, kein Verlust.

Richtwerte: je dicker und grösser das Stück, desto länger die Ruhe.
| Fleischstück | Dicke / Gewicht | Ruhezeit |
|---|---|---|
| Plätzli, Schnitzel, Geschnetzeltes | unter 1 cm | 2 bis 3 Minuten |
| Steak (Entrecôte, Filet, Huft) | 3 bis 5 cm | 3 bis 5 Minuten |
| Kotelett am Knochen | 3 bis 5 cm | 5 Minuten |
| Ganzes Poulet | 1,2 bis 1,5 kg | 10 Minuten |
| Braten, Roastbeef | 1 bis 2 kg | 10 bis 15 Minuten |
| Grosser Braten über 2 kg | 2 kg und mehr | 15 bis 20 Minuten |
Während der Ruhe steigt die Kerntemperatur um 1 bis 3 °C: bei dicken Stücken entsprechend früher vom Herd nehmen.
| Fehler | Folge | Richtig |
|---|---|---|
| Sofort aufschneiden | Saft läuft aus, Fleisch trocken | 3 bis 15 Minuten warten |
| Fest in Folie einwickeln | Kruste wird weich, Fleisch schmort nach | nur locker als Zelt abdecken |
| In der heissen Pfanne lassen | gart weiter, wird überzogen | auf warme Platte umlegen |
| Zu lange ruhen bei dünnen Stücken | Fleisch kühlt aus | Plätzli und Schnitzel nur 2 bis 3 Minuten |
Beim Garen ziehen sich die Muskelfasern zusammen und pressen den Saft in die Mitte des Stücks. Schneidet man sofort, läuft genau dieser Saft aufs Brett und das Fleisch wird trocken.
In der Ruhe entspannen sich die Fasern, und der Saft verteilt sich gleichmässig im ganzen Stück. Beim Schnitt bleibt er dann im Fleisch statt auszulaufen.
Die Faustregel: pro Zentimeter Dicke etwa 1 Minute. Ein 3-cm-Steak ruht 3 bis 5 Minuten, ein 1,5-kg-Braten 10 bis 15 Minuten, ein ganzes Poulet 10 Minuten.
Dünne Stücke wie Plätzli und Schnitzel brauchen nur 2 bis 3 Minuten: sie kühlen schnell aus und sind ohnehin gleichmässig gegart.
Ja, ein wenig: die Oberfläche ist heisser als der Kern, und die Hitze wandert nach innen. Die Kerntemperatur steigt noch um 1 bis 3 °C, bei sehr dicken Braten um bis zu 5 °C.
Das nennt man Carryover Cooking. Praktisch heisst das: dicke Stücke 2 bis 3 °C vor der Zieltemperatur vom Herd nehmen.
Auf einer warmen Platte oder einem Brett, nicht in der Pfanne und nicht auf kaltem Porzellan. Wer will, wärmt die Platte mit heissem Wasser vor.
Locker mit Alufolie abgedeckt bleibt die Oberfläche knusprig. Fest eingewickelt schmort das Fleisch im eigenen Dampf nach und die Kruste wird weich.
Ja, für alle Fleischsorten. Ein ganzes Poulet ruht 10 Minuten, Schweinskotelett 5 Minuten, ein Lammschulterstück 10 bis 15 Minuten.
Auch Schmorbraten profitieren vom Ruhen: 10 Minuten im warmen Bräter bei geöffnetem Deckel, dann tranchieren. Kalbfleisch gibt es saisonal im Shop und folgt denselben Regeln wie Rind.

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Jeden Monat ziehen wir unter allen Abonnentinnen und Abonnenten ein Fleischpaket. Dazu melden wir uns, sobald das nächste Rind geteilt wird.
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Die Gewinnerinnen und Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Teilnahmebedingungen
3 bis 5 Minuten, locker mit Folie abgedeckt auf einer warmen Platte.
Der Saft läuft beim Schneiden aus und sammelt sich auf dem Brett statt im Fleisch zu bleiben: das Stück wird merklich trockener.
Ja, um 1 bis 3 °C, bei dicken Braten bis 5 °C. Darum dicke Stücke etwas früher vom Herd nehmen.
Nein, nur locker als Zelt darüberlegen. Fest eingewickelt schmort es im Dampf nach und die Kruste wird weich.
Ja. Nach 15 bis 20 Minuten kühlen auch grosse Stücke spürbar aus. Dünne Stücke wie Plätzli brauchen nur 2 bis 3 Minuten.