Technik
Glasieren ist das wiederholte Bestreichen des Bratens mit eingekochtem Jus oder einer Glasur: das Finish für glänzende Kruste und intensiven Geschmack.

Beim Glasieren bestreicht man den fast fertigen Braten in den letzten 15 bis 30 Minuten alle 5 bis 10 Minuten mit eingekochtem Jus oder einer Glasur aus Honig, Balsamico oder Mostrich. Jede Schicht karamellisiert leicht und baut eine glänzende, aromatische Kruste auf. Das Gleiche gilt für Gemüse: es wird in wenig Butter, Zucker und Bouillon geschwenkt, bis der Sud glasig verkocht ist.
Portionen
4 bis 6 Personen
Vorbereitung
plus Bratenzeit
Zubereitung
30 Min.
Jus einkochen
Bratensud, Jus oder Bouillon auf etwa einen Drittel einkochen, bis er leicht sämig am Löffel haftet. Nach Belieben 1 EL Honig, Balsamico oder einen Schuss Sojasauce einrühren, das gibt Süsse und Tiefe.

Braten aus dem Sud heben
Den Braten 15 bis 30 Minuten vor Ende der Garzeit aus dem Schmorsud heben und auf einen Rost oder in eine kleine Form setzen. Der Braten soll frei liegen, damit die Glasur von allen Seiten anziehen kann.

Erste Schicht aufpinseln
Ofen auf 180 bis 200 °C erhöhen. Den Braten mit einer dünnen Schicht Jus bepinseln und 5 Minuten in den Ofen schieben, bis die Schicht glänzt und leicht anzieht.

Schichtweise wiederholen
Alle 5 bis 10 Minuten erneut bepinseln und zurückschieben. Nach 3 bis 4 Schichten ist die Kruste dunkelbraun, glänzend und leicht klebrig. Aufpassen: honighaltige Glasur verbrennt schnell, lieber eine Schicht mehr mit niedrigerer Temperatur.

Ruhen und mit Jus servieren
Braten herausnehmen und 10 Minuten ruhen lassen. Den restlichen eingekochten Jus als Sauce dazu servieren. Beim Tranchieren zeigt sich der Kontrast zwischen glänzender Kruste und saftigem Inneren.

| Glasur | Basis | Charakter |
|---|---|---|
| Klassischer Jus | Bratensud eingekocht | kräftig, fleischig, glänzend |
| Honig-Mostrich | Honig plus scharfer Senf | süss-scharf, karamellisiert schnell |
| Balsamico | Balsamico plus Bouillon | süss-sauer, dunkle Glasur |
| Asiatisch | Sojasauce, Honig, Ingwer | umami, würzig, glänzend |
| Portwein | Port plus Jus | tief, rot, festlich |
Zuckerhaltige Glasuren (Honig, Balsamico) karamellisieren schneller und brauchen weniger Ofentemperatur, 170 bis 180 °C reichen.
| Fehler | Folge | Richtig |
|---|---|---|
| Zu früh glasieren | Glasur verbrennt, bevor der Braten gar ist | erst in den letzten 30 Minuten |
| Zu viel Jus auf einmal | läuft ab, keine Schicht | dünn pinseln, mehrmals wiederholen |
| Jus nicht eingekocht | wässrig, glänzt nicht | auf einen Drittel reduzieren |
| Zu heisser Ofen | Glasur wird schwarz statt glänzend | 180 bis 200 °C, honighaltig weniger |
Glasieren ist das schichtweise Bestreichen eines fast fertigen Bratens mit eingekochtem Jus oder einer Glasur. Jede dünne Schicht karamellisiert leicht im heissen Ofen und baut eine glänzende, aromatische Kruste auf.
Der Begriff gilt auch für Gemüse: glasierte Rüebli oder Zwiebeln werden in Butter, etwas Zucker und Bouillon geschwenkt, bis der Sud glasig verkocht ist und sie glänzen.
Weil Zucker und eingekochter Jus schnell verbrennen. Legt man die Glasur von Anfang an auf, ist sie schwarz, bevor das Fleisch gar ist.
Die letzten 15 bis 30 Minuten sind ideal: der Braten ist innen fast fertig, und die Glasur hat gerade noch Zeit für 3 bis 4 Schichten.
Auf etwa einen Drittel eingekocht, bis er leicht sämig am Löffel haftet. Zu dünner Jus läuft vom Braten ab und bildet keine Schicht.
Wer keinen Bratensud hat, kocht Bouillon mit einem Schuss Wein ein und rührt einen Teelöffel Mostrich oder Sojasauce ein, das gibt Körper und Tiefe.
Klassisch im Ofen: die allseitige Hitze karamellisiert die Glasur gleichmässig. Der Braten liegt frei auf einem Rost, damit die Hitze an alle Seiten kommt.
Kleine Stücke wie Kalbsfilet oder Medaillons lassen sich auch in der Pfanne glasieren: Jus aufkochen, Fleisch hinein und schwenken, bis der Jus am Fleisch klebt. Kalbfleisch gibt es saisonal im Shop, Rind funktioniert immer.
Saucen ist das Begiessen des Bratens während des Schmorens, es hält das Fleisch feucht. Glasieren ist das abschliessende Bestreichen für Glanz und Kruste, es verändert die Oberfläche.
Beides kann kombiniert werden: während des Schmorens regelmässig saucen, zum Schluss der Glasur-Finish im heissen Ofen.

Braten binden
Ein gebundener Braten gart gleichmässig, behält seine Form und lässt sich sauber tranchieren. Der Metzgerknoten ist…

Rindsbraten richtig schmoren
Schmoren verwandelt sehnige Rindstücke in zarten Braten: scharf anbraten, mit Rotwein und Bouillon ablöschen und bei…

Bratensauce richtig machen
Der beste Teil eines Bratens liegt nicht auf dem Teller, sondern klebt am Blech: Der dunkle Bratenfond ist die Basis…

Weihnachtsbraten vom Rind
Ein langsam geschmorter Rindsbraten macht das Festessen entspannt: Das Fleisch gart im Ofen, während du die Beilagen…

Rind teilen
CHF 199.00
Jeden Monat ziehen wir unter allen Abonnentinnen und Abonnenten ein Fleischpaket. Dazu melden wir uns, sobald das nächste Rind geteilt wird.
Mitmachen ist gratis, ohne Kauf.
Die Gewinnerinnen und Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Teilnahmebedingungen
In den letzten 15 bis 30 Minuten der Garzeit, alle 5 bis 10 Minuten eine dünne Schicht aufpinseln.
Mit eingekochtem Jus, oder einer Glasur aus Honig, Balsamico, Mostrich oder Sojasauce plus Bouillon.
Zu früh aufgelegt oder Ofen zu heiss. Erst gegen Ende glasieren und bei honighaltigen Glasuren 170 bis 180 °C wählen.
Ja: Rüebli, Zwiebeln und Kartoffeln in Butter, wenig Zucker und Bouillon schwenken, bis der Sud glasig verkocht ist.
Ja, auf etwa einen Drittel. Zu dünner Jus läuft ab und bildet keine glänzende Schicht.