Rezept
Ein langsam geschmorter Rindsbraten macht das Festessen entspannt: Das Fleisch gart im Ofen, während du die Beilagen vorbereitest.

Rindsschulter für den Weihnachtsbraten rundum anbraten, mit Rüebli, Sellerie, Zwiebeln, Rotwein und Rindsbouillon zugedeckt bei 160 °C etwa 3 Stunden schmoren. Der Braten ist mürbe, wenn er 85 bis 90 °C Kerntemperatur erreicht und sich mit der Gabel leicht teilen lässt.
Portionen
6 Personen
Vorbereitung
30 Min.
Zubereitung
3 Std.
Fleisch vorbereiten
Rindsschulter 45 Minuten vor dem Anbraten aus dem Kühlschrank nehmen und mit Haushaltpapier trocken tupfen. Rundum mit Salz und Pfeffer würzen, damit die Oberfläche trocken bräunt.

Braten anbraten
Bratbutter in einem schweren Brattopf stark erhitzen. Schulter von allen Seiten insgesamt 8 bis 10 Minuten kräftig anbraten, bis eine braune Kruste entsteht, dann auf einen Teller legen.

Gemüse rösten
Zwiebeln, Rüebli und Sellerie im selben Topf 6 Minuten rösten. Tomatenpüree 1 Minute mitrösten, mit Rotwein ablöschen und 3 Minuten einkochen lassen, dann Bouillon, Lorbeer und Thymian beigeben.

Schmoren
Fleisch zurück in den Topf legen, Flüssigkeit aufkochen und zugedeckt bei 160 °C Ober-/Unterhitze etwa 3 Stunden schmoren. Der Braten ist fertig, wenn er 85 bis 90 °C Kerntemperatur hat und die Gabel leicht hineingleitet.

Sauce vollenden
Braten herausheben und 10 Minuten locker zugedeckt ruhen lassen. Lorbeer entfernen, Sauce samt Gemüse nach Wunsch pürieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken, dann das Fleisch quer zur Faser tranchieren.

| Zeitpunkt | Aufgabe | Ziel |
|---|---|---|
| Am Vortag | Braten vollständig schmoren und in der Sauce kühlen | Weniger Arbeit am Festtag |
| 3 Stunden vorher | Braten abgedeckt im Ofen bei niedriger Hitze erwärmen | Gleichmässig warm werden lassen |
| 1 Stunde vorher | Beilagen fertigstellen und Sauce abschmecken | Herd und Ofen nicht überlasten |
| Kurz vor dem Essen | Braten tranchieren und mit heisser Sauce anrichten | Saftige Scheiben servieren |
| Personen | Rohgewicht | Schmorzeit als Richtwert |
|---|---|---|
| 4 | 1 bis 1,2 kg | 2,5 bis 3 Stunden |
| 6 | 1,5 kg | etwa 3 Stunden |
| 8 | 2 kg | 3 bis 3,5 Stunden |
| 10 | 2,5 kg | 3,5 bis 4 Stunden |
Stückform und Ofen beeinflussen die Dauer. Bei mehreren Bratenstücken die Kerntemperatur an der dicksten Stelle jedes Stücks messen.
| Beilage | Menge pro Person | Vorbereitung |
|---|---|---|
| Kartoffelstock | 200 bis 250 g Kartoffeln | Am Festtag frisch stampfen |
| Kartoffelgratin | 180 bis 220 g | Am Vortag schichten, am Festtag backen |
| Rotkraut | 120 bis 150 g | Am Vortag kochen und langsam erwärmen |
| Rüebli oder Bohnen | 120 bis 180 g | Rüsten und kurz vor dem Essen garen |
Mengen sind Richtwerte als Beilage und hängen von weiteren Gängen ab.
Für einen mürben Schmorbraten eignet sich Rindsschulter. Ihr Bindegewebe wird bei feuchter Hitze weich und gibt der Sauce Körper; für rosa Tranchen brauchst du einen anderen Zuschnitt.
Für vier Personen sind 1 bis 1,2 kg rohe Schulter ein guter Richtwert; für zehn Gäste etwa 3 kg oder zwei kleinere Braten. Die Metzgerei kann das Stück passend binden.
Bestelle frühzeitig und nenne Gästezahl, Zubereitungsart und Grösse deines Brattopfs. Ein gleichmässiger Zuschnitt erleichtert die Planung am Feiertag.
Bei 160 °C Ober-/Unterhitze braucht ein Braten von rund 1,5 kg meist etwa drei Stunden. Die Zeit ist ein Startwert, denn Form und Ofen verändern die Dauer.
Die Schulter ist fertig, wenn die Gabel leicht hineingleitet und der Kern im Richtbereich von 85 bis 90 °C liegt. Wenn sie noch fest ist, weiter schmoren und nach 20 Minuten erneut prüfen.
Die Flüssigkeit soll leise köcheln, nicht stark sprudeln. Prüfe den Deckel auf guten Sitz und giesse bei Bedarf Bouillon nach.
Schmore den Braten vollständig, kühle ihn mit Sauce in flachen Behältern rasch ab und stelle ihn abgedeckt kalt. So bleibt der Ofen am Festtag für Beilagen frei.
Erwärme ihn langsam in der Sauce, bis er vollständig heiss ist. Falls sie stark eingedickt ist, lockere sie mit Bouillon.
Püriere die Sauce am Vortag und schmecke sie beim Erwärmen nochmals ab. Tranchiere den Braten erst am Serviertag, damit er saftig bleibt.
Für zwölf Erwachsene sind etwa 3 kg rohe Schulter ein Ausgangspunkt. Wenn Vorspeise und mehrere Beilagen dazukommen, kannst du die untere Portionsmenge planen.
Zwei gleichmässige Bratenstücke lassen sich einfacher im Ofen platzieren als ein sehr grosser Braten. Prüfe jedes Stück separat, denn sie können unterschiedlich schnell garen.
Bereite Sauce und Braten am Vortag vor. Am Festtag bleibt Zeit für Beilagen und Gäste; tranchiere erst beim Servieren.
Kartoffelstock nimmt kräftige Sauce auf; Kartoffelgratin passt als festliche Ofenbeilage. Rotkraut, Rüebli oder Bohnen bringen Farbe auf den Teller.
Rotkraut lässt sich vorkochen, Gratin vorbereiten und Bohnen kurz vor dem Servieren garen. So brauchen nicht mehrere Pfannen gleichzeitig Aufmerksamkeit.
Plane die Ofenreihenfolge vorab und stelle eine Schüssel Sauce auf den Tisch. Kartoffelstock lässt sich kurz warmhalten; Salat erst unmittelbar vor dem Essen anmachen.
Wenn die Gabel noch Widerstand spürt, braucht das Bindegewebe mehr Zeit. Setze den Deckel wieder auf und gare bei sanfter Hitze weiter.
Ist die Sauce stark eingekocht, giesse etwas Bouillon nach. Sie soll den Topfboden bedecken und das Fleisch teilweise umgeben.
Verlasse dich auf Gabelprobe und Temperatur gemeinsam, nicht allein auf die Uhr. Erhöhe die Hitze nicht stark; prüfe nach weiteren 20 Minuten erneut.

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Für einen geschmorten Rindsbraten ist Schulter eine gute Wahl. Sie wird bei langem Garen zart und saftig.
Als Richtwert passen etwa 250 Gramm rohes Fleisch pro Person, bei vielen Beilagen etwas weniger.
Bei 160 °C Ober-/Unterhitze im geschlossenen Brattopf. Die Kerntemperatur soll 85 bis 90 °C erreichen.
Die Gabel gleitet leicht hinein und das Fleisch lässt sich ohne Widerstand teilen.
Ja, vollständig schmoren und in der Sauce gekühlt lagern. Langsam in der Sauce erwärmen, damit das Fleisch saftig bleibt.
Kartoffelstock, Kartoffelgratin, Rüebli, Rotkraut oder glasierte Marroni passen gut zur kräftigen Sauce.
Plane ungefähr 3 kg rohe Rindsschulter ohne Knochen und passe die Menge an Vorspeise und Beilagen an.
Zugedeckt bei sanfter Hitze weiter schmoren und später erneut mit der Gabel prüfen.