Rezept
Dünne Rindfleischscheiben in einer Marinade aus Sojasauce und Calamansi, mit einem Berg weicher Zwiebelringe: Bistek Tagalog ist der philippinische Beefsteak und ein bewegend einfaches, säuerlich-tiefes Gericht für jeden Tag.

Für Bistek Tagalog 500 g Rindshuft oder Tafelspitz quer zur Faser in 5 mm dicke Scheiben schneiden und mindestens 30 Minuten in 80 ml Sojasauce, 50 ml Calamansi- oder Zitronensaft, 3 Knoblauchzehen und Pfeffer marinieren. Die Zwiebelringe separat 5 Minuten weich braten und herausnehmen. Das Fleisch aus der Marinade 3 bis 4 Minuten scharf anbraten, Marinade und 150 ml Wasser dazu, 10 Minuten schmoren, bis das Fleisch zart ist. Zwiebeln darüber legen, mit Reis servieren.
Portionen
4 Personen
Vorbereitung
plus Marinieren
Zubereitung
20 Min.
Fleisch schneiden und marinieren
Die 500 g Rindfleisch quer zur Faser in 5 mm dicke Scheiben schneiden (30 Minuten anfrieren hilft). Mit 80 ml Sojasauce, 50 ml Calamansi- oder Zitronensaft, den zerdrückten Knoblauchzehen und dem Pfeffer mindestens 30 Minuten marinieren.

Zwiebelringe weich braten
1 EL Öl in einer weiten Pfanne erhitzen und die Zwiebelringe bei mittlerer Hitze 5 bis 6 Minuten braten, bis sie weich und leicht golden sind, aber die Form halten. Herausnehmen und beiseitestellen.

Fleisch anbraten
Das Fleisch aus der Marinade nehmen und abtropfen lassen (Marinade aufheben). In der heissen Pfanne mit 2 EL Öl die Scheiben portionsweise 1 bis 2 Minuten pro Seite anbraten, bis sie Farbe haben.

Schmoren
Marinade und 150 ml Wasser dazugeben, aufkochen und zugedeckt bei 90 °C 8 bis 10 Minuten schmoren lassen, bis das Fleisch zart ist. Nach Belieben mit Zucker und Salz abschmecken; die Sauce soll säuerlich-salzig bleiben.

Anrichten
Das Fleisch mit Sauce auf Reis anrichten und die Zwiebelringe obenauf legen. Die Zwiebeln kommen erst zum Schluss dazu, damit sie nicht zerfallen.

Calamansi ist eine kleine philippinische Zitrusfrucht zwischen Limette und Mandarine, in der Schweiz nur im Asia-Laden zu finden.
| Option | Menge für das Rezept | Wo / Bemerkung |
|---|---|---|
| Calamansi, frisch | ca. 8 Früchte, gepresst | Asia-Laden, manchmal TK-Saft |
| Calamansi-Saft (Flasche) | 50 ml | Asia-Laden, Online-Shops |
| Zitrone | Saft von 2 Früchten | der beste Ersatz, etwas heller |
| Limette + Orange | 30 ml Limette + 20 ml Orange | kommt dem floralen Geschmack am nächsten |
Calamansi-Extrakt aus der Flasche ist stärker konzentriert: mit der halben Menge beginnen.
| Stück | Garzeit | Charakter |
|---|---|---|
| Huft oder Flank | 8 bis 10 Min | der Klassiker, dünn geschnitten |
| Tafelspitz | 10 bis 15 Min | günstiger, schmort schön weich |
| Nuss | 8 Min | mager und zart |
| Filetspitze | 5 Min | die edle Variante, kurz anbraten genügt |
Bistek ist die philippinische Aussprache von Beefsteak: dünne Rindfleischscheiben in einer Sojasauce-Calamansi-Marinade, kurz angebraten und mit Zwiebelringen serviert. Es ist eines der beliebtesten Familiengerichte der Philippinen.
Die Kombination aus salziger Sojasauce und saurer Calamansi macht es unverwechselbar: es schmeckt wie ein asiatisches Zwiebelrostbraten, mit Reis statt Rösti.
Original ist Calamansi, eine kleine Zitrusfrucht mit blumiger Säure. In der Schweiz gibt es sie in Asia-Läden frisch oder als Saft und Extrakt in Flaschen.
Zitronensaft ist der alltägliche Ersatz und funktioniert sehr gut. Wer den floralen Touch will, mischt Limette mit etwas Orangensaft.
Sojasauce, Zwiebeln, Knoblauch und Zitrone sind Standard im Detailhandel. Calamansi-Saft oder -Extrakt findet man im Asia-Laden (Lantschi in Bern, New Asian Market in Zürich, Online-Asia-Shops).
Das Rindfleisch kommt vom Metzger: Huft, Tafelspitz oder Flank quer zur Faser in dünne Scheiben. Für noch dünnere Scheiben das Stück 30 Minuten anfrieren oder beim Metzger schneiden lassen.
Dünne Huftscheiben sind in 8 bis 10 Minuten Schmoren zart. Tafelspitz und andere Schmorstücke brauchen 10 bis 15 Minuten länger; sie werden dafür besonders saftig.
Der Trick ist das dünne Schneiden quer zur Faser und das Marinieren: die Säure der Calamansi oder Zitrone löst das Fleisch auf, ohne es zu kochen.
Das marinierte Fleisch hält über Nacht im Kühlschrank und wird dabei nur zarter; die Marinade wirkt als Pökel, länger als 24 Stunden aber nicht empfohlen.
Gekochter Bistek hält 2 Tage gekühlt und lässt sich in der Pfanne mit 1 EL Wasser aufwärmen. Die Zwiebeln werden dabei weicher, schmecken aber weiter gut.

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Es ist säuerlich-salzig, das ist der Charakter. Die Säure mildert sich beim Schmoren; wer es runder will, nimmt 1 TL Zucker dazu.
Traditionell werden sie separat weich gebraten und erst obenauf gelegt, damit sie Ringe bleiben. Mitbraten geht auch, sie zerfallen dann aber in die Sauce.
Dünne Scheiben sind nach 8 bis 10 Minuten Schmoren durchgegart und zart (über 70 °C). Rosa zu servieren ist bei Bistek nicht üblich.
Ja, Bistek-Style funktioniert mit Pouletbrust (74 °C) und Schweineschnitzel (65 bis 68 °C), die Marinade bleibt gleich.
In gut sortierten Asia-Läden frisch oder als Bottled Juice/Extrakt, sowie in Online-Asia-Shops. Zitrone ist der alltagstaugliche Ersatz.