Rezept
Heisser Reis, darauf sauber angerichtet mariniertes Rindfleisch, fünf verschiedene Gemüse und ein Spiegelei, dazu die süss-scharfe Gochujang-Sauce: Bibimbap ist Koreas schönste Schale und ein perfektes Reste- und Vorbereitungsgericht.

Für Bibimbap 300 g Rindshuft in feinen Streifen 30 Minuten in 2 EL Sojasauce, 1 EL Sesamöl, 1 EL Zucker und 1 Knoblauchzehe marinieren. Spinat, Sprossen, Karotten, Zucchetti und Pilze einzeln mit je einer Prise Salz 2 bis 3 Minuten anbraten. Das Fleisch 2 bis 3 Minuten scharf garen (rosa bis durchgegart, ab 56 °C). Eine Sauce aus 3 EL Gochujang, 1 EL Sesamöl, 1 EL Zucker, 1 EL Wasser und 1 TL Essig anrühren. Auf heissem Reis alles in Sektoren anrichten, ein Spiegelei obendrauf, Sauce dazu und am Tisch alles verrühren.
Portionen
4 Personen
Vorbereitung
plus Marinieren
Zubereitung
20 Min.
Reis kochen
300 g Rundkorn- oder Sushi-Reis mehrmals spülen, mit 400 ml Wasser aufkochen und zugedeckt bei kleinster Hitze 15 Minuten quellen lassen, danach 10 Minuten ruhen.

Rindfleisch marinieren
Die 300 g Fleischstreifen mit 2 EL Sojasauce, 1 EL Sesamöl, 1 EL Zucker und der geriebenen Knoblauchzehe mischen und mindestens 30 Minuten ziehen lassen.

Gemüse einzeln zubereiten
Jedes Gemüse einzeln in 1 TL Öl mit einer Prise Salz 2 bis 3 Minuten anbraten und auf einem Teller separat parkieren: Spinat nur zusammenfallen lassen, Sprossen 2 Minuten, Karotten und Zucchetta 3 Minuten, Pilze 4 Minuten. So bleibt jede Sorte knackig und eigenständig gewürzt.

Sauce anrühren
3 EL Gochujang, 1 EL Sesamöl, 1 EL Zucker, 1 EL Wasser und 1 TL Essig glatt rühren. Die Sauce soll süss, scharf und leicht sauer sein.

Fleisch und Eier braten
Das marinierte Fleisch in 1 EL heissem Öl 2 bis 3 Minuten rührbraten, bis es Farbe hat (rosa ab 56 °C, durchgegart ab 60 °C). Danach in derselben Pfanne 4 Spiegeleier braten.

Schalen anrichten
Heissen Reis in vier tiefe Schalen füllen. Fleisch und die fünf Gemüse in schönen Sektoren darauf anordnen, je ein Spiegelei in die Mitte setzen. Mit Sesam bestreuen, die Sauce dazureichen und am Tisch alles gründlich verrühren.

Namul heisst einzeln blanchiertes und gewürztes Gemüse. Fünf Sorten sind traditionell; was grad da ist, funktioniert.
| Gemüse | Zubereitung | Zeit |
|---|---|---|
| Spinat | blanchieren, ausdrücken, Sesamöl + Salz | 2 Min |
| Sojasprossen | blanchieren oder braten, Salz | 2 bis 3 Min |
| Karotten | in Stiften braten | 3 Min |
| Zucchetta | in Halbmonden braten | 3 Min |
| Shiitake oder Champignons | braten, wenig Sojasauce | 4 Min |
| Bracken-Farn / Rettich (klassisch) | eingeweicht, gewürzt | optional, schwer erhältlich |
| Zutat | Wo | Ersatz |
|---|---|---|
| Gochujang | Asia-Laden (Lantschi, New Asian Market), Online-Asia-Shops, zunehmend Globus/Migros | kein echter Ersatz; Notbehelf: Sriracha + 1 TL Miso + 1 TL Zucker |
| Sesamöl (dunkel) | Coop/Migros Asia-Regal | kein Ersatz nötig |
| Reisessig | Coop/Migros | Weissweinessig |
| Shiitake | Frischetheke oder getrocknet | Champignons |
| Rindshuft | Metzger | Nuss, Flank oder Rindshack (5 Min braten) |
Bibimbap heisst wörtlich «gemischter Reis»: eine Schale heisser Reis, darauf schön arrangiert Fleisch, mehrere einzeln gewürzte Gemüse und ein Ei, die am Tisch mit Gochujang-Sauce verrührt werden.
Das Gericht ist in Korea ein Alltags-Klassiker zum Resteverwerten: jede Komponente kann vorbereitet und kühl gelagert werden, erst das Anrichten und das Spiegelei passieren frisch.
Die Paste allein ist zu dick und scharf: mit Sesamöl, Zucker, Wasser und etwas Essig wird sie zur glänzenden Sauce. Für Anfänger genügen 2 bis 3 EL Paste pro vier Portionen; wer es schärfer mag, nimmt mehr.
Gochujang ist in der Schweiz zunehmend erhältlich und hält nach dem Öffnen monatelang im Kühlschrank; es ist die Basis vieler koreanischer Gerichte, etwa auch Tteokbokki.
In Korea kommt Bibimbap oft im glühend heissen Steinnapf (Dolsot): der Reis an der Wand wird knusprig und das Ei gart am Boden weiter. Zu Hause reicht eine schwere beschichtete Pfanne: den gekochten Reis mit 1 EL Öl 4 bis 5 Minuten anbraten, bis eine Kruste entsteht, dann belegen.
Ohne Steinnapf bleibt die Kruste kleiner, aber der Kontrast zwischen knusprigem Reis und weichem Gemüse kommt trotzdem durch.
Gochujang und Sesamöl findet man im Asia-Laden (Lantschi in Bern, New Asian Market in Zürich, Online-Asia-Shops) und zunehmend auch in grossen Migros- und Globus-Filialen. Shiitake gibt es in der Frischetheke, sonst Champignons.
Das Rindfleisch kommt vom Metzger: Huft, Nuss oder Flank quer zur Faser in dünne Streifen. Auch Rindshack ist eine übliche schnelle Variante (5 Minuten braten).
Ja, ideal sogar: Reis, mariniertes Fleisch, alle Gemüse und die Sauce halten separat einen Tag im Kühlschrank. Beim Servieren Reis aufwärmen, Fleisch und Ei frisch braten, anrichten.
Für Meal Prep ist Bibimbap eines der besten asiatischen Gerichte: fünf Tupperware-Komponenten ergeben vier komplette Schalen.

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Mitmachen ist gratis, ohne Kauf.
Die Gewinnerinnen und Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Teilnahmebedingungen
Ja: Fleisch durch angebratenen Tofu oder doppelt Pilze ersetzen. Die Sauce bleibt identisch, das Gericht verliert nichts.
Es gibt keinen gleichwertigen Ersatz. Notbehelf: 2 EL Sriracha, 1 TL Miso-Paste und 1 TL Zucker mischen. Rotes Misopaste plus Chili kommt geschmacklich am nächsten.
Huft, Flank oder Nuss in dünnen Streifen quer zur Faser. Auch Rindshack ist eine übliche schnelle Variante; es braucht nur 4 bis 5 Minuten.
Traditionell ja, weil das flüssige Eigelb die Sauce cremig macht. Wer mag, brät das Ei durch oder lässt es weg.
Weil Namul der Sinn des Gerichts ist: jede Komponente schmeckt eigenständig, und das Mischen am Tisch verbindet sie erst. Alles zusammen zu braten ergäbe eine beliebige Gemüsepfanne.