Rezept
Knusprig frittierte Teigtaschen mit gewürzter Rindshack-Kartoffel-Füllung: Samosas sind Indiens beliebtester Snack, und zu Hause werden sie besser als jeder TK-Beutel.

Für Samosas einen Teig aus 250 g Mehl, 60 g Öl und 100 ml Wasser 30 Minuten ruhen lassen. Eine Füllung aus 300 g gebratenem Rindshackfleisch mit Kartoffeln, Erbsen, Zwiebel, Ingwer und Garam Masala kochen, in Dreiecke füllen und bei 170 °C 4 bis 5 Minuten goldbraun frittieren oder bei 200 °C 25 Minuten backen.
Portionen
16 Samosas
Vorbereitung
inklusive Teigruhe
Zubereitung
25 Min.
Teig kneten und ruhen
250 g Mehl mit 60 g Öl, 1/2 TL Salz und optional Ajowan mischen, 100 ml lauwarmes Wasser einarbeiten und 5 Minuten zu einem festen Teig kneten. Zugedeckt 30 Minuten ruhen lassen, damit er sich geschmeidig auswallen lässt.

Kartoffeln kochen
Kartoffelwürfel in Salzwasser 10 bis 12 Minuten fast weich kochen, abgiessen und beiseitestellen. Sie geben der Füllung die typische Samosa-Textur und binden die Fleischsäfte.

Füllung braten
2 EL Öl erhitzen, Zwiebel 4 Minuten weich dünsten, Ingwer und Knoblauch 1 Minute mitdünsten. 300 g Hackfleisch zugeben und 5 bis 6 Minuten krümelig braten bis 72 °C. Gewürze einrühren, Kartoffeln, Erbsen, Zitronensaft und Koriander unterheben und komplett auskühlen lassen.

Teig auswallen und füllen
Den Teig in 8 Kugeln teilen, jede auf eine 20-cm-Runde auswallen und halbieren. Jede Halbrunde zu einem Kegel formen (die geraden Seiten mit Wasser anfeuchten und überlappend drücken), mit 2 EL Füllung füllen und die offene Kante fest zudrücken, sodass ein Dreieck entsteht.

Frittieren oder backen
Öl auf 170 °C erhitzen und die Samosas portionsweise 4 bis 5 Minuten goldbraun frittieren, auf Küchenpapier abtropfen. Alternativ mit Öl bepinseln und bei 200 °C 25 bis 28 Minuten backen, nach der Hälfte wenden.

| Teig | Charakter | Aufwand |
|---|---|---|
| Selbstgemacht (hier) | mürbe, leicht würzig mit Ajowan | 15 Minuten plus Ruhe |
| Samosa- oder Frühlingsrollenblätter | hauchdünn und extra knusprig | 0 Minuten |
| Blätterteig | schichtig und butterig, nicht klassisch | 0 Minuten |
Fertige Samosa-Blätter aus dem Asialaden sind der beste Kompromiss, sie werden genau so knusprig wie selbstgemachter Teig.
| Methode | Temperatur | Zeit | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| Frittieren | 170 °C Öl | 4 bis 5 Minuten | blasig-knusprig, der Klassiker |
| Backofen | 200 °C, gebürstet | 25 bis 28 Minuten | trockener, weniger Fett |
| Airfryer | 190 °C, eingesprüht | 12 bis 15 Minuten | sehr knusprig, minimal Öl |
| Füllung | Basis | Charakter |
|---|---|---|
| Hackfleisch (hier) | Rind, Kartoffel, Erbsen | deftig, sättigend |
| Vegetarisch | Kartoffel, Erbsen, Gewürze | der indische Standard |
| Paneer | indischer Frischkäse, Erbsen | cremig, mild |
| Keema | nur Hackfleisch ohne Kartoffel | fleischiger, saftiger |
Samosas sind dreieckige Teigtaschen aus dem indischen Subkontinent, gefüllt mit gewürztem Fleisch, Kartoffeln oder Gemüse. Die Version mit Hackfleisch (Keema Samosa) ist besonders in Nordindien und Pakistan beliebt.
Der Unterschied zu anderen Teigtaschen ist der Teig: er wird mit Öl statt Butter geknetet und bleibt dadurch nach dem Frittieren knusprig-trocken statt schichtig-weich.
Die Kartoffelwürfel binden die Fleischsäfte und halten die Füllung kompakt, ohne sie trocken zu machen. Ausserdem strecken sie die Portion: ein Kartoffel macht aus 300 g Hack 16 Samosas statt 10.
Wer die klassische Keema-Füllung will, lässt die Kartoffeln weg und nimmt 500 g Hack, dann wird die Füllung fleischiger, aber auch trockener.
Der Teig wird zu einer Runde gewallt, halbiert, die Halbrunde zu einem Kegel gerollt. Die Schnittkante überlappt dabei, Wasser dichtet sie. In den Kegel kommt die Füllung, dann wird die offene Seite zugedrückt, das ergibt automatisch das Dreieck.
Wer den Dreiecks-Falt nicht hinbekommt, legt die Füllung auf eine Runde, klappt sie zu einem Halbmond und drückt den Rand mit einer Gabel fest, die Form ist anders, schmeckt identisch.
Meist sind die Kanten nicht dicht oder die Füllung war noch warm und feucht. Kalte, trockene Füllung plus sicher verklebte Kanten verhindern das Auslaufen zuverlässig.
Zu heisses Öl über 180 °C bräunt die Schale zu schnell und lässt die Kanten platzen, zu kühles Öl unter 160 °C macht die Schale fettig. Ein Küchenthermometer ist hier die halbe Miete.
Roh geformte Samosas halten 24 Stunden gekühlt und 3 Monate eingefroren, am Blech anfrieren, dann beuteln. Direkt gefroren in 160 °C heissem Öl 6 bis 7 Minuten frittieren.
Fertige Samosas werden bei 180 °C im Ofen in 10 bis 12 Minuten wieder knusprig, in der Mikrowelle werden sie zäh.

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Ein einfacher Öl-Teig aus Mehl, Öl und Wasser, 30 Minuten geruht. Als Alternative taugen Samosa- oder Frühlingsrollenblätter aus dem Asialaden.
Meist zu niedrige Öltemperatur oder zu feuchte Füllung. Öl bei 170 °C halten und die Füllung kalt und trocken einfüllen.
Ja, bei 200 °C mit Öl bepinselt 25 bis 28 Minuten, nach der Hälfte wenden. Sie werden trockener, aber immer noch knusprig.
Garam Masala, Kreuzkümmel, Kurkuma und Chili sind die Basis. Wer hat, gibt Amchur (Mangopulver) oder Anardana (Granatapfelkerne) dazu, das macht sie authentischer.
3 Tage im Kühlschrank, im Ofen bei 180 °C in 10 bis 12 Minuten wieder aufgeknuspert. Mikrowelle macht sie weich.