Rezept
Kaltes, rosa Roastbeef unter einer süss-sauren Limetten-Fischsauce mit Minze, Koriander und Gurke: das thailändische Antwort auf die Frage, was mit dem Bratenrest passiert.

Kaltes Roastbeef quer zur Faser in 2 bis 3 mm dünne Scheiben schneiden. Eine Sauce aus 4 EL Limettensaft, 3 EL Fischsauce, 1 TL Zucker und fein geschnittener Chili anrühren. Fleisch mit Gurkenscheiben, roten Zwiebeln, Minze und Koriander mischen, mit der Sauce marinieren und auf Salat anrichten.
Portionen
4 Personen als Hauptgericht
Vorbereitung
20 Min.
Zubereitung
-
Sauce anrühren
Limettenensaft, Fischsauce, Zucker und Sesamöl in einer Schüssel verrühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Die fein geschnittene Chili zugeben und die Sauce 5 Minuten ziehen lassen. Sie soll deutlich sauer schmecken, der Zucker rundet nur ab.

Fleisch und Gemüse schneiden
Das kalte Roastbeef quer zur Faser in 2 bis 3 mm dünne Scheiben schneiden. Gurke entkernen und in 3 mm dicke Halbmonde schneiden, rote Zwiebel in feine Halbringe schneiden. Alles in eine grosse Schüssel geben.

Marinieren
Die Sauce über Fleisch und Gemüse giessen und vorsichtig mischen. 10 Minuten ziehen lassen, damit das Fleisch die Säure aufnimmt und leicht weich wird. Nicht zu lange marinieren, sonst verliert das Fleisch seine Struktur.

Mit Kräutern anrichten
Minze und Koriander unterheben, auf einem Bett aus Blattsalat oder Spinat anrichten und mit gerösteten Erdnüssen oder Sesam bestreuen. Sofort servieren, bevor die Kräuter welk werden.

Die thailändische Sauce funktioniert nach dem Prinzip von vier Aromen. Wer eine Zutat verändert, muss die anderen anpassen.
| Aroma | Zutat | Menge | Ersatz |
|---|---|---|---|
| Sauer | Limettensaft | 4 EL | Zitrone ist die Notlösung, deutlich schwächer |
| Salzig | Fischsauce | 3 EL | heller Sojasauce + Spritzer Worcestershire |
| Süss | Palmzucker | 1 TL | Rohrzucker oder Honig |
| Scharf | Chili | 1–2 Stück | Sambal Oelek oder getrocknete Chiliflocken |
| Variante | Unterschied | Passend zu |
|---|---|---|
| Yum Nua klassisch | mit Glasnudeln und Tomaten | Hauptgericht |
| Sommer-Variante | mit Mango und Papaya | milder, süsslicher |
| Vollwertig | auf Reis oder Reisnudeln | sättigend, wie eine Bowl |
| Mit warmem Fleisch | frisch gebratenes Steak | mehr Intensität |
Yum Nua ist der thailändische Rindfleischsalat, einer der berühmtesten Salate Thailands. Er kombiniert kaltes oder lauwarmes, dünn geschnittenes Rindfleisch mit einer aggressiven Limetten-Fischsauce und vielen frischen Kräutern.
Der Name bedeutet übersetzt etwa Rindfleisch-Mischung. Traditionell wird er sehr scharf serviert, oft mit gegrilltem Fleisch statt mit Roastbeef-Resten.
Nein. Der Salat ist eine klassische Reste-Verwertung und funktioniert mit jedem kalten Rinderbraten oder Steak-Rest. Wer das Fleisch frisch für dieses Gericht macht, brät ein Entrecôte oder Huftsteak 3 Minuten pro Seite und lässt es auskühlen.
Wichtig ist nur, dass das Fleisch rosa und saftig ist. Ein trockener, durchgegartener Braten wird auch durch die Sauce nicht besser.
Authentisch ist der Salat richtig scharf, mit 3 bis 5 Thai-Chilis. Für schweizer Gaumen reicht 1 Chili oder ein Teelöffel Sambal Oelek.
Die Schärfe steckt in den Kernen und den weissen Häuten der Chili. Wer es milder will, entkernt die Chili vor dem Schneiden.
Die Sauce und das Gemüse lassen sich einige Stunden vorbereiten und getrennt kühl stellen. Das Fleisch erst 10 Minuten vor dem Servieren mit der Sauce mischen und die Kräuter zuletzt unterheben.
Mariniert hält sich der Salat im Kühlschrank etwa 2 Stunden, dann werden die Kräuter welk und die Zwiebeln verlieren ihre Schärfe.

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Helle Sojasauce mit einem Spritzer Worcestershire-Sauce kommt am nächsten. Der charakteristische Fischgeschmack fehlt, aber die Basis stimmt.
Knackiger Kopfsalat, Eisberg oder junger Spinat. Weiche Salate wie Feldsalat werden unter der Sauce zu weich.
Ja, frisch gebratenes und 5 Minuten geruhtes Steak lässt sich genauso marinieren. Der Effekt ist etwas intensiver.
Am besten sofort essen. Nach 2 Stunden werden die Kräuter welk und die Zwiebeln verlieren ihre Biss.