Rezept
Die dänische Art, Tatar zu essen: auf handfestem Roggenbrot mit Remoulade, geriebenem Meerrettich und Radieschen, offen und messer-und-gabel-tauglich.

Dunkles Roggenbrot in 1 cm dicke Scheiben schneiden und dick mit Remoulade bestreichen. Frisch geschnittenes Rindstatar darauflegen, mit geriebenem Meerrettich, in Ringen geschnittenen Radieschen und Kresse belegen und mit Salz, Pfeffer und einem Spritzer Öl abschliessen. Als offenes Sandwich servieren.
Portionen
4 Bröd
Vorbereitung
20 Min.
Zubereitung
-
Tatar schneiden oder vorbereiten
Wenn kein fertiges Tatar verfügbar ist: das Fleisch mit einem scharfen Messer in 3 mm Würfel schneiden. Mit Schalotte, Kapern, 1 EL Öl, Salz und Pfeffer mischen und 5 Minuten kalt ziehen lassen.

Brot mit Remoulade bestreichen
Die Roggenbrot-Scheiben dick mit Remoulade bestreichen. Das Remoulade schützt das Brot vor dem Fleischsaft und liefert die süsse, säuerliche Basis.

Tatar daraufgeben
Das Tatar zu einer losen Kugel formen oder flach auf das Brot legen. Darauf drücken, damit eine Mulde für den Meerrettich entsteht. Etwa 80 g Tatar pro Bröd.

Mit Meerrettich und Radieschen belegen
Den geriebenen Meerrettich in die Mulde geben. Radieschen-Ringe, Kresse und eventuell ein Spritzer Öl darübergeben. Mit Salz, Pfeffer und Zitrone abschliessen und sofort servieren.

| Variante | Aufbau | Charakter |
|---|---|---|
| Klassisch | Remoulade, Tatar, Meerrettich, Radieschen, Kresse | sauer, scharf, frisch |
| Nordisch | Senf-Mayonnaise, Tatar, Essiggurke, Dill | deutscher Einfluss |
| Luxus | Trüffel-Remoulade, Tatar, eingelegte Schalotten | dunkler, intensiver |
| Einfach | Butter, Tatar, Salz, Peterli | weniger Sauce, mehr Fleisch |
| Brot | Eignung | Bemerkung |
|---|---|---|
| Dänisches Roggenbrot (Rugbrød) | sehr gut | säuerlich, dicht, authentisch |
| Deutsches Pumpernickel | gut | etwas süsser, dichter |
| Ruchbrot oder UrDinkel | gut | schweizer Alternative, kräftig |
| Weissbrot oder Toast | ungenügend | zu weich, trägt nicht |
Smörrebröd ist das offene dänische Butterbrot: eine Scheibe dichtes Roggenbrot, bestrichen und mit allem belegt, was der Norden hergibt. Es wird mit Messer und Gabel gegessen, nie als Sandwich zusammengeklappt.
Die Tradition verlangt eine gewisse Höflichkeit im Aufbau: Fett oder Sauce zuerst, Hauptzutat in der Mitte, Frische und Kontrast obenauf. Das Ergebnis soll hoch, aber essbar aussehen.
Butter ist die klassische Grundschicht, aber Remoulade ist die gebräuchlichere Variante für Smörrebröd mit Fleisch. Sie besteht aus Mayonnaise mit gehackten Cornichons, Kapern und Kräutern und ist süsser und würziger.
Die Sauce schützt das Brot vor dem Saft des Tatars und liefert gleichzeitig die nötige Säure, damit das Gericht nicht zu fett wird.
Idealerweise schneidet man das Tatar selbst aus magerem Rindfleisch wie Filet, Huft oder Nuss. In der Schweiz gibt es auch fertiges Rindstatar beim Metzger, das keimarm und frisch verarbeitet ist.
Wichtig ist die Frische: Tatar sollte innerhalb von 24 Stunden nach dem Schneiden oder Kauf gegessen werden und immer unter 5 °C gelagert werden.
Klassisch wird ein kleines Bier oder ein Schnaps dazu serviert. Als Menü ergänzt man Smörrebröd mit weiteren offenen Bröd, etwa mit Matjes, Eiersalat oder gebratenem Fisch.
Für den schweizer Apéro eignet sich eine Variante mit Butter statt Remoulade und mit einheimischem Alpkäse an Stelle von Radieschen.

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Nein, das Roggenbrot ist genau dafür gedacht. Die Remoulade, Meerrettich und Radieschen balancieren die Feuchtigkeit und Schärfe des rohen Fleischs.
Die Komponenten ja, das fertige Bröd nein. Roggenbrot bestreichen und Tatar erst kurz vor dem Servieren darauflegen, sonst wird das Brot weich.
Selbst gemacht aus Mayonnaise, fein gehackten Cornichons, Kapern, Petersilie und einem Spritzer Senf. Gekaufte Remoulade ist völlig in Ordnung.
Als Vorspeise oder Apéro reicht 80 bis 100 g pro Bröd, was etwa 40 bis 50 g Tatar pro Person entspricht.