Rezept
Burger-Patty und knuspriger Speck garen zusammen auf dem rauchenden Zedernbrett: Zedernholzaroma statt Räucherchips, ohne offene Flamme.

Für Rindsburger vom Zedernbrett das Brett 2 Stunden in Wasser wässern. 4 Patties aus 800 g Rindshackfleisch formen, 8 Speckscheiben 3 bis 4 Minuten vorbraten. Das Brett auf der heissen Seite 5 Minuten vorheizen, bis es leicht raucht, dann indirekt bei 160 bis 180 °C schieben. Patties mit Speck und Cheddar darauf 20 bis 25 Minuten garen, bis die Kerntemperatur 70 °C erreicht. Im getoasteten Bun mit BBQ-Sauce servieren.
Portionen
4 Personen
Vorbereitung
plus 2 Stunden Wässern
Zubereitung
30 Min.
Zedernbrett wässern
Das Zedernbrett in einer Schüssel oder dem Waschbecken mit Wasser bedecken und mindestens 2 Stunden, besser 4 Stunden, wässern. Ein beschwerter Teller hält es unter Wasser. Ohne Wässerung brennt das Brett statt zu räuchern.

Patties formen und Speck vorbraten
800 g Rindshackfleisch mit 1,5 TL Salz, 1 TL Pfeffer und 1 TL geräuchertem Paprikapulver locker mischen und 4 Patties von je 200 g formen, etwa 2 cm dick. Die 8 Speckscheiben in einer Pfanne oder auf dem Grill 3 bis 4 Minuten anbraten, sie brauchen noch nicht kross zu sein.

Brett vorheizen und indirekt schieben
Grill auf 160 bis 180 °C bringen. Das abgetropfte Brett 5 Minuten direkt über der Hitze vorheizen, bis es zu knistern beginnt und leicht raucht, dann mit der glatten Seite nach oben in die indirekte Zone legen.

Patties auf dem Brett garen
Die 4 Patties aufs heisse Brett legen, je 2 Speckscheiben darauf kreuzen und den Deckel schliessen. Nach 15 Minuten die Cheddar-Scheiben auflegen und weitere 5 bis 10 Minuten garen, bis die Kerntemperatur 70 °C erreicht. Nicht wenden.

Burger zusammenbauen
Die Brötchen in den letzten 2 Minuten auf dem Grill toasten. Die unteren Hälften mit 1 EL BBQ-Sauce bestreichen, Salatblatt, Tomate und Zwiebelringe aufbauen, das Patty mit Speck und geschmolzenem Cheddar aufsetzen und servieren. Das Brett mit einer Zange vom Grill nehmen und unter Wasser löschen.

| Regel | Warum | Konsequenz |
|---|---|---|
| Mindestens 2 Stunden wässern | nasses Holz raucht statt zu brennen | Brett brennt nicht ab |
| Nur unbehandeltes Holz | behandeltes Holz gibt Chemikalien ab | nur Grillbretter aus dem Fachhandel |
| Indirekte Zone | direkte Glut setzt das Brett in Brand | Brett nie über offener Flamme lassen |
| Nach Gebrauch löschen | Restglut glimmt im Brett weiter | Brett immer unter Wasser ablöschen |
Ein unbeschädigtes Brett lässt sich 2 bis 3 Mal verwenden. Sobald es tief verkohlt oder rissig ist, kommt es weg.
| Zutat | Variante | Charakter |
|---|---|---|
| Speck | Frühstücksspeck, dünn | wird schnell kross, klassisch |
| Speck | Bauchspeck, dick geschnitten | kräftiger, schmeckt mehr nach Räucherung |
| Cheddar | Gruyère oder Appenzeller | nussiger, Schweizer Variante |
| Cheddar | Raclettekäse | sehr cremig, milder Geschmack |
Zedernholz gibt beim Garen ein mildes, süssliches Raucharoma ab, das würziger ist als Buche und milder als Hickory. Es passt besonders zu Rind und Speck, ohne den Eigengeschmack zu überdecken.
Zweiter Vorteil: das Brett ist ein Puffer. Die Patties garen ohne direkten Flammenkontakt, es gibt keine Fettflammen und keine verbrannten Ränder, selbst bei fettigem Hackfleisch.
Das Brett verteilt die Hitze gleichmässig wie eine Plancha, der geschlossene Deckel sorgt für den Ofen-Effekt. In 20 bis 25 Minuten bei 160 bis 180 °C erreicht ein 200-g-Patty sicher 70 °C Kerntemperatur.
Wenden ist nicht nötig und würde die schöne Specklage zerstören. Thermometer von der Seite in die Mitte des Pattys stecken, nicht durch den Speck.
Auf dem Gasgrill ist es am einfachsten: eine Zone heiss, eine aus. Das Brett zuerst 5 Minuten über der heissen Zone zum Räuchern bringen, dann auf die ausgeschaltete Seite schieben und die Temperatur auf 160 bis 180 °C einregeln.
Auf dem Kugelgrill mit Kohle die Glut auf eine Seite schieben, das Brett auf den kalten Bereich legen und den Deckel schliessen. Achtung: bei starker Glut das Brett öfter kontrollieren, ein Spritzer Flasche mit Wasser neben dem Grill ist Pflicht.
Ja, 2 bis 3 Mal, wenn es nur leicht angekohlt ist. Nach dem Löschen mit einer weichen Bürste und heissem Wasser ohne Seife reinigen und an der Luft trocknen lassen.
Risse, tiefe Verkohlung oder ein Brandloch bedeuten, dass das Brett weg muss. Ausgediente Bretter funktionieren gut als Anzündholz für den nächsten Grillabend.
Rauchiges Fleisch verträgt Süße und Säure: Maiskolben vom Grill, Coleslaw, Baked Beans oder Süsskartoffel-Pommes passen ideal.
Weniger passend sind schwere Käsesaucen oder trüffelhaltige Toppings, sie verdecken das feine Zedernaroma.

BBQ-Sauce selber machen
Eine selbst gekochte BBQ Sauce glänzt auf warmen Rinderrippen und schmeckt zugleich fruchtig, würzig und leicht…

Der beste Burger: Grundrezept und Wissen
Ein selbst gemachter Burger aus gutem Rindshackfleisch, knackigem Salat und warmem Brötchen ist eine der besten…

Direkt und indirekt grillieren
Ein Steak braucht Kruste, ein dicker Braten Zeit. Zwei Zonen geben dir beides auf demselben Grillrost, ohne dass du…

Beefburger mit Brie und Preiselbeere
Saftiges Rindspatty, dazu geschmolzener Brie und eine selbst gekochte Preiselbeersauce mit Orange und Portwein: der…

Rind teilen
CHF 199.00
Jeden Monat ziehen wir unter allen Abonnentinnen und Abonnenten ein Fleischpaket. Dazu melden wir uns, sobald das nächste Rind geteilt wird.
Mitmachen ist gratis, ohne Kauf.
Die Gewinnerinnen und Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Teilnahmebedingungen
Im Grillfachhandel, Baumarkt oder online. Wichtig ist unbehandeltes Western Red Cedar, kein Bastelholz aus der Werkbank.
Deckel öffnen, Brett mit der Sprühflasche ablöschen und in die indirekte Zone schieben. Brennt es weiter, komplett vom Grill nehmen und unter Wasser setzen.
Ja, gewässert bei 180 °C auf dem Rost, die Aromen entwickeln sich etwas schwächer, das Prinzip bleibt gleich.
Zu mageres Hackfleisch oder zu lange Garzeit. Mindestens 15 % Fett im Hackfleisch und ab 20 Minuten die Kerntemperatur messen.
Ja, das Pattie gart auf dem Brett genauso gut allein. Der Speck bringt zusätzliches Fett und Salz, ohne ihn etwas mehr würzen.