Rezept
Saftiges Rindspatty, dazu geschmolzener Brie und eine selbst gekochte Preiselbeersauce mit Orange und Portwein: der Burger für die kühle Jahreszeit.

Für den Beefburger mit Brie zuerst die Preiselbeersauce aus 300 g Preiselbeeren, 80 g Zucker, Orangensaft und Portwein in 12 bis 15 Minuten einkochen. Patties aus 800 g Rindshackfleisch formen, pro Seite 2 bis 3 Minuten scharf anbraten, mit je einer Scheibe Brie belegen und 1 bis 2 Minuten unter der Glocke schmelzen, bis die Kerntemperatur 62 bis 65 °C erreicht. Im getoasteten Brioche-Bun mit Rucola und Sauce anrichten.
Portionen
4 Personen
Vorbereitung
25 Min.
Zubereitung
20 Min.
Preiselbeersauce kochen
300 g Preiselbeeren mit 80 g Zucker, dem Saft und der Schale von 1 Orange sowie 50 ml Portwein und einer Prise Zimt in einem kleinen Topf aufkochen. Bei mittlerer Hitze 12 bis 15 Minuten einkochen, bis die Beeren aufplatzen und die Sauce sämig wird. Beiseitestellen und leicht abkühlen lassen.

Patties formen
800 g Rindshackfleisch mit 1,5 TL Salz und 1 TL Pfeffer locker mischen und in 4 gleich grosse Patties von je 200 g formen, etwa 2 cm dick. In der Mitte eine kleine Vertiefung eindrücken, damit die Patties beim Braten flach bleiben.

Brötchen toasten und Patties braten
Die 4 Brötchen aufschneiden und die Schnittflächen in 1 EL Butter goldbraun toasten. Dieselbe Pfanne oder den Grill auf starke Hitze bringen und die Patties pro Seite 2 bis 3 Minuten braten, bis sich eine kräftige Kruste bildet.

Brie schmelzen
Auf jedes Patty eine Scheibe Brie legen und die Pfanne oder den Grill 1 bis 2 Minuten mit einer Glocke oder dem Deckel schliessen, bis der Brie weich wird und an den Rändern läuft. Die Kerntemperatur sollte bei frischem Hackfleisch aus einem Stück 62 bis 65 °C betragen, bei vorgepacktem Hackfleisch mindestens 70 °C.

Burger zusammenbauen
Auf die untere Brötchenhälfte 1 EL Preiselbeersauce streichen, Rucola und Zwiebelringe darauf verteilen, das Patty mit dem geschmolzenen Brie aufsetzen und mit weiteren 1 bis 2 EL Sauce abschliessen. Deckel drauf und sofort servieren.

Wie durchgegart das Patty sein darf, hängt von der Qualität des Hackfleischs ab.
| Hackfleisch | Kerntemperatur | Ergebnis |
|---|---|---|
| Frisch aus einem Stück gemahlen | 62 bis 65 °C | medium, rosa und sehr saftig |
| Frisch vom Metzger | 65 bis 68 °C | knapp durch, noch saftig |
| Vorgepacktes Hackfleisch | mindestens 70 °C | sicher durchgegart, etwas trockener |
Hackfleisch hat Oberfläche im Inneren: je frischer die Herkunft, desto niedriger darf die Temperatur sein. Für Kinder und Schwangere immer auf mindestens 70 °C garen.
| Zutat | Alternative | Charakter |
|---|---|---|
| Brie | Camembert | kräftiger, leicht pilzig, schmilzt ebenso cremig |
| Brie | Ziegenkäse, mild | frischer und würziger, schmilzt weniger |
| Preiselbeersauce | Himbeersauce | fruchtiger und feiner, gleiche Kochzeit |
| Preiselbeersauce | Feigensenf aus dem Glas | schnelle Variante, süsslich-scharf |
Brie schmilzt bei etwa 60 °C weich, ohne zu zerlaufen wie Mozzarella. Er legt sich cremig um das Patty und bringt eine feine, nussige Würze, die das Rindfleisch nicht überdeckt.
Wichtig ist der Moment: der Brie kommt erst in den letzten 1 bis 2 Minuten aufs Patty, unter die Glocke oder den geschlossenen Deckel. Zu früh aufgelegt läuft er in die Pfanne statt aufs Fleisch.
Ideal ist Rindshackfleisch mit 15 bis 20 % Fett, zum Beispiel aus Hals oder Huft. Unter 10 % Fett werden Patties trocken und bröckelig, deutlich über 20 % schrumpfen sie stark und spritzen.
Lass dir das Hackfleisch möglichst frisch aus einem Stück mahlen oder mahle selbst. Frisch gemahlenes Hackfleisch darf medium auf 62 bis 65 °C gebraten werden, weil kaum Keimfläche entstanden ist.
Die Sauce hält zugedeckt im Kühlschrank locker 1 Woche und lässt sich in Portionsgläschen auch einfrieren. Kalt aus dem Kühlschrank schmeckt sie süsser und fester, also vor dem Servieren kurz auf Zimmertemperatur bringen.
Wer es kürzer mag, ersetzt den Portwein durch 2 EL Balsamico und kocht nur 8 bis 10 Minuten ein, das ergibt eine hellere, fruchtigere Sauce.
In der Gusspfanne gelingt die Kruste am zuverlässigsten: starke Hitze, wenig Bewegung, 2 bis 3 Minuten pro Seite. Auf dem Grill liegt das Patty direkt über der heissen Zone, die Sauce und der Rucola geben dem Ganzen Halt.
Auf der Plancha lassen sich Patties und Brötchen parallel braten, praktisch wenn du für mehrere Gäste kochst.
Die süsse Preiselbeersauce verträgt etwas Erdiges: Bratkartoffeln mit Rosmarin, Süsskartoffel-Pommes oder ein warmer Linsensalat passen besser als Pommes mit Ketchup.
Im Herbst und Winter ist der Burger eine gute Alternative zum klassischen Bratenmenü, etwa als Hauptgang nach einer kürbis- oder Marronisuppe.

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Rind teilen
CHF 199.00
Jeden Monat ziehen wir unter allen Abonnentinnen und Abonnenten ein Fleischpaket. Dazu melden wir uns, sobald das nächste Rind geteilt wird.
Mitmachen ist gratis, ohne Kauf.
Die Gewinnerinnen und Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Teilnahmebedingungen
Ja, Camembert schmilzt identisch und schmeckt kräftiger. Milder Ziegenkäse oder Gruyère funktionieren auch, bleiben aber weniger cremig.
Ja, frische und tiefgekühlte Preiselbeeren verhalten sich beim Einkochen gleich. Bei tiefgekühlten Beeren dauert das Aufplatzen 2 bis 3 Minuten länger.
Meist wurde das Hackfleisch zu warm verarbeitet oder zu stark geknetet. Kalt formen, nur locker drücken und das Patty erst wenden, wenn sich eine Kruste gebildet hat.
Ja, Patties lassen sich bis zu 24 Stunden zugedeckt im Kühlschrank formen. Erst direkt vor dem Braten salzen, sonst zieht das Salz Wasser und das Patty wird trocken.
Preiselbeere, Portwein und Zimt geben dem Burger eine festliche Note. Er eignet sich gut als ungezwungener Hauptgang in der Adventszeit.