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Rezept

Pastrami Sandwich wie in New York

Handhoch geschichtetes, warmes Pastrami auf Roggenbrot mit scharfem Senf und sauren Gurken: das Deli-Sandwich, für das man in New York Schlange steht.

Pastrami Sandwich auf Roggenbrot, hoch geschichtet, daneben saure Gurken
  1. Pastrami150 g
  2. pro Sandwichhandhoch
Im Deli wird das Pastrami warm aufgeschnitten und direkt aufs Brot gestapelt.

Kurz erklärt

Roggenbrot dünn mit scharfem Senf bestreichen, 120 bis 150 g Pastrami pro Sandwich in dicken Scheiben daraufschichten und mit sauren Gurken servieren. Das Pastrami vor dem Belegen 2 bis 3 Minuten dämpfen oder in wenig Bouillon erwärmen, damit es saftig wird. Wer Pastrami selber macht, pökelt eine Rindsbrust 5 bis 7 Tage, würzt sie mit Pfeffer-Koriander-Kruste und räuchert sie bei 110 °C bis 70 °C Kerntemperatur.

  • Pastrami selber machen: die drei Phasen
  • Sandwich-Varianten rund ums Pastrami

Portionen

4 Sandwiches

Vorbereitung

15 Min.

Zubereitung

5 Min.

Zutaten

  • 8 ScheibenRoggenbrot oder dunkles Sauerteigbrot
  • 500–600 gPastrami, am Stück oder geschnitten
  • 4 ELscharfer Senf
  • 4–6saure Gurken oder Cornichons
  • 100 mlRindsbouillon zum Dämpfen
  • Optional: Kraut, Ementaler und Russian Dressing für ein Reuben

Zubereitung

  1. 1

    Pastrami erwärmen

    100 ml Rindsbouillon in einer weiten Pfanne auf 70 bis 80 °C erhitzen. Das Pastrami in 3 bis 4 mm dicke Scheiben schneiden und 2 bis 3 Minuten in der heissen Bouillon ziehen lassen. Alternativ über Wasserdampf dämpfen, bis die Scheiben weich und glänzend sind.

    Pastrami erwärmen
  2. 2

    Brot vorbereiten

    Roggenbrot in 1 bis 1,5 cm dicke Scheiben schneiden und optional 1 bis 2 Minuten leicht rösten. Es soll noch biegsam sein, nicht knusprig, sonst bricht es unter dem Gewicht des Fleischs.

    Brot vorbereiten
  3. 3

    Senf auftragen

    Jede Scheibe dünn mit scharfem Senf bestreichen, etwa 1 EL pro Sandwich. Der Senf muss den Saft des Fleischs abwehren, nicht das ganze Sandwich dominieren.

    Senf auftragen
  4. 4

    Schichten und servieren

    Das warme Pastrami locker gefaltet und handhoch auf die untere Brotscheibe legen, etwa 150 g pro Sandwich. Zuklappen, diagonal halbieren und mit sauren Gurken daneben servieren.

    Schichten und servieren
Pastrami
120–150 g
pro Sandwich, warm
Brot
Roggenbrot
der einzige Klassiker
Selbst gemacht
5–7 Tage
Pökeln, Räuchern, Dämpfen

Pastrami selber machen: die drei Phasen

Wer Pastrami nicht kaufen will, baut es aus einer Rindsbrust oder einem grossen Stück Deckel in drei Tagen Stufen.

PhaseZeitWas passiert
Pökeln5–7 TageBrust in Lake aus 2 l Wasser, 150 g Pökelsalz, 50 g Zucker, Knoblauch, Lorbeer und Wacholder im Kühlschrank wenden
Würzen und Räuchern4–6 Stundenabtrocknen, mit zerstossenem Pfeffer und Koriander bepanaden, bei 110 °C räuchern bis 70 °C Kerntemperatur
Dämpfen2–3 Stundenbei 80 bis 90 °C Dampf oder im Ofen mit Wasserschale weich garen bis 90 °C Kerntemperatur

Eine vollständige Pastrami-Produktion ist ein Wochenendprojekt. Für das Sandwich reicht gekauftes Pastrami oder gut gewürztes Rindfleisch aus der Pökelung allein.

Sandwich-Varianten rund ums Pastrami

VarianteUnterschiedSchlüsselzutat
Klassisch Delinur Senf, kein Käsewarmes Pastrami, Roggenbrot
Reubenmit Sauerkraut und Käse, überbackenRussian Dressing, Ementaler
Rachelmit Coleslaw statt SauerkrautTruthahn statt Pastrami
Mit BratenrestenRoastbeef statt Pastramigleiche Würze, weniger Intensität

Was ist Pastrami überhaupt?

Pastrami ist gepökeltes, gewürztes und geräuchertes Rindfleisch, traditionell aus der Rindsbrust. Die Technik kam über rumänisch-jüdische Einwanderer nach New York, wo sie zum Deli-Klassiker wurde.

Im Unterschied zu Roastbeef wird Pastrami vor dem Räuchern in einer Salzlake pökelt und mit einer Kruste aus grobem Pfeffer und Koriander versehen. Das macht es würziger, dunkler und kompakter.

Warum Roggenbrot und kein anderes Brot?

Das säuerliche, dichtes Roggenbrot steht dem kräftigen, salzigen Pastrami nichts nach. Ein helles Weizenbrot oder Toast wird unter der Menge an Fleisch weich und fällt auseinander.

In der Schweiz eignet sich dunkles Ruch- oder UrDinkel-Brot fast genauso gut. Wichtig ist, dass die Scheibe kräftig genug ist, 150 g Fleisch zu tragen.

Was ist der Unterschied zwischen Pastrami und Reuben?

Das Pastrami Sandwich ist pur: Brot, Senf, Fleisch. Das Reuben ist die überbackene Schwester: Sauerkraut, Ementaler und Russian Dressing auf Roggenbrot, in Butter geröstet.

Vom Reuben gibt es eine Abwandlung mit Truthahn und Coleslaw, die Rachel. Beide Varianten entstanden im amerikanischen Deli und sind heute gleichwertige Klassiker.

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Woher kommt Pastrami in der Schweiz?

Gutes Pastrami ist hierzulande selten geworden. Am ehesten findet man es in jüdischen Delis, spezialisierten Metzgereien oder online. Alternativ lässt es sich aus einer gepökelten Rindsbrust selber machen.

Wer es einfacher will: ein stark gewürzter, kalter Rinderbraten mit Pfefferkruste erfüllt im Sandwich eine ähnliche Rolle, auch wenn er nicht die Rauchnote hat.

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Häufige Fragen

Kann man Pastrami kalt essen?

Ja, aber warm schmeckt es besser. Kurz in heisser Bouillon oder über Dampf erwärmt wird das Fett weich und die Scheiben saftig.

Welcher Senf passt aufs Pastrami Sandwich?

Scharfer, grobkörniger Senf oder klassischer American Mustard. Dijon ist okay, aber etwas zu fein für das kräftige Fleisch.

Wie lange hält Pastrami?

Gekauftes, ungeöffnetes Pastrami hält nach Packungsdatum, geöffnet 3 bis 5 Tage im Kühlschrank. Selbstgemachtes Pastrami hält vakuumiert bis zu 2 Wochen.

Was ist der Unterschied zwischen Pastrami und Corned Beef?

Beide werden gepökelt. Corned Beef wird danach gesiedet, Pastrami wird gewürzt und geräuchert. Deshalb ist Corned Beef blasser und milder.

Kann man das Sandwich vorbereiten?

Das Fleisch kann warm gehalten werden, das Brot erst kurz vor dem Essen belegen, sonst wird es weich.