Rezept

Panierte Pouletbrust: knusprig wie beim Metzger

Der Unterschied zwischen labriger und knuspriger Panade liegt in drei Details: gleichmässige Dicke, angedrückte Brösel und die richtige Fetttemperatur.

Knusprig panierte Pouletbrust aufgeschnitten mit Zitronenschnitz und Peterli
  1. Fetttemperatur160–170 °C
  2. Bratzeit3–4 Min pro Seite
Gleichmässige Dicke und 160 bis 170 °C heisses Fett machen die Panade knusprig statt fettig.

Kurz erklärt

Pouletbrust auf 1,5 cm Dicke klopfen, salzen und nacheinander in Mehl, verquirltem Ei und Bröseln wenden, Panade gut andrücken und 10 Minuten ruhen lassen. In 160 bis 170 °C heissem Butterschmalz oder Öl pro Seite 3 bis 4 Minuten goldbraun ausbacken, bis die Kerntemperatur 73 bis 75 °C erreicht.

Portionen

4 Personen

Vorbereitung

inkl. 10 Minuten Panadenruhe

Zubereitung

8 Min.

Zutaten

  • 4 Stück, je 140–160 gPouletbrüstchen
  • 3/4 TLSalz
  • 1/4 TLPfeffer
  • 80 gMehl
  • 2Eier
  • 1 ELMilch
  • 150 gPanko oder Semmelbrösel
  • 1 TLPaprikapulver edelsüss, optional
  • 250 gButterschmalz oder Öl zum Ausbacken
  • 1Zitrone, in Schnitzen
  • 1/2 BundPeterli

Zubereitung

  1. 1

    Brust plattieren und würzen

    Brüstchen zwischen Klarsichtfolie oder im Gefrierbeutel auf eine gleichmässige Dicke von 1,5 cm klopfen. Von beiden Seiten mit 3/4 TL Salz und 1/4 TL Pfeffer würzen.

    Brust plattieren und würzen
  2. 2

    Panierstrasse einrichten

    Drei flache Teller bereitstellen: 80 g Mehl, 2 Eier mit 1 EL Milch verquirlt, 150 g Brösel mit 1 TL Paprikapulver vermischt. Immer in dieser Reihenfolge arbeiten und eine Hand für das Trockene, eine für das Ei reservieren.

    Panierstrasse einrichten
  3. 3

    Panieren und andrücken

    Brüstchen erst im Mehl wenden und überschüssiges Mehl abklopfen, dann durchs Ei ziehen und abtropfen lassen, zuletzt in den Bröseln wenden. Die Panade mit der flachen Hand fest andrücken, damit sie beim Backen nicht abfällt.

    Panieren und andrücken
  4. 4

    Panade setzen lassen

    Panierte Brüstchen auf einem Gitter 10 Minuten ruhen lassen. Die Feuchtigkeit verbindet Ei und Brösel zu einer festen Schicht, die beim Ausbacken nicht abplatzt.

    Panade setzen lassen
  5. 5

    Goldbraun ausbacken

    Butterschmalz oder Öl in einer grossen Pfanne auf 160 bis 170 °C erhitzen, ein Brösel soll sofort fein schäumen. Brüstchen einlegen und pro Seite 3 bis 4 Minuten goldbraun ausbacken. In der Mitte einmal schwenken, damit die Panade souffliert.

    Goldbraun ausbacken
  6. 6

    Abtropfen und servieren

    Auf einem Gitter oder Küchenpapier 2 Minuten abtropfen lassen, nie aufeinanderlegen, sonst wird die Panade weich. Mit Zitronenschnitzen und Peterli servieren.

    Abtropfen und servieren
Für
4 Personen
4 Brüstchen à 140 g
Fetttemperatur
160–170 °C
nicht heisser, nicht kälter
Bratzeit
6–8 Min
je nach Dicke
Kerntemperatur
73–75 °C
durch die Panade messen

Welche Panade passt?

PanadeCharakterTipp
Pankogrober, japanischer Brösel, extra knusprig und luftigerste Wahl für dicke Knusperschicht
Semmelbrösel, feinklassisch, dicht und gleichmässiggut andrücken, sonst platzt sie ab
Semmelbrösel, grobrustikale, unregelmässige Krusteselber aus altem Brot raffeln
Cornflakes, zerbröseltsehr süsslich-röstig, wie bei Nuggetsfür Kinder und Chicken-Nugget-Style

Panade-Probleme lösen

ProblemUrsacheLösung
Panade fällt abnicht angedrückt oder nasses FleischFleisch trocken tupfen, Panade fest andrücken, 10 Minuten setzen lassen
Panade wird dunkel, Fleisch rohFett heisser als 175 °CTemperatur auf 160 bis 170 °C senken oder dünnere Stücke
Panade fettig und schwerFett unter 150 °CFett wieder hochheizen, immer kleine Portionen backen
Panade wird weichgestapelt oder auf Papier liegendauf einem Gitter abtropfen, nie aufeinanderlegen

Warum wird die Panade manchmal fettig statt knusprig?

Fett unter 150 °C dringt in die Panade ein, statt sie zu versiegeln. Bei 160 bis 170 °C schliesst die Panade in Sekunden und bleibt knusprig.

Backe immer nur so viele Stücke gleichzeitig, wie nebeneinander Platz haben: zu viel auf einmal kühlt das Fett um 15 bis 20 °C ab.

Mehl, Ei, Brösel: warum diese Reihenfolge?

Mehl trocknet die Oberfläche und gibt dem Ei Halt, das Ei klebt die Brösel an. Wer ein Glied auslässt, dem platzt die Panade beim Wenden ab.

Nass- und Trockenhand trennen: mit einer Hand nur Mehl und Brösel berühren, mit der anderen nur das Ei. So bleiben beide Stationen sauber und die Panade gleichmässig.

Geht panierte Pouletbrust auch im Ofen?

Ja, als fettärmere Variante: panierte Brüstchen auf ein gefettetes Blech legen, dünn mit Öl besprühen und bei 220 °C Heissluft 15 bis 18 Minuten backen, nach 10 Minuten wenden.

Die Kruste wird gleichmässig braun, aber weniger souffliert und rustikal als in der Pfanne.

Was ist der Unterschied zum Cordon bleu?

Beim Cordon bleu wird die plattierte Pouletbrust mit Schinken und Käse gefüllt, eingeschlagen und erst dann paniert. Die Panade und die Bratzeit sind identisch.

Wer die Panadentechnik hier beherrscht, macht auch ein sauberes Cordon bleu.

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Häufige Fragen

Welches Fett eignet sich zum Ausbacken?

Butterschmalz schmeckt am besten und hält die Hitze gut. Sonnenblumen- oder Rapsöl sind neutrale Alternativen, Butter allein verbrennt.

Warum die Panade 10 Minuten setzen lassen?

Die Feuchtigkeit aus Ei und Fleisch verbindet die Schichten. Frisch paniert und sofort gebacken platzt die Panade beim Wenden ab.

Kann ich panierte Pouletbrust vorbereiten?

Paniert und ungebraten hält sie sich bis zu 24 Stunden im Kühlschrank auf einem Gitter. Fertig gebacken lässt sie sich einfrieren und bei 180 °C im Ofen 10 bis 12 Minuten aufknuspern.

Woran erkenne ich ohne Thermometer, dass die Brust gar ist?

Nach 6 bis 8 Minuten bei richtiger Temperatur ist eine 1,5 cm dicke Brust durch. Beim Anschnitt muss das Fleisch weiss und der Saft klar sein, nicht glasig oder rosa.