Rezept
Die Kalbsbrust mit ihrer dünnen, fetten Decke wird im Ofen zum saftigen Braten mit knalliger Kruste: salzen, aufschneiden, zwei Stunden schmoren, zwanzig Minuten krusteln.

Für einen Krustenbraten von der Kalbsbrust eine 1,5-kg-Brust mit Haut rautenförmig einschneiden, mit Salz, Pfeffer und Kümmel einreiben und bei 140 °C auf dem Rost über einer Gemüse-Bouillon-Beilage 2 bis 2,5 Stunden garen, bis die Kerntemperatur 75 °C erreicht. Danach bei 230 °C Oberhitze 15 bis 20 Minuten krusteln, bis die Haut Blasen wirft.
Portionen
4 bis 6 Personen
Vorbereitung
plus 12 Std Trocknen im Kühlschrank
Zubereitung
3 Std.
Haut rauten und salzen
Die Haut der 1,5-kg-Kalbsbrust rautenförmig 5 mm tief einschneiden (nicht ins Fleisch). Mit 1 EL grobem Salz, Pfeffer, Kümmel und Paprika einreiben, Salz gut in die Schnitte arbeiten. Idealerweise unbedeckt 12 Stunden im Kühlschrank trocknen lassen.

Gemüsebeet ansetzen
Zwiebeln, Rüebli, Sellerie und Knoblauch in die Bratpfanne geben, mit 3 dl Bouillon und 1 dl dunklem Bier auffüllen. Die Kalbsbrust mit der Haut nach oben auf den Rost über die Pfanne legen.

Niedrig garen
Im auf 140 °C geheizten Ofen 2 bis 2,5 Stunden garen, bis die Kerntemperatur 75 °C erreicht. Die Brust liegt über dem Gemüse und wird durch dessen Dampf saftig, während die Haut langsam trocknet.

Kruste aufblasen
Braten aus dem Ofen, Temperatur auf 230 °C Oberhitze stellen. Die Haut dünn mit Öl einpinseln und 15 bis 20 Minuten krusteln, bis sie aufploppt und Blasen wirft. Die Pfanne mit dem Gemüse darunter stehen lassen, aber die Tür im Blick behalten: die Kruste verbrennt in der letzten Minute.

Sauce aus dem Sud
Braten herausnehmen und 15 Minuten ruhen lassen. Das Gemüse mit dem Sud durch ein Sieb streichen, Fett abschöpfen, 3 dl auffüllen und mit 2 EL angerührtem Mehl 5 Minuten zu einer sämigen Bratensauce einkochen.

Anschneiden und servieren
Den Braten quer zur Faser in 1 cm dicke Scheiben schneiden, dabei die Kruste mit einem gezackten Messer durchtrennen. Mit der dunklen Sauce, Kartoffelstock oder Kartoffelklössen servieren.

| Phase | Temperatur | Ergebnis |
|---|---|---|
| Nach dem Schmoren | 75 °C | saftig, gut schneidbar, Kruste noch weich |
| Nach dem Krusteln | 78 bis 80 °C | Kruste knusprig, Fleisch noch saftig |
| Zu weit | über 85 °C | trocken, die magere Brust verzeiht es nicht |
Die Kalbsbrust ist magerer als Schweinebauch: sie braucht weniger Hitze, nicht mehr.
| Problem | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Weiche, zähe Haut | nicht trocken genug | 12 Std unbedeckt im Kühlschrank trocknen |
| Kruste bleicht statt platzt | zu wenig Hitze | 230 °C Oberhitze oder Grillstufe |
| Kruste verbrennt | zu lange krustelt | nach 10 Minuten alle 3 Minuten kontrollieren |
| Salzige Kruste | zu viel Salz in den Rauten | vor dem Krusteln überschüssiges Salz abbürsten |
Die Kalbsbrust liegt unter der Vorderbrust des Kalbs und ist ein flaches, gut durchzogenes Stück mit einer dünnen Haut. Sie ist preiswerter als Keule oder Karree und wird klassisch gefüllt oder als Krustenbraten gebraten.
Kalb gibt es saisonal in unserem Shop. Ausserhalb der Saison gelingt das Rezept mit einer jungen Rindsbrust (längere Garzeit) oder mit Schweinebauch für die klassische Krustenbraten-Version.
Die Rautenschnitte lassen Salz in die Haut einziehen, geben Fett beim Braten einen Weg nach draussen und erzeugen das typische Gitter-Muster der Kruste.
Wichtig: nur durch die Haut und das Fett schneiden, nicht ins Fleisch. Sonst tritt Saft aus und die Stelle trocknet.
Die Brust gart langsam bei 140 °C über dem dämpfenden Gemüse: das Fleisch bleibt saftig, die Haut verliert Wasser und wird lederartig trocken.
Erst die letzte Hitze lässt die getrocknete Haut aufblähen: bei 230 °C oder Grillstufe verkuppft die Oberfläche in 15 bis 20 Minuten zu einer Kruste.
Wenn die Haut nach dem Krusteln noch weich ist, hilft die Küchenflamme (Bunsenbrenner) gezielt über die blassen Stellen, oder nochmals 5 Minuten unter den Grill.
Ist die Haut schon verkohlt an einer Stelle, diese Stelle wegschneiden. Knusprige Reste bleiben trotzdem.
Klassisch: Kartoffelstock, Kartoffelklösse, Apfelrotkabis oder Ofenrüebli. Die dunkle Bratensauce aus dem Sud der Bratpfanne ist Pflicht.
Leichter: Petersilienkartoffeln und ein knackiger Kohlsalat, der die Fülle des Bratens schneidet.

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Mitmachen ist gratis, ohne Kauf.
Die Gewinnerinnen und Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Teilnahmebedingungen
Erst 2 bis 2,5 Stunden bei 140 °C garen, dann 15 bis 20 Minuten bei 230 °C Oberhitze oder unter dem Grill krusteln, bis die Haut aufploppt.
Die Haut war nicht trocken genug. Unbedingt 12 Stunden unbedeckt im Kühlschrank trocknen lassen und gut salzen.
Nein, ohne Haut gibt es keine Kruste. Entweeder Brust mit Haut kaufen oder auf ein Normales Schmorbraten-Rezept ausweichen.
Die Kalbsbrust ist feiner und weniger fett, die Schweinebauch-Kruste wird dicker. Kalb gibt es saisonal im Shop, Schweinebauch ganzjährig.
Das Schmoren ja: am Vortag bis 75 °C garen und kühl stellen. Das Krusteln immer frisch am Serviertag, sonst wird die Haut wieder weich.