Rezept
Zarte Kabisblätter, gefüllt mit gewürztem Hackfleisch und in einer feinen Kümmelsauce geschmort: die Schweizer Rouladen, die wie ein Sonntag bei Grossi schmecken.

Für Kabisrouladen 8 grosse Kabisblätter 3 Minuten blanchieren, mit einer Masse aus 500 g Rindhackfleisch, Zwiebel, Ei und Paniermehl füllen, zu Rouladen rollen und mit Zahnstocher fixieren. In einer Sauce aus Bouillon, Rahm und Kümmel 30 bis 35 Minuten zugedeckt schmoren.
Portionen
4 Personen
Vorbereitung
25 Min.
Zubereitung
35 Min.
Kabisblätter blanchieren
Vom Kabis 8 bis 10 grosse Blätter lösen. In reichlich Salzwasser 3 Minuten blanchieren, bis sie biegsam sind, dann in Eiswasser abschrecken und gut abtropfen lassen. Den dicken Mittelrippe flach abschneiden, damit sich die Blätter rollen lassen.

Füllung mischen und Rouladen formen
Hackfleisch mit Zwiebel, Ei, Paniermehl, Senf, Salz, Pfeffer, Majoran und Muskat vermischen. Je ein Blatt ausbreiten, 2 EL Füllung daraufgeben, seitlich einschlagen und fest rollen. Mit Zahnstocher oder Küchenschnur fixieren.

Rouladen anbraten
Bratbutter in einer weiten Pfanne erhitzen. Rouladen rundum 4 bis 5 Minuten anbraten, bis sie leicht Farbe bekommen. Sie werden danach nicht mehr gewendet, die Farbe gibt Geschmack.

In Kühmmelsauce schmoren
Bouillon angiessen, zudecken und bei kleiner Hitze 30 bis 35 Minuten schmoren. Rouladen herausnehmen, Rahm mit Mehl glatt rühren, in den Sud geben und 5 Minuten köcheln. Kümmel zugeben, mit Salz und wenig Zucker abschmecken.

Servieren
Rouladen zurück in die Sauce legen oder auf Tellern mit Sauce übergiessen. Dazu passen Kartoffelstock, Reis oder Salzkartoffeln.

| Sorte | Eigenschaft | Ergebnis |
|---|---|---|
| Weisskabis | grosse, feste Blätter | klassisch, hält gut zusammen |
| Wirz (Wirsing) | zarter, gewellter | feiner, eleganter, schneller weich |
| Spitzkabis | mild und locker | gut, aber kleinere Rouladen |
| Chinakohl | sehr zart | geht, aber weniger stabil |
Blanchierte Blätter lassen sich im Ganzen einfrieren. So lassen sich Rouladen aus dem Vorrat kochen.
| Sauce | Grundlage | Charakter |
|---|---|---|
| Kühmmelsauce | Bouillon, Rahm, Kümmel | der Schweizer Klassiker |
| Tomatensauce | pelatierte Tomaten, Thymian | mediterran |
| Braune Jus | Bouillon, dunkler Bratensatz | deftiger |
| Paprikarahm | Rahm, Paprikapulver, Tomatenpüree | süsslich-würzig |
Kabisrouladen sind gefüllte Kohlblätter: blanchierte Blätter werden um eine Hackfleischmasse gerollt und in Sauce geschmort. In der Schweiz kennt man sie als Kabisrouladen, in Deutschland als Kohlrouladen oder Krautwickel.
Das Gericht verbindet Wintergemüse und Hackfleisch zu einer ausgewogenen, sattmachenden Mahlzeit, die sowohl alltagstauglich als auch sonntagstauglich ist.
Rohe Kabisblätter sind steif und brechen beim Rollen. Drei Minuten in Salzwasser machen sie biegsam und mildern die Bitterstoffe.
Das Abschrecken in Eiswasser stoppt das Garen und hält die Blätter grün. Gut abtropfen lassen, sonst wird die Füllung wässrig.
Fest rollen und fixieren: Zahnstocher quer durch die Naht oder mit Küchenschnur binden. Die Naht beim Anbraten nach unten legen, so schliesst sie sich von selbst.
Wer sicher gehen will, blanchierte Blätter vor dem Rollen leicht mit dem Wellholz flachdrücken. Dann lassen sie sich straffer wickeln.
Ja, sie sind ideal zum Vorbereiten: roh gerollt 24 Stunden gekühlt, oder geschmort 2 bis 3 Tage. In der Sauce aufgewärmt schmecken sie am zweiten Tag fast besser.
Zum Einfrieren roh oder geschmort bis zu 3 Monaten. Aufgetaut in Sauce garen, nicht trocken.

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Ja, Wirz, Spitzkabis oder sogar grosse Zucchetti- oder Peperonihälften funktionieren. Weisskabis ist am stabilsten und klassisch.
Mit Mehl oder Maizena binden: 1 EL Mehl in kaltem Rahm glatt rühren und einrühren, dann 5 Minuten köcheln, bis sie sämig ist.
Er ist der klassische Geschmack der Sauce, aber optional. Ohne ihn wird es eine feine Rahmsauce, mit Paprika oder Muskat stattdessen.
Der Kopf reicht oft nicht für 10 Blätter. Kleine Blätter und den Strunk fein schneiden und in den Eintopf oder zu einem Kabis-Gemüse verwenden.