Rezept
Saftiger Hackbraten aus dem Ofen, dazu eine feine Rahmsauce mit Preiselbeeren: der Schweizer Sonntagsbraten, der einfach immer gelingt.

Für Hackbraten 800 g mischtes Hackfleisch mit 1 gedünsteten Zwiebel, 2 Eiern, 60 g eingeweichtem Gleti und Senf verkneten, zu einem Laib formen und bei 180 °C etwa 60 Minuten garen, bis die Kerntemperatur 70 °C erreicht. Aus dem Bratensatz mit Rahm und Preiselbeeren eine sämige Sauce kochen.
Portionen
4 bis 6 Personen
Vorbereitung
20 Min.
Zubereitung
1 Std.
Zwiebel andünsten
Zwiebel und Knoblauch in wenig Butter bei mittlerer Hitze 3 bis 4 Minuten glasig dünsten und etwas abkühlen lassen. Rohe Zwiebel im Braten würden harte Stellen geben.

Masse verkneten
Gleti ausdrücken und mit Hackfleisch, Eiern, Senf, Petersilie, Zwiebel, Salz und Gewürzen in einer Schüssel vermischen. Locker kneten, bis die Masse zusammenhält, nicht zu lange, sonst wird der Braten kompakt.

Laib formen und im Ofen garen
Backofen auf 180 °C vorheizen. Die Masse zu einem ovalen Laib von etwa 20 cm formen und in eine gebutterte Gratinform oder auf ein Backblech legen. Bouillon angiessen und 55 bis 65 Minuten garen, bis die Kerntemperatur 70 °C beträgt.

Preiselbeer-Rahmsauce kochen
Braten aus der Form nehmen und zugedeckt ruhen lassen. Bratensatz mit Rahm ablöschen, 1 EL Mehl einrühren und 5 Minuten köcheln, bis die Sauce leicht bindet. Preiselbeeren und etwas Saft zugeben, mit Salz und wenig Zucker abschmecken.

Aufschneiden und servieren
Hackbraten in 1,5 cm dicke Scheiben schneiden, mit der Sauce übergiessen und mit Kartoffelstock, Reis oder Nudeln servieren.

| Menge | Ofen | Zeit | Kerntemperatur |
|---|---|---|---|
| 800 g Laib | 180 °C | 55 bis 65 Minuten | 70 °C |
| 1 kg Laib | 180 °C | 70 bis 80 Minuten | 70 °C |
| Kleine Tätschli | 200 °C | 20 bis 25 Minuten | 65 bis 70 °C |
Kerntemperatur in der Mitte messen. Hackfleisch muss durchgegart sein, rosa ist nicht sicher.
| Sauce | Grundlage | Passt zu |
|---|---|---|
| Preiselbeer-Rahm | Bratensatz, Rahm, Preiselbeeren | der Schweizer Klassiker |
| Champignonrahm | Bratensatz, Rahm, Champignons | herzhafter |
| Tomatensauce | pelatierte Tomaten, Kräuter | mediterran, zu Polenta |
| Braune Jus | Bratensatz, Bouillon, Mehlbutter | traditionell und würzig |
Hackbraten ist ein aus gewürztem Hackfleisch geformter Braten, der im Ofen gart statt an der Oberfläche gebraten zu werden. In der Schweiz gehört er zu den beliebtesten Familiengerichten, in Deutschland heisst er falscher Hase.
Klassisch wird er aus mischtem Hackfleisch gemacht: halb Rind, halb Kalb oder Schwein. Die Mischung ergibt eine mildere, sämigere Textur als reines Rind.
Reines Rindhackfleisch schmeckt kräftiger, kann aber trockener werden. Kalb oder Schwein bringen mehr Fett und Bindung. Das klassische Mischverhältnis ist 50:50.
Kalb ist saisonal im Shop erhältlich. Funktioniert auch mit reinem Rindhackfleisch: einfach 1 EL Butter oder etwas mehr Gleti zugeben, damit der Braten saftig bleibt.
Rohe Zwiebel bleibt im Braten knackig und kann harte Stellen bilden. Angedünstet ist sie süsslich, verteilt sich feiner und gibt der Masse mehr Feuchtigkeit.
Dasselbe gilt für Knoblauch: gepresst und angedünstet schmeckt er runder, roh kann er scharf dominieren.
Sicher ist die Kerntemperatur: 70 °C in der Mitte. Das Thermometer schräg von der Seite bis in den Kern stechen.
Ohne Thermometer hilft der Drucktest: der Braten gibt nach, fühlt sich aber nicht mehr weich an. Beim Anschneiden muss der Saft klar laufen.
Der Braten lässt sich roh am Vortag formen und zugedeckt kühlen. Im Ofen dann etwa 10 Minuten länger rechnen.
Gebratener Hackbraten hält sich 3 bis 4 Tage gekühlt und lässt sich kalt aufschneiden oder in Sauce aufwärmen. Kalt schmeckt er fast wie Leberkäse.

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Rind teilen
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Jeden Monat ziehen wir unter allen Abonnentinnen und Abonnenten ein Fleischpaket. Dazu melden wir uns, sobald das nächste Rind geteilt wird.
Mitmachen ist gratis, ohne Kauf.
Die Gewinnerinnen und Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Teilnahmebedingungen
Zu mageres Hackfleisch oder zu lange im Ofen. Bei 70 °C Kerntemperatur herausnehmen und vor dem Aufschneiden 10 Minuten ruhen lassen.
Ja, roh geformt bis zu 3 Monate, gebraten ebenfalls. Roh auftauen lassen und wie frisch garen.
60 g Paniermehl oder 3 EL Haferflocken funktionieren. Auch gekochte Kartoffeln oder Reis binden die Masse.
Nein, im Ofen gart er von allen Seiten gleichmässig. Wenden ist nicht nötig und kann den Laib brechen.
Weil der Braten in einer eigenen Form gart wie ein Schmorbraten, aber kein echtes Fleischstück ist. Die Form erinnerte an einen Hasenrücken.