Rezept

Grünes Thai-Curry mit Poulet: frisch, scharf und in 30 Minuten fertig

Frische grüne Chilis, Koriander und Thai-Basilikum machen dieses Curry hell und aromatisch. Dazu Poulet, Kokosmilch und knackiges Gemüse.

Grünes Thai-Curry mit Poulet, Thai-Basilikum und Limette
  1. Zeit30 Min
  2. Schärfemittel-scharf
Grünes Curry schmeckt frisch und kräuterig, die Schärfe kommt von frischen grünen Chilis.

Kurz erklärt

3 EL grüne Currypaste in der festen Creme aus 4 dl Kokosmilch 3 bis 4 Minuten anrösten, 500 g Pouletstreifen zugeben und durchziehen. Restliche Kokosmilch und 2 dl Bouillon zugiessen, mit 300 g Gemüse 8 bis 10 Minuten köcheln und mit je etwa 2 EL Fischsauce, 1 EL Palmzucker und Limettensaft abschmecken. Thai-Basilikum erst am Schluss unterheben.

Portionen

4 Personen

Vorbereitung

15 Min.

Zubereitung

20 Min.

Zutaten

  • 4 dlKokosmilch, nicht geschüttelt
  • 3 ELgrüne Currypaste
  • 500 gPouletbrust oder Schenkel, in Streifen
  • 2 dlPoulet- oder Gemüsebouillon
  • 300 gGemüse (Thai-Auberginen, Zucchetti, Peperoni oder Bohnen)
  • 2 ELFischsauce
  • 1 ELPalmzucker oder brauner Zucker
  • 4Kaffirlimettenblätter, fein geschnitten
  • 1Limette, der Saft
  • 1rote Chili, in Ringen, optional
  • 1/2 BundThai-Basilikum
  • 1 ELÖl zum Anrösten

Zubereitung

  1. 1

    Kokoscreme abschöpfen

    Die Kokosmilchdose nicht schütteln. Oben sammelt sich die dicke Creme: davon etwa 1,5 dl mit 1 EL Öl in den Wok oder eine grosse Pfanne geben und 2 Minuten erhitzen, bis die Creme leicht glänzt und sich zu trennen beginnt.

    Kokoscreme abschöpfen
  2. 2

    Currypaste anrösten

    3 EL grüne Currypaste in die heisse Kokoscreme geben und 3 bis 4 Minuten unter Rühren anrösten, bis sie duftet und das Öl sich grün färbt. Dieser Schritt entscheidet über die Tiefe des Currys.

    Currypaste anrösten
  3. 3

    Poulet zugeben

    500 g Pouletstreifen zugeben und 3 bis 4 Minuten in der Paste wenden, bis sie rundum weiss sind. Restliche Kokosmilch und 2 dl Bouillon angiessen und aufkochen.

    Poulet zugeben
  4. 4

    Gemüse köcheln

    300 g Gemüse und die Kaffirlimettenblätter zugeben und 8 bis 10 Minuten offen köcheln, bis das Gemüse bissfest und das Poulet durchgegart ist (75 °C Kerntemperatur).

    Gemüse köcheln
  5. 5

    Abschmecken und servieren

    Mit 2 EL Fischsauce, 1 EL Palmzucker und dem Saft einer Limette abschmecken: salzig, süss und sauer sollen sich die Waage halten. Thai-Basilikum und Chiliringe unterheben und sofort mit Jasminreis servieren.

    Abschmecken und servieren
Für
4 Personen
mit Jasminreis
Zeit
ca. 30 Min
inklusive Vorbereitung
Schärfe
mittel-scharf
über die Paste steuerbar
Kerntemperatur
75 °C
Poulet vollständig gar

Die drei Thai-Currypasten im Vergleich

PasteBasisCharakterSchärfe
Grünfrische grüne Chilis, Korianderwurzel, Thai-Basilikumfrisch, kräuterig, helloft die schärfste
Rotgetrocknete rote Chilis, Gewürzeerdig, rund, vielseitigmittel bis scharf
GelbKurkuma und Currypulvermild, warm, leicht indischeher mild

In Thailand gilt grünes Curry als das schärfste der drei Klassiker. Die gekauften Pasten variieren stark, lieber mit weniger Paste starten und nachwürzen.

Schärfe steuern

MassnahmeWirkung
Paste von 3 auf 1,5 EL reduzierenspürbar milder, Aroma bleibt
Mehr Kokosmilch (bis 5 dl)sanfter, sämiger
Frische Chilis weglassenSchärfe kommt nur aus der Paste
Palmzucker erhöhenmildert wahrgenommene Schärfe

Was macht das Curry grün?

Die Farbe kommt von frischen grünen Chilis, die mit Korianderwurzeln, Zitronengras, Galgant, Schalotten und Kräutern zu einer Paste zerstampft werden. Grünes Curry heisst auf Thai Gaeng Khiao Wan, süss-grünes Curry.

Grün heisst hier nicht mild: frische grüne Chilis gehören zu den schärferen Sorten. Wer empfindlich isst, dosiert die Paste zurückhaltend.

Warum die Kokosmilch nicht schütteln?

In der Dose trennt sich die dicke Kokoscreme vom dünnen Teil. Die Creme oben lässt sich wie Öl erhitzen und nimmt die Currypaste perfekt auf.

Röstet man die Paste nur in Öl an, fehlt die typische sämige Bindung. Das Rösten in Kokoscreme ist der Trick der Thai-Küche für eine glänzende, nicht wässrige Sauce.

Paste selber machen oder kaufen?

Gute gekaufte Pasten (zum Beispiel aus dem Asialaden) schlagen die meisten Selbstversuche, weil Galgant, Kaffirlimetten und Korianderwurzeln frisch schwer erhältlich sind.

Wer trotzdem selber stossen will: grüne Chilis, Schalotten, Knoblauch, Zitronengras, Ingwer als Galgant-Ersatz, Koriander mit Stielen und etwas Kreuzkümmel im Mörser oder Mixer zu einer Paste verarbeiten.

Welches Gemüse passt?

Traditionell kommen kleine Thai-Auberginen ins Curry. In der Schweiz funktionieren Zucchetti, Peperoni, grüne Bohnen, Broccoli oder Maisminiaturen genauso gut.

Wichtig ist die Reihenfolge: festes Gemüse wie Bohnen früher zugeben, schnell garendes wie Zucchetti erst in den letzten 5 Minuten.

Was passt dazu?

Jasminreis ist die klassische Begleitung und nimmt die Sauce auf. Alternative: Reisnudeln, die man in die Schüssel legt und mit Curry übergiessen.

Als Getränk passt ein kaltes, leicht süssliches Bier oder ein trockener Riesling, beides dämpft die Schärfe.

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Häufige Fragen

Wie scharf ist grünes Thai-Curry?

Mittel bis scharf, je nach Paste. Mit 1,5 statt 3 EL Paste und ohne frische Chilis wird es für die meisten angenehm scharf.

Kann ich das Curry vorbereiten?

Ja, zugedeckt hält es 3 bis 4 Tage im Kühlschrank und wird durchgezogen sogar besser. Thai-Basilikum erst beim Aufwärmen frisch zugeben.

Was mache ich ohne Kaffirlimettenblätter?

Die abgeriebene Schale einer unbehandelten Limette ist der beste Ersatz. Ein Spritzer Limettensaft allein ersetzt nur die Säure, nicht das Aroma.

Geht das Curry auch vegetarisch?

Ja, Poulet durch 400 g Tofu oder mehr Gemüse ersetzen und die Fischsauce durch Sojasauce ersetzen. Garzeit für Tofu etwa 5 Minuten.

Warum ist meine Sauce wässrig?

Wahrscheinlich wurde die Paste nicht in Kokoscreme geröstet oder die Sauce zu wenig eingekocht. Offen 3 bis 4 Minuten köcheln lassen, bis sie sämig ist.