Rezept
Marinierte Rindstreifen, brutzelnde Peperoni und Zwiebeln auf einem heissen Gusspfännchen, dazu warme Tortillas: Fajitas sind das tex-mex Gericht, das mit Geräusch und Duft auf den Tisch kommt.

Für Fajitas 800 g Rindshuft oder Flank quer zur Faser in 1 cm dicke Streifen schneiden und 2 bis 4 Stunden in einer Marinade aus Limette, Öl, Knoblauch, Kreuzkümmel und Paprikapulver ziehen lassen. Die Streifen portionsweise 2 bis 3 Minuten in einer rauchend heissen Pfanne anbraten, 3 Peperoni und 2 Zwiebeln in Streifen 5 Minuten nachbraten und alles dampfend auf einem Gusspfännchen mit warmen Tortillas, Salsa und Guacamole servieren.
Portionen
4 Personen
Vorbereitung
plus 2 h Marinieren
Zubereitung
15 Min.
Fleisch schneiden und marinieren
Die 800 g Rindshuft quer zur Faser in 1 cm dicke, fingerlange Streifen schneiden. Limettensaft und -abrieb, 4 EL Olivenöl, Knoblauch, Kreuzkümmel, Paprikapulver, Chilipulver und Salz verrühren, das Fleisch darin zugedeckt 2 bis 4 Stunden im Kühlschrank marinieren.

Gemüse schneiden und alles bereitstellen
Peperoni und Zwiebeln in fingerdicke Streifen schneiden. Guacamole, Salsa, Crème fraîche und Käse in Schälchen anrichten, die Tortillas bereitlegen. Einmal angefangen zu braten, bleibt keine Zeit zum Schneiden.

Pfanne stark erhitzen
Eine grosse Gusspfanne oder zwei Pfannen parallel 3 Minuten bei stärkster Hitze vorheizen, bis sie leicht raucht. 1 EL Rapsöl zugeben und sofort die erste Portion Fleisch einlegen.

Fleisch portionsweise anbraten
Die Streifen in zwei Portionen je 2 bis 3 Minuten braten und dabei zweimal wenden. Die Pfanne nicht überfüllen: liegt zu viel drin, fällt die Temperatur und das Fleisch kocht statt zu rösten. Fertig sind die Streifen bei 54 bis 58 °C Kerntemperatur. Auf einem Teller zugedeckt warm halten.

Gemüse im Bratensatz braten
In der gleichen Pfanne 1 EL Öl erhitzen und die Peperoni-Zwiebel-Streifen 5 Minuten bei hoher Hitze braten, bis die Ränder dunkel sind, das Gemüse aber noch bissfest ist. Mit 1/2 TL Salz würzen und das Fleisch zurückgeben.

Dampfend servieren
Das Gusspfännchen 10 Minuten im Ofen bei 220 °C vorheizen, Fleisch und Gemüse daraufgeben und sofort servieren. Tortillas 30 Sekunden pro Seite in der trockenen Pfanne wärmen und dazu Guacamole, Salsa, Crème fraîche und Käse reichen.

| Stück | Eigenschaft | Hinweis |
|---|---|---|
| Rindshuft | kräftiger Geschmack, zart | klassische Wahl, quer zur Faser |
| Saumfleisch oder Skirt | sehr aromatisch, grobe Faser | dünn schneiden, nicht länger als 3 Minuten braten |
| Flank oder Bauchlappen | mager, feste Struktur | marinieren wirkt hier am stärksten |
| Entrecôte | gut marmoriert, teurer | für die edle Variante |
| Ziel | Kerntemperatur | Zeit in der Pfanne |
|---|---|---|
| Rosa, saftig | 54 bis 58 °C | 2 bis 3 Minuten gesamt |
| Medium | 58 bis 62 °C | 3 bis 4 Minuten gesamt |
| Durchgegart | über 65 °C | wird zäh, nicht empfohlen |
Die Streifen nach dem Braten 5 Minuten zugedeckt ruhen lassen, dann steigt die Temperatur um 2 bis 3 Grad nach.
| Variante | Zutaten | Charakter |
|---|---|---|
| Klassisch | Limette, Öl, Knoblauch, Kreuzkümmel, Paprika | frisch und rauchig |
| Mit Chipotle | plus 1 gehackten Chipotle in Adobo | rauchig und schärfer |
| Für Poulet | gleiche Marinade mit Pouletbrust | 2 bis 3 Stunden genügen |
Fajitas kommen aus der tex-mex Küche: marinierte, gegrillte Fleischstreifen mit gebratenen Peperoni und Zwiebeln, serviert auf einem heissen Gusspfännchen mit warmen Tortillas und Toppings zum Selberbauen.
Der Name geht auf faja zurück, den Bauchlappen oder das Saumfleisch, das mexikanische Cowboys in Texas verwerteten. Heute gehören Hühnerfajitas und Garnelen-Varianten dazu, doch Rind bleibt der Klassiker.
In der Pfanne werden die dünnen Streifen in 2 bis 3 Minuten scharf gebräunt, ohne auszutrocknen. Auf dem Grill braucht es einen gusseisernen Grillrost oder eine Plancha, weil die Streifen sonst durch das Gitter rutschen.
Entscheidend ist die Hitze: die Pfanne muss vor dem ersten Fleisch leicht rauchen, und die Streifen braten portionsweise, nie auf einmal. So entstehen die dunklen Ränder, die den typischen Geschmack ausmachen.
Rindshuft ist die sicherste Wahl: sie ist bei Coop, Migros und jedem Metzger erhältlich, schmeckt kräftig und bleibt saftig. Saumfleisch oder Flank schmecken noch intensiver, sind aber nicht überall im Regal und gehören beim Metzger bestellt.
Entrecôte ist die teurere, marmorierte Variante für besondere Anlässe. Mageres Filet funktioniert, wird aber bei der kurzen, scharfen Methode leicht trocken.
Ein gusseisernes Pfännchen 10 Minuten im Ofen bei 220 °C vorheizen oder auf dem Herd stark erhitzen. Es hält die Wärme so lange, dass die Fajitas am Tisch noch brutzeln, genau wie im Restaurant.
Ohne Gusspfännchen servierst du Fleisch und Gemüse einfach auf einer grossen vorgewärmten Platte. Der Effekt ist kleiner, der Geschmack der gleiche.
Neben Peperoni und Zwiebeln gehören warme Tortillas, Guacamole, Salsa und Crème fraîche oder Sour Cream dazu. Geriebener Käse und Koriander vervollständigen den Tisch.
Alles zum Selberbauen servieren: jede Person legt ihre Fajita selbst. So bleibt das Essen entspannt und die Tortillas warm, wenn sie unter einem sauberen Küchentuch ruhen.

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Die Gewinnerinnen und Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Teilnahmebedingungen
54 bis 58 °C für rosa und saftig. Die Streifen ruhen nach dem Braten 5 Minuten und ziehen dabei um 2 bis 3 Grad nach.
Meist wurde die Pfanne zu voll beladen oder das Fleisch zu lange gebraten. Portionsweise in rauchend heisser Pfanne je 2 bis 3 Minuten braten und immer quer zur Faser schneiden.
Ja, 30 Minuten geben schon Geschmack, die volle Wirkung kommt nach 2 bis 4 Stunden. Länger als 12 Stunden macht die Säure die Oberfläche mürbe.
Ja, mit 800 g Pouletbrust oder Schenkelfleisch in derselben Marinade. Die Streifen 3 bis 4 Minuten braten, bis sie eine Kerntemperatur von 74 °C erreichen.
Gusseisen hält die Hitze am längsten und brutzelt am Tisch. Eine schwere vorgewärmte Platte funktioniert als Ersatz.