Rezept

Chicken Biryani: geschichteter Gewürzreis mit Poulet

Safranreis, joghurtmariniertes Poulet und knusprig frittierte Zwiebeln, geschichtet und im eigenen Dampf fertig gegart: Biryani ist das Festessen Indiens und zu Hause machbar, wenn Reis und Fleisch getrennt vorbereitet werden.

Chicken Biryani im Topf: safrangelber Basmatireis mit Pouletstücken, frittierten Zwiebeln und Koriander
  1. Dampfgaren20 bis 25 Min
  2. Kerntemperatur74 °C
Der Reis kocht nur halb vor: das eigentliche Garen passiert im Dampf der Marinierschicht.

Kurz erklärt

Poulet mindestens 4 Stunden in einer Marinade aus Joghurt, Ingwer, Knoblauch und Gewürzen ziehen lassen. Basmatireis 30 Minuten einweichen und 5 bis 6 Minuten in Salzwasser mit ganzen Gewürzen vorkochen, bis er zu 70 Prozent gar ist. Zwiebeln in 8 bis 10 Minuten goldbraun frittieren. Fleisch und Reis abwechselnd schichten, mit Safranmilch beträufeln und 20 bis 25 Minuten bei kleiner Hitze zugedeckt garen, bis das Poulet 74 °C Kerntemperatur erreicht.

Portionen

4 Personen

Vorbereitung

plus 4 h Marinieren

Zubereitung

40 Min.

Zutaten

  • 700 gPouletschenkel, entbeint, in 4 cm Stücken
  • 200 gNaturjoghurt (Vollmilch)
  • 4 cmIngwer, geschält und fein gerieben
  • 4Knoblauchzehen, gepresst
  • 1 ELZitronensaft
  • 1 ELGaram Masala
  • 1 TLKurkuma
  • 1 TLKreuzkümmel, gemahlen
  • 1 TLChilipulver (Kashmiri oder Cayennepfeffer)
  • 2 TLSalz
  • 350 gBasmatireis
  • 1Zimtstange
  • 4grüne Kardamomkapseln
  • 4Nelken
  • 2Lorbeerblätter
  • 1 ELSalz für das Reiswasser
  • 4Zwiebeln, in feinen Halbringen
  • 100 mlRapsöl zum Frittieren
  • 0,25 gSafranfäden (1 Prise)
  • 80 mlwarme Milch
  • 2 ELButter oder Ghee, in Flocken
  • 1/2 BundKoriander und Minze, grob gehackt

Zubereitung

  1. 1

    Poulet marinieren

    Joghurt, Ingwer, Knoblauch, Zitronensaft, Garam Masala, Kurkuma, Kreuzkümmel, Chili und Salz verrühren. Die 700 g Pouletstücke darin zugedeckt mindestens 4 Stunden, besser über Nacht, im Kühlschrank marinieren.

    Poulet marinieren
  2. 2

    Reis einweichen und vorkochen

    Basmatireis 2 bis 3 Mal waschen, bis das Wasser klar bleibt, dann 30 Minuten in kaltem Wasser einweichen. 2 Liter Wasser mit 1 EL Salz, Zimt, Kardamom, Nelken und Lorbeer aufkochen, den abgetropften Reis 5 bis 6 Minuten kochen, bis die Körner aussen weich, innen aber noch fest sind (70 Prozent gar). Abgiessen und beiseitestellen.

    Reis einweichen und vorkochen
  3. 3

    Zwiebeln frittieren

    Rapsöl im Brattopf auf 160 bis 170 °C erhitzen. Die Zwiebelringe portionenweise 8 bis 10 Minuten goldbraun und knusprig frittieren, auf Haushaltpapier abtropfen lassen. Die Hälfte zum Schichten beiseitelegen, die andere Hälfte zum Bestreuen reservieren.

    Zwiebeln frittieren
  4. 4

    Safranmilch ansetzen und Boden schichten

    Safranfäden in 80 ml warmer Milch 10 Minuten ziehen lassen. Das marinierte Poulet samt Marinade in einen schweren Topf mit Deckel geben und gleichmässig verteilen. Die Hälfte der frittierten Zwiebeln und die Hälfte der Kräuter darüberstreuen.

    Safranmilch ansetzen und Boden schichten
  5. 5

    Reis schichten und dampfgaren

    Den vorgekochten Reis locker auf die Fleischschicht geben, nicht andrücken. Safranmilch darüberträufeln und die Butterflocken verteilen. Deckel schliessen, den Topf 5 Minuten bei mittlerer Hitze aufheizen, dann auf kleinste Stufe zurückschalten und 20 bis 25 Minuten zugedeckt garen, bis das Poulet 74 °C Kerntemperatur erreicht.

    Reis schichten und dampfgaren
  6. 6

    Ruhen lassen und anrichten

    Den Topf 10 Minuten vom Herd ruhen lassen, ohne den Deckel zu öffnen. Dann den Reis mit einer breiten Kelle von der Seite her heben und auf einer Platte anrichten, die Schichten sollen sichtbar bleiben. Mit den reservierten Zwiebeln und den restlichen Kräutern bestreuen.

    Ruhen lassen und anrichten
Für
4 Personen
700 g Poulet, 350 g Basmati
Marinieren
mind. 4 h
über Nacht am besten
Reis vorkochen
5 bis 6 Min
bis 70 Prozent gar

Biryani-Schichten von unten nach oben

SchichtInhaltFunktion
1 (Boden)mariniertes Poulet samt Joghurtmarinadeerzeugt Dampf und Sauce
2Hälfte der frittierten Zwiebeln + KräuterAroma und Süsse
3vorgekochter Basmatireisgart im Dampf fertig
4 (oben)Safranmilch, Butter, reservierte ZwiebelnFarbe, Glanz, Crunch

Der Reis liegt immer oben: direkter Kontakt mit dem Topfboden würde ihn anbrennen lassen.

Varianten und Fleisch-Alternativen

VarianteÄnderungGarzeit
Lamm-BiryaniLammschulter in Würfeln statt PouletFleisch 60 Minuten vorschmoren, dann wie gehabt
Rind-BiryaniRindsschulter in 3 cm Würfeln90 Minuten vorschmoren, dann schichten
VegetarischBlumenkohl und Erbsen statt FleischDampfgaren auf 15 Minuten kürzen
Ofen-VarianteSchichten im Bräter mit Deckel25 Minuten bei 180 °C

Was unterscheidet Biryani von einem Curry mit Reis?

Bei Biryani werden Reis und Fleisch getrennt vorbereitet und dann geschichtet: unten das marinierte Fleisch, oben der halb gare Reis. Beim zugedeckten Dampfgaren (Dum) zieht die Würze des Fleisches in den Reis, ohne dass die Körner brechen.

Das Ergebnis ist kein homogenes Gericht, sondern sichtbare Schichten: safrangelbe Reisspitzen, weisser Reis und dunkle Fleischstücke. Genau deshalb wird Biryani auf einer Platte angerichtet und nicht im Topf gerührt serviert.

Warum wird der Reis nur zu 70 Prozent vorgekocht?

Der Basmatireis gart im Topf im Dampf der Marinade weiter. Würde er vorher voll gekocht, zerfällt er beim Schichten und wird breiig.

Der Test: ein Korn zwischen den Fingern zerdrücken, es soll aussen weich sein und innen einen festen Kern behalten. Bei den meisten Basmatisorten dauert das 5 bis 6 Minuten im siedenden Salzwasser.

Wo finde ich die Zutaten in der Schweiz?

Basmatireis, Garam Masala, Kurkuma und Kardamom gibt es bei Coop und Migros. Safran ist teuer, eine kleine Dose mit 0,5 g reicht für mehrere Biryanis und findet sich in der Gewürzabteilung.

Kashmiri-Chilipulver, Ghee und Kasuri Methi (getrocknete Bockshornkleeblätter) gibt es in Asia-Läden oder online bei Schweizer Gewürzhändlern. Als Ersatz für Kashmiri-Chili funktioniert edelsüsses Paprikapulver plus eine Prise Cayenne: die Farbe bleibt, die Schärfe wird dosierbar.

Wie verhindere ich angebrannten Reis am Topfboden?

Drei Punkte helfen: ein schwerer Topf mit dickem Boden, die kleinste Hitzestufe nach dem Aufheizen und die Fleisch-Marinade als Pufferschicht unten.

Wer ganz sicher gehen will, legt den Deckel mit einem sauberen Küchentuch aus oder stellt den Topf nach 10 Minuten auf einen Flammschutz. Eine leicht angebräunte Kruste am Boden (sogar gewollt) ist in Indien übrigens die begehrteste Stelle des Topfes.

Kann man Biryani vorbereiten?

Die Marinade, die frittierten Zwiebeln und der eingeweichte Reis lassen sich am Vortag vorbereiten. Geschichtet und dampfgegart wird erst vor dem Essen, die 20 bis 25 Minuten plus 10 Minuten Ruhe passen gut in einen Menüablauf.

Reste halten zugedeckt 2 bis 3 Tage im Kühlschrank und schmecken aufgewärmt mit einem Schuss Wasser fast so gut wie frisch.

Passende Stücke und Rezepte

Monatliche Verlosung

CHF 199.00

Newsletter abonnieren und ein Fleischpaket gewinnen

Jeden Monat ziehen wir unter allen Abonnentinnen und Abonnenten ein Fleischpaket. Dazu melden wir uns, sobald das nächste Rind geteilt wird.

Mitmachen ist gratis, ohne Kauf.

Die Gewinnerinnen und Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Teilnahmebedingungen

Häufige Fragen

Welche Kerntemperatur braucht das Poulet in Biryani?

74 °C im dicksten Stück. Die Schenkelstücke sind klein, die Temperatur ist meist nach 20 Minuten Dampfgaren erreicht.

Brust oder Schenkel für Biryani?

Schenkel ohne Knochen sind die sichere Wahl, sie bleiben in der Joghurtmarinade und beim Dampfgaren saftig. Brust funktioniert, sollte aber in 4 cm Stücken bleiben und nicht länger marinieren als 12 Stunden.

Geht Biryani auch ohne Safran?

Ja, der Geschmack leidet wenig, die Farbe schon. Eine Prise Kurkuma in der Milch ersetzt den Gelbton optisch, nicht aber das Aroma.

Warum ist mein Reis matschig?

Meist wurde der Reis zu lange vorgekocht oder nicht abgetropft. 5 bis 6 Minuten reichen, danach gut abgiessen und nicht andrücken beim Schichten.

Was serviert man zu Biryani?

Klassisch ist eine Raita aus Joghurt, Gurke und Minze, dazu reicht der Reis als Hauptbeilage völlig. Wer Brot will, nimmt Naan oder Fladenbrot.