Haltbarkeit
Der Sonntagsbraten gibt oft mehr, als man isst: gebratener Braten hält im Kühlschrank 3 bis 4 Tage und lässt sich hervorragend weiterverwenden.

Gebratener oder geschmorter Braten hält abgekühlt und abgedeckt im Kühlschrank 3 bis 4 Tage. Im Gefrierer bleibt er 2 bis 3 Monate gut. Wichtig: innert 2 Stunden nach dem Essen kühlen, in Scheiben oder am Stück mit Sauce lagern, beim Aufwärmen auf mindestens 70 °C durchheizen. Aus Resten lassen sich Sauce, Siedfleischsalat oder neue Gerichte machen.
Portionen
für Reste von etwa 800 g
Vorbereitung
aktive Zeit
Zubereitung
-
Schnell abkühlen
Den Braten nach dem Essen nicht länger als 2 Stunden bei Raumtemperatur stehen lassen. In zwei bis drei Stücke teilen, damit die Wärme schneller entweicht, und auf einer kalten Platte 30 bis 45 Minuten unverpackt ausdampfen lassen.

In Sauce lagern
Braten in 1 cm dicke Scheiben schneiden und mit 200 ml Sauce oder Sud in einen flachen Behälter schichten. Die Flüssigkeit schützt vor Austrocknung: so bleibt der Braten 3 bis 4 Tage saftig statt graubraun zu werden.

Portionen einfrieren
Für den Gefrierer Braten in Essensportionen von 200 bis 300 g mit etwas Sauce vakuumieren oder in druckverschlossene Beutel geben. Luft raus, beschriften, flach bei −18 °C einfrieren: hält 2 bis 3 Monate.

Saftig aufwärmen
Gefrorenen Braten über Nacht im Kühlschrank auftauen. Zum Aufwärmen die Sauce mit den Scheiben in einem Topf bei 80 °C 10 bis 15 Minuten ziehen lassen, nie sprudelnd kochen: so wird der Kern über 70 °C heiss, ohne dass das Fleisch austrocknet.

| Zustand | Lagerort | Haltbarkeit |
|---|---|---|
| roh am Stück | Kühlschrank 0–4 °C | 3 bis 4 Tage |
| roh, vakuumiert | Kühlschrank | 2 bis 3 Wochen |
| gebraten, abgedeckt | Kühlschrank | 3 bis 4 Tage |
| gebraten in Sauce | Kühlschrank | 3 bis 4 Tage |
| gebraten, portioniert | Gefrierer −18 °C | 2 bis 3 Monate |
| Bratensauce abgekühlt | Kühlschrank | 3 bis 4 Tage |
| Bratensauce | Gefrierer | 4 bis 6 Monate |
| Rest | Neues Gericht | Zeit |
|---|---|---|
| Scheiben kalt | Siedfleischsalat mit Essig, Öl, Zwiebeln | 15 Minuten |
| Kleine Stücke | Chaschperli, Braten-Rösti, Nudelauflauf | 30 Minuten |
| Sauce | Basis für neue Sauce oder Risotto | 10 Minuten |
| Fett und Sudrest | Schmalz für Rösti, Suppeneinlage | 5 Minuten |
Am Stück hält der gebratene Braten länger, weil die Schnittflächen fehlen, an denen Keime wachsen und Feuchtigkeit verdunstet. Ein ganzer Rest hält 4 Tage, aufgeschnitten eher 3.
Praktisch ist trotzdem aufschneiden vor dem Lagern: einzelne Scheiben lassen sich später direkt in Sauce aufwärmen und sehen beim zweiten Servieren besser aus als nachträglich geschnittene, graue Stücke.
Die Sauce schützt das Fleisch vor Luft und hält die Oberfläche feucht. Ohne Flüssigkeit trocknen die Scheiben im Kühlschrank innert 24 Stunden aus und bekommen einen grauen Rand.
Keine Sauce mehr da? Ein Schuss Bouillon oder sogar Wasser mit einer Prise Salz hilft. Der Braten muss nicht schwimmen, eine 2 bis 3 mm hohe Flüssigkeitsschicht reicht.
Der häufigste Fehler ist zu heisses Aufwärmen. Bei 100 °C kochende Sauce zieht dem Fleisch die restliche Feuchtigkeit heraus und macht es zäh. Besser: Sauce auf 80 °C bringen, Scheiben einlegen und 10 bis 15 Minuten ziehen lassen.
Ein zweiter Weg: den Braten als ganzen Rest in Folie wickeln und im Ofen bei 120 °C 20 bis 25 Minuten erwärmen. Für beides gilt: Kerntemperatur über 70 °C erreichen.
Ja, wenn er durchgehend kühl geblieben ist und das erste Garen vollständig war. Die Qualität leidet aber: das Fleisch wird trockener und die Faser brüchiger. Besser ist einmal einfrieren und in einer neuen Form verwerten.
Die sicherere Strategie ist portionieren beim ersten Mal: nur so viel auftauen, wie man isst.
Geschmorte Stücke wie Schulter, Brust oder Wade gewinnen beim zweiten Aufwärmen sogar, weil ihr Bindegewebe weiter zerfällt. Kurz gebratene Stücke wie Hohrücken oder Nuss trocknen schneller aus.
Für kalte Reste sind magere Stücke ideal: Siedfleischsalat aus gekochtem Brustkern oder dünn geschnittener Nuss sind klassische Verwertungen.

Fleisch-Reste aufbewahren
Reste sind kein Abfall, sondern die halbe nächste Mahlzeit: mit schnellem Kühlen und den richtigen Regeln bleiben sie…

Rindsbraten richtig schmoren
Schmoren verwandelt sehnige Rindstücke in zarten Braten: scharf anbraten, mit Rotwein und Bouillon ablöschen und bei…

Kerntemperatur Braten
Rosa Rindsbraten, saftiger Schweinebraten, durchgegartes Poulet: Der Braten ist fertig, wenn der Kern stimmt. Die…

Bratensauce richtig machen
Der beste Teil eines Bratens liegt nicht auf dem Teller, sondern klebt am Blech: Der dunkle Bratenfond ist die Basis…

Fleisch richtig lagern
Der kälteste Platz, die beste Verpackung, die richtige Ordnung: mit fünf Regeln hält Fleisch doppelt so lange frisch…

Rind teilen
CHF 199.00
Jeden Monat ziehen wir unter allen Abonnentinnen und Abonnenten ein Fleischpaket. Dazu melden wir uns, sobald das nächste Rind geteilt wird.
Mitmachen ist gratis, ohne Kauf.
Die Gewinnerinnen und Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Teilnahmebedingungen
Abgedeckt und abgekühlt 3 bis 4 Tage. In Sauce eingelegt bleibt er am saftigsten.
Ja, portioniert mit Sauce hält er 2 bis 3 Monate bei −18 °C. Im Kühlschrank auftauen und bei 80 °C in der Sauce aufwärmen.
In der Sauce bei maximal 80 °C 10 bis 15 Minuten ziehen lassen oder in Folie bei 120 °C im Ofen. Nie sprudelnd kochen, Ziel ist eine Kerntemperatur über 70 °C.
Ja. Innert 2 Stunden kühlen, bei Sommerhitze über 30 °C innert 1 Stunde. Erst ausdampfen lassen, dann abgedeckt kaltstellen.
Ja, 4 bis 6 Monate. Sie eignet sich später als Basis für neue Saucen, Risotto oder als Schmorsud.