Rezept
Dünn geschnittenes Rindfleisch zischt in kleinen Portionen auf der heissen Plancha. Süsse Marinade glänzt an den Rändern, während Sesam, Knoblauch und Frühlingszwiebeln den Tisch nach koreanischem Grillabend duften lassen.

Schneide 1 kg Rind dünn quer zur Faser und mariniere es 45 Minuten gekühlt mit Sojasauce, Birne, Knoblauch, Ingwer und Sesamöl. Grilliere kleine Portionen 1 bis 2 Minuten auf sehr heisser Plancha, bis die Ränder glänzen und bräunen.
Portionen
4 Personen
Vorbereitung
30 Minuten plus 45 Minuten Marinierzeit
Zubereitung
10 Minuten
Fleisch dünn schneiden
Lege 1 kg Rind für 30 Minuten ins Gefrierfach und schneide es danach 2 bis 3 mm dünn quer zur Faser. Heize die Plancha auf 230 bis 250 °C vor; das Fleisch soll flexibel sein und nach dem kurzen Garen 54 bis 56 °C erreichen.

Marinade rühren
Mische 60 ml Sojasauce, 60 ml Birne, 20 g Zucker, 20 g Zwiebel, 8 g Knoblauch, 8 g Ingwer und 15 ml Sesamöl 3 Minuten. Der Zucker soll sich lösen und die Marinade glänzen; grille 1 kg Rind später bei 230 bis 250 °C bis 54 bis 56 °C im Kern.

Kurz gekühlt marinieren
Wende 1 kg Rindsscheiben 2 Minuten in der Marinade und stelle sie 45 Minuten bei 4 °C abgedeckt kalt. Hebe sie danach einzeln an und lass Flüssigkeit abtropfen; sie soll dünn glänzen und nicht nass auf die Plancha kommen.

In kleinen Portionen grillieren
Heize Plancha oder Grillplatte 10 Minuten auf 230 bis 250 °C vor und grille je 200 g Fleisch 1 bis 2 Minuten, dabei einmal wenden. Nimm die Portion ab, wenn die Ränder braun und glänzend sind und keine Flüssigkeit mehr am Rand steht.

Anrichten und kurz ruhen
Lass das Fleisch 3 Minuten bei etwa 60 °C ruhen, während du 400 g Reis und 8 Salatblätter bereitstellst. Streue 10 g Sesam und 20 g Frühlingszwiebel darüber; die Scheiben sollen saftig und leicht karamellisiert aussehen.

| Grill | Setup | Garraum-Temperatur | Zeit planen | Was ändert sich |
|---|---|---|---|---|
| Gasgrill | Plancha oder Grillplatte über Brennern vorheizen, Fleisch portionsweise garen. | 230 bis 250 °C. | 1 bis 2 Minuten je 200 g, plus 3 Minuten Ruhe. | Ohne Platte kann ein feinmaschiger Rost helfen. |
| Kugelgrill (Holzkohle) | Gusseisenplatte über starke Glut stellen. | 230 bis 250 °C an der Platte. | 1 bis 2 Minuten je Portion. | Kleine Mengen verhindern, dass die Glut abkühlt. |
| Kamado | Plancha auf den Rost setzen und vollständig vorheizen. | 230 bis 250 °C. | 1 bis 2 Minuten je Portion. | Deckel zwischen den Portionen schliessen. |
| Smoker/Pelletgrill | Platte auf dem Rost vorheizen, nicht direkt auf dem Rost verteilen. | 230 bis 250 °C auf der Platte. | 1 bis 2 Minuten je Portion. | Rauch ist optional; dünne Scheiben brauchen keine lange Rauchphase. |
| Backofen | Fleisch auf heissem Blech oder in sehr heisser Pfanne portionsweise braten. | 250 °C Ober-/Unterhitze oder starke Pfannenhitze. | 2 bis 4 Minuten je Portion. | Der Ofen bräunt weniger gleichmässig als eine Plancha. |
| Zutat | Menge | Funktion |
|---|---|---|
| Sojasauce | 60 ml | Salzige Würze; weitere Salzmenge daran anpassen. |
| Birne und Zucker | 60 ml Saft und 20 g Zucker | Süsse und Glanz auf der heissen Platte. |
| Knoblauch, Ingwer, Zwiebel | 8 g, 8 g und 20 g | Aromatische Basis. |
| Sesamöl | 15 ml | Nussiges Finish in der Marinade. |
Die Sojasauce liefert den Grossteil der Würze; zusätzliches Salz ist normalerweise nicht nötig.
| Stil | Fleischform | Garen | Servieren |
|---|---|---|---|
| Plancha | Dünne Scheiben. | Portionsweise 1 bis 2 Minuten. | Mit Reis und Salatblättern. |
| Grillspiesse | Etwas dickere, gefaltete Streifen. | Direkt 2 bis 3 Minuten je Seite. | Mit Frühlingszwiebel und Sesam. |
| Pfanne | Dünne Scheiben, gut abgetropft. | Kurz in heisser Pfanne braten. | In Schalen mit Reis anrichten. |
| Menge | Planen | Hinweis |
|---|---|---|
| 1 kg Rind | 4 Portionen mit Reis. | Je 200 g pro Grillgang auf der Plancha. |
| Marinierzeit | 45 Minuten bei 4 °C. | Längere Säure- oder Enzymwirkung kann die Oberfläche weich machen. |
| Reste | Innerhalb von 2 Tagen gekühlt verbrauchen. | Fleisch vollständig erhitzen und nicht erneut marinieren. |
Bulgogi ist dünn geschnittenes Rindfleisch, das in einer süss-salzigen Marinade kurz und heiss gegart wird. Die Scheiben sind zart, nehmen schnell Geschmack auf und bekommen auf der Plancha karamellisierte Kanten.
Das Fleisch kann am Tisch auf einer Grillplatte zubereitet oder in kleinen Portionen auf einer heissen Fläche gegart werden. Ein Spiess ist eine praktische Alternative für grössere Streifen, aber kein Muss.
In der Schweiz findest du passende Stücke bei der Metzgerei als Huft oder Hohrücken. Entscheidend ist, dass das Fleisch dünn und quer zur Faser geschnitten wird.
Huft und Hohrücken lassen sich in feine Scheiben schneiden und behalten bei kurzer Hitze eine angenehme Textur. Ein mageres Stück funktioniert gut, wenn es nicht zu lange auf der Platte bleibt.
Lege das Fleisch für etwa 30 Minuten ins Gefrierfach, damit es fester wird und sich gleichmässiger schneiden lässt. Schneide quer zur Faser und entferne harte Sehnen.
Wenn die Metzgerei das Fleisch bereits schneidet, bitte um 2 bis 3 mm dünne Scheiben für Bulgogi. Dicke Stücke garen langsamer und geben mehr Flüssigkeit auf die Platte ab.
Sojasauce, Birne, Zucker, Zwiebel, Knoblauch, Ingwer und Sesamöl ergeben eine ausgewogene Marinade für 1 kg Rind. Die Birne bringt Frucht und hilft, die Scheiben beim kurzen Garen saftig wirken zu lassen.
Reibe Zwiebel und Ingwer fein, damit sie am Fleisch haften. Wenn keine Birne verfügbar ist, passt Birnensaft; reduziere dann den Zucker leicht, falls der Saft bereits gesüsst ist.
Sojasauce liefert Salz, deshalb wird zusätzliches Salz meist nicht benötigt. Probiere die Marinade vor dem Fleisch und passe Süsse oder Schärfe mit kleinen Mengen an.
45 Minuten im Kühlschrank reichen für dünne Scheiben aus. Längeres Marinieren ist nicht automatisch besser, weil die Oberfläche durch Frucht und Salz weich werden kann.
Wende das Fleisch einmal, damit alle Scheiben Kontakt zur Würze haben. Lass überschüssige Flüssigkeit vor dem Grillieren abtropfen.
Bereite die Marinade am selben Tag zu und halte rohe Fleischreste getrennt vom fertigen Bulgogi. Verwende Marinade, die mit rohem Rind in Kontakt war, nicht ungekocht als Dip.
Heize die Plancha auf 230 bis 250 °C vor und gare höchstens 200 g Fleisch pro Durchgang. Wenn die Fläche zu voll liegt, sinkt ihre Temperatur und das Fleisch kocht im austretenden Saft.
Lege die Scheiben einzeln auf und wende sie, sobald die Unterseite braune Ränder zeigt. Die Oberfläche soll glänzen, aber nicht in einer süssen Marinadenpfütze liegen.
Arbeite mit einer Schale für gegarte Portionen und einem sauberen Werkzeug für rohe Scheiben. Wische die Platte zwischen den Gängen ab, falls Zuckerreste dunkel werden.
Reis, knackige Salatblätter und Frühlingszwiebeln ergeben eine einfache Beilagenbasis. Gäste können eine Scheibe Fleisch in ein Blatt legen und mit Reis sowie Sesam ergänzen.
Für eine Schüssel schichtest du Reis, Bulgogi und kurz gegartes Gemüse. Eine kleine Menge Marinade kann separat eingekocht werden, muss aber vor dem Servieren vollständig aufkochen.
Stelle zusätzliche Schärfe, zum Beispiel Chiliflocken, getrennt auf den Tisch. So bleibt das Grundrezept auch für Menschen geeignet, die milde Würzung bevorzugen.
Ja, für Spiesse schneidest du etwas dickere Streifen und faltest sie locker auf eingeweichte Holzspiesse oder Metallspiesse. Zu eng gesteckte Stücke garen ungleichmässig.
Grilliere die Spiesse 2 bis 3 Minuten pro Seite bei hoher Hitze und bewege sie, wenn Zucker zu schnell dunkel wird. Das Ergebnis ist stärker geröstet als die dünnen Scheiben von einer Tischplatte.
Für sehr dünne Scheiben bleibt die Plancha besser, weil sie nicht durch den Rost fallen und sich schnell wenden lassen.
Kühle Reste rasch ab und lagere sie abgedeckt im Kühlschrank. Iss sie innerhalb von zwei Tagen und erhitze nur die Portion, die du tatsächlich brauchst.
Übrig gebliebene Scheiben passen in eine Reisschale oder ein warmes Sandwich. Erhitze sie kurz in einer Pfanne, damit sie nicht trocken werden.
Mariniertes rohes Rind solltest du nicht für längere Zeit bei Raumtemperatur stehen lassen. Plane die Portionen so, dass nur die benötigte Menge auf die heisse Platte kommt.

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Huft oder Hohrücken lassen sich dünn schneiden und eignen sich für die kurze Garung.
Für dünne Scheiben reichen ungefähr 45 Minuten im Kühlschrank.
Schneide es 2 bis 3 mm dünn quer zur Faser.
Zu grosse Portionen und überschüssige Marinade kühlen die Fläche und lassen Fleischsaft stehen.
Ja, verwende etwas dickere Streifen und grille sie 2 bis 3 Minuten pro Seite.
Reis, Salatblätter, Frühlingszwiebeln und Sesam passen gut dazu.
Die Grundmarinade ist mild; Chili kannst du separat ergänzen.
Für dünne Scheiben sind 45 Minuten ausreichend; über Nacht kann die Oberfläche weich werden.