Rezept
Der Wirtshausklassiker: kurz gebratene Leberstreifen auf glasig gedünsteten roten Zwiebeln mit einer süss-sauren Balsamico-Sauce. Fertig in 40 Minuten.

Für Suuri Läberli 600 g Kalbs- oder Schweinsleber gut abtrocknen, in Streifen schneiden und leicht mehlieren. In heisser Butter portionsweise 3 bis 4 Minuten anbraten und warm stellen. Rote Zwiebeln in derselben Pfanne glasig dünsten, mit Rotwein, Kalbsfond und 2 EL Aceto balsamico ablöschen und 5 bis 6 Minuten einkochen. Die Leber zurückgeben, 2 bis 3 Minuten ziehen lassen und mit Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken.
Portionen
4 Personen
Vorbereitung
15 Min.
Zubereitung
25 Min.
Leber und Zwiebeln vorbereiten
Die Leber kurz vor dem Zubereiten mit Küchenpapier sehr gut abtrocknen und in etwa 1 cm dicke Streifen schneiden. Die roten Zwiebeln schälen und ebenfalls in Streifen schneiden. Thymian von den Stielen zupfen.

Leber mehlieren und anbraten
Mehl auf einen Teller geben und die Leberstreifen leicht darin wenden, überschüssiges Mehl abklopfen. Butter in der Bratpfanne stark erhitzen und die Leber portionsweise 3 bis 4 Minuten unter vorsichtigem Wenden braten, bis sie aussen braun und innen noch leicht rosa ist. Herausnehmen und warm stellen.

Zwiebeln dünsten
Die Zwiebelstreifen in denselben Bratsatz geben und bei mittlerer Hitze 4 bis 5 Minuten glasig dünsten. Thymian zugeben, dann mit Rotwein und Kalbsfond ablöschen und 5 bis 6 Minuten kochen lassen, bis die Zwiebeln weich sind und die Sauce leicht bindet.

Mit Balsamico abschmecken
Die Leber mit dem Bratensaft zurück in die Sauce geben, den Aceto balsamico dazugiessen und 2 bis 3 Minuten ziehen lassen, nicht mehr kochen. Mit Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken, die Sauce soll deutlich süss-sauer schmecken.

Anrichten
Auf vorgewärmten Tellern anrichten, mit Schnittlauch bestreuen und sofort servieren. Dazu passen Rösti, Gschwellti oder ein grüner Salat mit leichter Zitronenjoghurt-Sauce.

| Leber | Geschmack | Bratzeit |
|---|---|---|
| Kalbsleber | fein, mild, die edlere Variante | 3 Minuten, innen rosa |
| Schweinsleber | kräftiger, etwas grober im Korn | 3 bis 4 Minuten |
| Rindsleber | am kräftigsten, rustikal | 3 bis 4 Minuten, nicht länger |
Kalb gibt es saisonal im Shop, alternativ funktioniert das Rezept auch mit Schweins- oder Rindsleber.
| Problem | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Leber wird zäh und grau | zu lange gebraten | scharf und kurz braten, innen darf sie rosa bleiben |
| Leber wässert in der Pfanne | nicht abgetrocknet oder Pfanne zu voll | gut tupfen, portionsweise braten |
| Sauce schmeckt flach | zu wenig Säure und Süsse | mit Balsamico und Zucker nachziehen, Sauce soll spürbar süss-sauer sein |
| Sauce wird bitter | Balsamico zu lange gekocht | Essig erst am Schluss zugeben und nur noch ziehen lassen |
Suuri Läberli, saure Leber, sind ein alter Schweizer Wirtshausklassiker: kurz gebratene Leberstreifen in einer süss-sauren Sauce aus Rotwein, Fond und Aceto balsamico, serviert auf glasig gedünsteten Zwiebeln.
Das Gericht ist Nose-to-Tail-Küche im besten Sinn: Leber ist günstig, nährstoffreich und in 40 Minuten auf dem Tisch.
Feuchte Leber wässert in der heissen Pfanne und kocht statt zu braten: sie wird grau und zäh. Küchenpapier und ein dünner Mehlmantel sorgen für die Röstung, die der Sauce später Tiefe gibt.
Mehlieren hat einen zweiten Vorteil: das Mehl bindet die Sauce leicht an, ohne dass du sie einkochen musst.
Die zwei Grundregeln: sehr heisse Pfanne und kurze Zeit. 3 bis 4 Minuten reichen bei 1 cm dicken Streifen, innen darf die Leber leicht rosa bleiben.
Nach dem Anbraten kommt die Leber nur noch 2 bis 3 Minuten zurück in die warme Sauce. Wer sie darin kocht, holt sich die zähe, graue Leber aus der Schulhausküche zurück.
Klassisch aus Essig oder einem Schuss Rotwein, heute meist Aceto balsamico. Er bringt Säure und Süsse zugleich, weshalb die Sauce so rund schmeckt.
Entscheidend: den Essig erst am Ende zugeben und nicht mehr aufkochen. Kocht Balsamico ein, wird er bitter und verliert sein Aroma.
Der Klassiker ist Rösti, der die süsse Sauce aufnimmt. Genauso gut passen Gschwellti, Kartoffelstock oder Butterhörnli.
Als frische Komponente empfiehlt sich ein grüner Salat mit Zitronendressing oder gedünsteter Spinat, die Säure trägt die kräftige Leber.

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Innereien vom Rind
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Kalbsleber schmeckt am feinsten. Schweinsleber ist kräftiger und günstiger, Rindsleber die rustikalste Variante. Kalb gibt es saisonal im Shop.
Pro Seite etwa 1,5 bis 2 Minuten, total 3 bis 4 Minuten in scharfer Butter. Innen darf sie leicht rosa bleiben, dann bleibt sie zart.
Die Zwiebeln und die Sauce lassen sich vorbereiten, die Leber brät man immer frisch. Aufgewärmte Leber wird zäh.
Das gleiche Rezept funktioniert mit dünnen Kalbsplätzli oder Schweinsplätzli: ebenfalls kurz anbraten und in der süss-sauren Sauce ziehen lassen.
Meist von zu lange gekochtem Balsamico oder verbrannter Butter. Butter schäumend, nicht schwarz werden lassen und Essig erst am Schluss zugeben.