Rezept
Ein vier Zentimeter dickes Steak bekommt über dem Brenner eine dunkle Kruste und zieht danach neben der Flamme ruhig bis zum rosa Kern. Mit klar getrennten Grillzonen gelingt das auch ohne Stoppuhr als einzige Kontrolle.

Heize den Gasgrill mit direkter und indirekter Zone auf 250 bis 300 °C vor. Brate ein 4 cm Steak je 2 bis 3 Minuten direkt an und gare es indirekt bis 52 bis 54 °C. Nach 8 Minuten Ruhe liegt es bei 54 bis 56 °C.
Portionen
4 Personen
Vorbereitung
20 Minuten plus 30 Minuten Salzen
Zubereitung
10 bis 16 Minuten plus Ruhe
Steaks salzen und trocken tupfen
Verteile 10 g Salz auf 1 kg Steaks und lass sie 30 Minuten bei höchstens 5 °C ziehen. Tupfe die Oberfläche danach trocken; sie soll matt statt feucht glänzen.

Brennerzonen einrichten
Heize den Gasgrill für 1 kg Steaks 15 Minuten auf 250 bis 300 °C vor. Lass einen Brenner auf hoher Stufe für die direkte Zone und schalte einen angrenzenden Brenner aus oder tief für die indirekte Zone; der Rost soll sauber und ohne Russ sein.

Steaks direkt anbraten
Bestreiche die Steaks mit 15 ml Öl und grille sie je 2 bis 3 Minuten pro Seite über dem heissen Brenner. Wende, wenn sich eine kräftig braune Kruste löst; der Kern sollte noch unter 50 °C liegen.

Indirekt fertig garen
Schiebe 1 kg Steaks bei geschlossenem Deckel in die indirekte Zone bei etwa 160 °C und gare 3 bis 6 Minuten bis 52 bis 54 °C. Grilliere 200 g Peperoni mit 10 ml Rapsöl direkt 3 Minuten, bis die Ränder deutlich Blasen zeigen.

Steaks ruhen und servieren
Lass 1 kg Steaks 8 Minuten auf einem warmen Brett ruhen, bis sie 54 bis 56 °C erreichen. Der Saft soll sich am Brett sammeln und die Oberfläche trocken bleiben; pfeffere erst beim Anrichten.

| Grill | Setup | Garraum-Temperatur | Zeit planen | Was ändert sich |
|---|---|---|---|---|
| Gasgrill | Einen Brenner hoch, einen daneben aus oder tief; Deckel schliessen fürs indirekte Finish. | 250 bis 300 °C direkt, etwa 160 °C indirekt. | 10 bis 16 Minuten plus 8 Minuten Ruhe. | Hotspots durch Tauschen der Rostposition ausgleichen. |
| Kugelgrill (Holzkohle) | Glut auf eine Seite, Steaks erst über Glut und dann über die freie Fläche. | Heisse direkte Zone und etwa 160 °C indirekt. | 10 bis 16 Minuten plus Ruhe. | Deckel und Lüftung für die Endphase schliessen. |
| Kamado | Direkt anrösten und mit indirekter Zone fertig garen. | 250 bis 300 °C direkt, danach 160 °C. | 10 bis 16 Minuten plus Ruhezeit. | Keramik hält Hitze; Steak früh in die indirekte Zone ziehen. |
| Smoker/Pelletgrill | Bei niedriger Temperatur vorgaren, danach auf heisser Fläche anrösten. | 120 °C vorgaren, Finish bei 250 °C oder höher. | 25 bis 40 Minuten insgesamt. | Rauchphase ist optional bei dünnen Steaks. |
| Backofen | Steak in heisser Pfanne anbraten und auf Rost fertig garen. | Ofen auf 160 °C nach dem Anbraten. | 12 bis 18 Minuten plus Ruhe. | Seitlich messen, damit die Sonde mittig sitzt. |
| Garstufe | Herausnehmen | Nach 8 Minuten Ruhe |
|---|---|---|
| Saignant | 48 bis 50 °C | 50 bis 52 °C |
| Rosa | 52 bis 54 °C | 54 bis 56 °C |
| Stärker gegart | 54 bis 56 °C | 56 bis 58 °C |
Bei dicken Steaks beeinflusst die Ruhezeit den Nachgar-Effekt stärker als bei dünnen Stücken.
| Brenner | Einstellung | Fleischposition |
|---|---|---|
| Direkter Brenner | Hoch vorheizen, 250 bis 300 °C. | Anrösten und Kruste bilden. |
| Indirekter Brenner | Aus oder tief, etwa 160 °C neben dem Steak. | Dickes Steak bis zum Ziel garen. |
| Dritter Brenner | Tief oder mittel für Beilagen. | Peperoni oder Zwiebeln garen. |
| Dicke | Direkt grillieren | Indirekt fertig garen | Ziel messen |
|---|---|---|---|
| 2 cm | 1 bis 2 Minuten je Seite. | Oft keine zusätzliche Phase nötig. | Seitlich im Kern prüfen. |
| 4 cm | 2 bis 3 Minuten je Seite. | 3 bis 6 Minuten bei 160 °C. | 52 bis 54 °C vor Ruhe. |
| 6 cm | 2 bis 3 Minuten je Seite. | 8 bis 15 Minuten nach Bedarf. | Fühler im dicksten Teil lassen. |
Schaffe zwei Bereiche: einen Brenner auf hoher Stufe für die Kruste und eine kühlere Zone daneben für dicke Steaks. So kannst du die Oberfläche bräunen, ohne den Kern über direkter Flamme zu weit zu garen.
Heize den Rost ungefähr 15 Minuten vor. Bürste ihn sauber, sobald er heiss ist, und öle das Fleisch dünn statt den Rost stark einzufetten.
Bei einem Grill mit mehreren Brennern stellst du einen oder zwei ab und lässt die übrigen laufen. Der Deckelthermometer zeigt die allgemeine Temperatur; für die echte Grillzone zählt die Position neben dem Fleisch.
Für eine kräftige Kruste brauchst du auf der direkten Zone etwa 250 bis 300 °C. Dicke Steaks garst du anschliessend bei ungefähr 160 °C indirekt fertig.
Die Temperatur am Rost kann sich über die Fläche unterscheiden. Wenn ein Steak auf einer Seite schneller bräunt, tausche die Position oder drehe das Stück, statt die Zeit für alle Steaks gleich anzunehmen.
Schliesse den Deckel für die indirekte Phase, damit die warme Luft um das Fleisch zirkuliert. Für das kurze Anbraten darfst du ihn offen lassen und die Oberfläche beobachten.
Lege das Steak zuerst direkt über den heissen Brenner und bräune beide Seiten. Sobald die Kruste dunkel und trocken ist, verschiebst du dicke Stücke in die kühlere Zone.
Bei einem Steak um 4 cm reichen oft 2 bis 3 Minuten pro Seite zum Anrösten. Die indirekte Phase variiert mit Dicke und Ausgangstemperatur; miss deshalb den Kern.
Wenn Fett in die Flamme tropft, verschiebe das Steak kurz. Schwarze, bittere Stellen sind kein Ersatz für eine gleichmässige braune Kruste.
Für ein rosa Steak gelten 54 bis 56 °C nach dem Ruhen. Nimm ein dickes Stück rund 2 °C vorher vom Grill und kontrolliere nach der Ruhezeit.
Führe das Thermometer seitlich bis in die Mitte des Fleisches. Bei dünnen Steaks kann die Spitze von oben leicht durch den Kern rutschen und den Rost messen.
Die Tabelle trennt die Temperatur beim Herausnehmen vom Ziel nach dem Ruhen. Das macht den Garpunkt besser planbar als eine fixe Minutenzahl.
Ein 4 cm Steak braucht oft 2 bis 3 Minuten pro Seite für die Kruste und weitere 3 bis 6 Minuten indirekt. Das ist ein Planungsbereich, keine Garantie für jeden Grill.
Dünne Steaks garen oft vollständig über direkter Hitze. Bei 6 cm dicken Stücken dauert die indirekte Phase länger und die Sonde sollte währenddessen im Fleisch bleiben.
Halte die Beilagen bereit, bevor du grillierst. Sobald die Steaks ruhen, kannst du Peperoni oder Brot fertigstellen, statt das Fleisch anzuschneiden, bevor es bereit ist.
Ein Brenner kann heisser sein als der andere, und Fettablagerungen können Flammen auslösen. Reinige den Rost regelmässig und prüfe beim Vorheizen, wo die stärkste Hitze liegt.
Wende oder versetze die Steaks, wenn die Kruste auf einer Seite schneller dunkel wird. Ein kurzer Positionswechsel ist besser als den Deckel lange offen zu lassen.
Tropft Fett in die Flamme, schiebe das Fleisch in die indirekte Zone. Warte, bis das Aufflammen abklingt, bevor du es wieder über direkte Hitze legst.
Auf dem Kugelgrill legst du die Glut auf eine Seite und nutzt die freie Fläche als indirekte Zone. Ein Kamado arbeitet ähnlich, reagiert aber langsamer auf Änderungen der Luftzufuhr.
Im Smoker kannst du das Steak bei 120 °C vorgaren und auf einer heissen Fläche finishen. Die Methode eignet sich eher für dicke Stücke, denn dünne Steaks brauchen kaum Rauchzeit.
Für den Backofen brätst du das Fleisch in einer Pfanne an und garst es bei 160 °C fertig. Die gleiche Kerntemperatur und Ruhezeit gelten unabhängig von der Hitzequelle.
Lass ein 4 cm dickes Steak etwa 8 Minuten auf einem warmen Brett ruhen. Die Oberfläche bleibt dabei trocken, wenn du es nicht dicht in Folie einwickelst.
Nutze die Zeit, um Beilagen und Teller anzurichten. Wenn du das Fleisch direkt anschneidest, läuft mehr Saft auf das Brett und die Scheiben kühlen schneller aus.
Für sehr dünne Stücke kann die Ruhezeit kürzer sein. Prüfe den Kern nach dem Ruhen, wenn du einen bestimmten Zielwert servieren möchtest.

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Heize die direkte Zone auf 250 bis 300 °C vor und gare dicke Steaks indirekt bei etwa 160 °C.
Ein 4 cm Stück braucht meist 2 bis 3 Minuten pro Seite zum Anbraten plus die indirekte Phase.
Nach dem Ruhen sind 54 bis 56 °C der Zielbereich.
Zum kurzen Anbraten offen, für das indirekte Fertiggaren geschlossen.
Lass mindestens einen Brenner auf hoher Stufe und schalte einen angrenzenden aus oder tief.
Aufflammendes Fett oder ungleichmässige Hitze kann die Oberfläche verbrennen; verschiebe das Fleisch in eine kühlere Zone.
Stecke die Sonde seitlich in den dicksten Teil bis zur Mitte.
Ja, brate es zuerst in der Pfanne an und gare es bei 160 °C bis zum Ziel.